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  • Freitag, 30. November 2018,

    Wir lieben das Bargeld, aber Kartenzahlung mögen wir auch immer mehr

    Retail, credit card payment service. Customer paying for order of cheese in grocery shop.

    Egal, ob Restaurant in der St. Wendeler Innenstadt, das Bürgeramt oder große Unternehmen wie das bei uns ansässige Handelsunternehmen Globus – die Zahlung per Karte gehört zum Standard bei den Zahlmöglichkeiten. Dass wir Deutschen zwar nach wie vor das Bargeld lieben, aber dennoch immer häufiger auch zum Plastikgeld greifen, zeigen verschiedene Studien.

    Wieviel Bargeld haben Sie in Ihrem Portemonnaie? Laut Studie der Bundesbank sind es im Durchschnitt 107 Euro. Genutzt werden die Scheine und Münzen am liebsten bei Summen von unter 20 Euro. Aber schon ab einem Bereich zwischen 20 und 50 Euro greifen immer mehr Kunden zur Kartenzahlung – waren es 2014 erst 26%, sind es mittlerweile schon 31%, die per EC-Karte zahlen. Dazu kommen 2%, die eine Kreditkarte zücken. Und ab einer Summe von über 50 Euro zahlen nur noch 39% der Deutschen bar und schon 50% bargeldlos.

    „Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu“, sagt Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele zu den Ergebnissen und auch Milan Klesper, Gründer eines Anbieters von Kartenzahlungsverfahren, kann dem nur zustimmen: „Wir sprechen täglich mit Unternehmern, wie z.B. Gastronomen oder Friseuren, die viele Jahre ohne ein Kartenzahlungsgerät ausgekommen sind, aber sich nun doch dem Druck der Kunden durch die ständige Nachfrage nach Zahlungen per EC- oder Kreditkarte beugen. Und viele sind überrascht, wenn wir ihnen vorrechnen, dass das Akzeptieren von bargeldlosen Zahlungen sogar günstiger sein kann als die Annahme von München und Scheinen, weil Banken z.B. mittlerweile auch saftige Gebühren für das Einzahlen von Bargeld nehmen oder hinterlistige Mitarbeiter mal einen Zwanziger mitgehen lassen.“

    Neue Entwicklungen

    „Kontaktlos bezahlen“ ist derzeit der große Trend beim bargeldlosen Bezahlen. So schenkte das Handelsunternehmen Globus beispielsweise den Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum kontaktlos bezahlt haben, einen Getränkegutschein. Zu diesem Trend gehört nicht nur, die EC- oder Kreditkarte an das Terminal zu halten, sondern auch das Handy. Viele Banken und Sparkassen bieten eigene Apps, mit denen man via Smartphone an den entsprechend ausgerüsteten Kartenterminals bezahlen kann. Per NFC-Technologie kommuniziert das Handy dabei mit dem Terminal und innerhalb von wenigen Sekunden kann man Beträge bis 25 Euro ohne Pin-Eingabe, darüber mit Freischalten des Telefons z.B. per Fingerabdruck bezahlen. Bis es aber bei uns in Deutschland so wird wie in Skandinavien, wo Restaurants zum Teil schon gar kein Bargeld mehr annehmen, das wird noch etwas länger dauern.

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