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  • Sonntag, 3. November 2019,

    Wir haben unsere Zukunft in der Hand- Umwelttipps für jedermann- Teil 3-

    Nachdem wir im letzten Teil unserer Umwelttipps die Themen Ökostrom, Heizen, Mobilität und Reisen erläutert haben, kommen wir heute zu den Themen Internetbestellungen und Kleidung, CO2- Kompensationen und unserem Fazit.

    Internetbestellungen und Kleidung 

    Wer von euch bestellt nicht gerne bei Zalando, Amazon, Ebay und Co? Der Aufwand um eine Internetbestellung zu uns nach Hause zu bringen ist groß und verursacht zahlreiche Emissionen durch Logistik und Transport. Was wir beachten sollten: Wir sollten es vermeiden, unnötige Bestellungen zu tätigen, wohl wissend, dass wir einen Teil davon zurückschicken werden. Zudem werden viele Retouren der Onlinehändler vernichtet, weil es zu viel Aufwand wäre, all diese zu kontrollieren. Also überlegen wir uns besser vorher, was wir bestellen, damit nicht weiter jedes Jahr Unmengen an einwandfreien Waren einfach vernichtet und durch das Hin und Her unnötig Emissionen verursacht werden. Zudem will doch jeder von uns eine belebte, lebenswerte Innenstadt mit Einzelhandel. Dann müssen wir genau diesen Einzelhandel aber auch unterstützen und sollten nicht alles online bestellen. Also öfter mal vor Ort kaufen, das hilft der Umwelt und unserer Region!

    Insgesamt ist es auch ressourcenschonender Second- Hand- Ware zu nutzen statt neu zu kaufen. Gerade bei Baby- und Kinderkleidern gibt es viele Möglichkeiten diese über Flohmärkte, von Freuden oder in Second- Hand- Läden zu beziehen. Wenn ihr Neukäufe nicht vermeiden könnt, dann kauft zumindest nicht alles, was einfach nur billig ist. Ein drei € T- Shirt von Billigtextilketten wird meistens in China, Bangladesch oder anderen asiatischen Ländern produziert, in denen die Textilindustrie Giftstoffe wie Chrom und Formaldehyd benutzt, die dann in der Regel ungefiltert in die dortigen Flüsse laufen und das Grundwasser verseuchen. Textilien dieser Art enthalten, wie man oft schon am Geruch erkennen kann, zahlreiche schädliche Substanzen, die erst nach häufigem Waschen aus den Klamotten entweichen. Solche Kleider schaden uns, der Natur und den Arbeitern, die mit den Chemikalien unter menschenverachtenden Bedingungen arbeiten müssen. 

    Tipps: Achtet auf das Siegel „Grüner Knopf“ oder die GOTS- Zertifizierung

    Der „Grüne Knopf“ ist ein staatliches Siegel, das von unabhängigen Stellen geprüft wird und das nachhaltige und ökologisch hergestellte Kleidung ausweist. 

    Die GOTS- Zertifizierung (Global Organic Textile Standard) bei Klamotten ist ein Nachweis für eine kontrollierte Wertschöpfungskette. Das bedeutet, dass die Herstellung vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt hinsichtlich verschiedenster Kriterien, wie etwa sozialer Standards, wie dem Verbot von Kinderarbeit und Arbeitssicherheit, überwacht wurde. Die GOTS- Textilien bestehen mindestens zu 70 Prozent aus kontrolliert biologisch erzeugten Naturfasern. 

    Beide Siegel erfüllen Kriterien sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Das ist gesund für uns als Verbraucher, gut für die Umwelt und die Arbeiter, die das Produkt herstellen. 

    Tipp: Um zu verhindern, dass Mikroplastik durchs Waschen in die Gewässer und das Meer gelangt, gibt es den  „Guppyfriend Waschbeutel“. Dieser sammelt ausgewaschene Synthetikfasern von Kleidung und damit Mikroplastik. Nylon, Acryl und Polyester sind nämlich alles synthetische Kunststofffasern, also Plastik. Ein Grund auf Naturfasern, am besten aus biologischem Anbau, zu achten.

    CO2- Kompensationen: 

    Wer seinen CO2- Verbrauch verringern möchte, kann das auch durch den Kauf von CO2-Kompensationen tun. Damit könnt ihr auf einen Schlag gleich zwei Mal etwas Gutes tun: einmal etwas für die Entwicklungshilfe in armen Ländern und auch etwas für den Umweltschutz. Das funktioniert so: Klimaschutzorganisationen wie „atmosfair“, „Primaklima e.V.“ und „Klima- Kollekte“ investieren in weltweite Projekte der Entwicklungshilfe, die den Menschen vor Ort direkt helfen, aber mit dem Zusatznutzen, dass diese Projekte so ausgestaltet sind, dass hierdurch CO2- Emissionen vor Ort eingespart werden können. Durch eure Spende an diese Organisationen tut ihr somit in zweifacher Hinsicht etwas Gutes. Hier können schon 25 bis 40 Euro ein bis zwei Tonnen kompensieren. Wer Bedenken hat, wo sein Geld hingeht, der kann unbesorgt sein. Stiftung Warentest hat diese Organisationen überprüft und die drei genannten mit „sehr gut“ bewertet, gerade die Punkte Transparenz und Kostenquote waren maßgeblich für diese Beurteilung.

    Tipp: Auf der Seite des Umweltbundesamtes (https://uba.co2-rechner.de/de_DE/) könnt ihr euch euren persönlichen CO2- Verbrauch ausrechnen.

    Fazit:

    Der Durchschnittsdeutsche sorgt jährlich für circa 11,6 Tonnen CO2 im Jahr. Mit wenig Aufwand können wir diesen Verbrach deutlich reduzieren! Jeder kann mit Hilfe von kleinen Veränderungen viel bewirken. Wir sollten alle unseren Beitrag dazu leisten etwas für die Welt, in der wir, unsere Familien, Kinder, Enkelkinder und Freunde leben, zu tun. Wenn beispielsweise die Kaufentscheidung von uns als Verbrauchern darauf beruht, dass Umweltkriterien, wie die Verpackung eines Produkts, eine Rolle spielen, dann können wir gemeinsam etwas verändern. 

    Noch einmal alle Tipps kurz zusammengefasst:

    • Plastikverpackungen reduzieren beziehungsweise vermeiden!
    • Mehrweg- statt Einweg Flaschen kaufen! Achtung Pfand bedeutet nicht Mehrweg!
    • Fleischkonsum reduzieren
    • Regionale und Bio-Produkte kaufen!
    • Sachen länger nutzen, weniger wegwerfen!
    • auf Ökostrom umstellen!
    • Heizung modernisieren beziehungsweise die Temperatur leicht runterdrehen!
    • Weniger Streamingdienste nutzen und weniger online bestellen und zurückgehen lassen!
    • Second- Hand- Klamotten kaufen! 
    • Mehr den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, Fahrrad fahren, zu Fuß gehen und weniger Auto fahren!
    • Bei Urlaubsplanungen Deutschland und die Grenzregionen als Urlaubziele vorziehen!
    • CO2 – Kompensationen kaufen!

    Schluss mit verbaler Aufgeschlossenheit bei gleichzeitiger Verhaltensstagnation. Schluss mit den Ausreden! Lasst uns etwas verändern!

    „ Wir sind die erste Generation, die vom Klimawandel betroffen ist und die letzte Generation, die noch in der Lage ist, ihn aufzuhalten.“ [Barack Obama]

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