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  • Sonntag, 28. Juni 2020,

    Wie viel Datenspeicher benötigt ein Smartphone?

    Als das Smartphone noch Handy hieß und hauptsächlich zum Telefonieren und Schreiben von SMS verwendet wurde, reichte eine Telefonbuchfunktion für 250 Einträge, um den Besitzer stolz und glücklich zu machen. Das änderte sich aber spätestens zu dem Zeitpunkt, als das Handy auch den MP3-Player und den Fotoapparat ersetzte und plötzlich Unmengen Daten gespeichert werden mussten. Heute ist das Smartphone ein „Taschencomputer“, der praktisch unser Leben bestimmt. Die eigentliche Aufgabe – das Telefonieren – ist dabei weit in den Hintergrund gerutscht, denn wir spielen, chatten, fotografieren, schreiben Einkaufslisten, shoppen und navigieren – mit dem Smartphone. Um dieser Datenflut Herr zu werden, gibt es mittlerweile Smartphones, die 256 Gigabyte (!) Speicher haben, und dennoch schaffen wir es immer wieder, unsere Mobilgeräte so vollzumüllen, dass uns die Nachricht „Speicher fast voll“ eiskalt erwischt. Aber was können wir gegen die Datenflut unternehmen?

    Externen Speicher nutzen

    Eine tolle Möglichkeit zum Freiräumen von Speicherplatz sind externe Speichermöglichkeiten. Natürlich ist es praktisch, mit dem Handy zu fotografieren, aber wir müssen die Bilder ja nicht ewig auf dem Handy aufbewahren. Das gilt natürlich auch für Videos, die wir schnell mal machen und auf dem Smartphone speichern. Ein Weg ist, die Fotos auf einen PC oder eine externe Festplatte zu übertragen. Auf diesen Geräten lassen sich Bilder auch sehr gut ordnen, man kann weniger gelungene Schnappschüsse und Videos aussortieren und Bilder z. B. in Fotobüchern weiterverarbeiten.

    Wer nicht über PC oder Laptop verfügt, kann eine Cloud-Speicherung in Betracht ziehen. Bei dieser Form der Speicherung werden die Daten online gesichert und wenn man sie Freunden zeigen will, erhalten diese einfach einen Link, um sich Bilder herunterzuladen. Das Schöne – das gilt nicht nur für Fotos, man kann z. B. auch seine Lieblingssongs direkt in der Cloud speichern und auf das Smartphone streamen, so spart man sich auch den Speicherplatz für Musikdateien.

    Web-Apps statt App-Download

    Eine weitere Möglichkeit zum Einsparen von Speicherplatz besteht darin, weniger Apps auf das Smartphone herunterzuladen und stattdessen so genannte Web-Apps zu nutzen. Eine Web-App oder Web-Anwendung wird nicht auf dem Gerät des Benutzers gespeichert, sondern auf einem Webserver. Das Smartphone benötigt zur Nutzung von Web-Apps lediglich einen geeigneten Browser, der HTML5 fähig ist, und es muss eine dauerhafte Internetverbindung bestehen.

    Gern genutzt wird diese Form der Anwendung z. B. in der mobilen Spielewelt. Fans von Minecraft freuen sich, dass sie ihr Lieblingsaufbauspiel jetzt kostenlos im Browser spielen können. Wer eher auf Simulatoren steht, nutzt den DB-Simulator, der ebenfalls als Web-App zur Verfügung steht. Und auch Online Casinos haben den Nutzen von mobilen Webanwendungen erkannt und bieten neben der App, die im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden kann, oftmals eine Web-App an. So funktioniert es auch beim Online Casino Mr Green, sodass der renommierte Anbieter im Test sowohl mit der eigens entwickelten App als auch mit der mobilen Version seiner Website überzeugt.

    Neben den Spieleanbietern nutzen auch andere Anbieter diese Möglichkeit. So stellt z. B. die Bundeszentrale für politische Bildung ihren Kartenshop bereit, in dem man auf zahlreiche Landkarten zugreifen kann. Es gibt sogar eine Variante von „Word“, die deutlich kleiner ist als die App, aber alle notwendigen Funktionalitäten bietet. Und diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen.

    Speicher regelmäßig bereinigen

    Eine dritte Möglichkeit, wie man seinen Speicherplatz bewahrt, ist die regelmäßige Reinigung des Smartphonespeichers. Ein Weg ist, das Smartphone nach „Dateileichen“ zu durchsuchen. Das ist manuell möglich, kann aber auch mithilfe einer Software, z. B. SD Maid – Systemreiniger durchgeführt werden. Hierbei wird das Gerät systematisch durchsucht und alle Dateien, die länger nicht genutzt wurden, werden nach dem Scan angezeigt. Dann können Sie entscheiden, welche Dateien Sie eventuell noch benötigen und welche Dateien gelöscht werden können.

    Das gleiche gilt für ungenutzte Apps. Sie können Ihre Apps in den Einstellungen verwalten. Hier lassen sich Apps nach Größe sortieren und deinstallieren. Das macht Sinn, wenn Sie z. B. ein Spiel länger als 2 Wochen nicht mehr gespielt haben. Einige wichtige Apps lassen sich nicht deinstallieren, aber Sie können sie zumindest deaktivieren, was ebenfalls Speicherplatz verschafft.

    Chatverläufe und Cache löschen

    Viele Smartphone-Nutzer lieben WhatsApp, denn damit kann man blitzschnell mit seiner Umwelt kommunizieren und Bilder und Videos versenden. Doch auch damit wird der interne Speicher belastet. Deshalb ist es sinnvoll, immer mal wieder den Chatverlauf zu löschen. Bilder und Videos kann man zuvor sichern, damit sie nicht verloren gehen. Positiv ist, dass man sowohl bei Android- als auch bei iOS-Geräten einzelne Nachrichten oder den gesamten Chat löschen kann. Wählen Sie auf Ihrem Smartphone einfach die Chat-Einstellungen aus, dann stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

    Ein weiteres Hilfsmittel zur Freigabe von Speicherplatz ist die Leerung des Cache-Speichers. Der Cache-Speicher ist ein Zwischenspeicher, in dem sich temporäre Dateien befinden, die eigentlich nicht mehr benötigt werden. Wenn Sie die App-Einstellungen aufrufen und eine App auswählen, dann können sie gezielt deren Cache löschen.

    Und ein Tipp zum Schluss

    Sie können selbst einiges tun, um den Speicherplatz Ihres Handys zu erhalten. Eine regelmäßige „Pflege“ Ihres Gerätes, bei der überflüssige und ungenutzte Speicherfresser entfernt werden, erleichtert das Leben schon deutlich.

    Sie können aber auch vor dem Kauf eines Handys prüfen, ob es über eine Speicherkartenerweiterung verfügt. Dann können Sie viele Dateien auf einer zusätzlichen SD-Karte sichern, ohne den internen Speicher Ihres Smartphones zu belasten.

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