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  • Samstag, 18. Juli 2020,

    Wie Technologie und Social Media familiäre Beziehungen beeinträchtigen

    Gemunkelt wird es immer wieder, aber erst wenn man sich selbst in der Situation befindet, weiß man es mit Gewissheit: Mobile Technologien und Social Media bestimmen nicht nur den Alltag von Schülern und jungen Erwachsenen, sondern den ganzer Familien.

    Das Meiste geschieht hierbei jedoch heimlich oder auf verborgene Weise im Internet. Dazu zählen nicht etwa nur Videospiele und das Surfen auf Instagram durch die Kinder, sondern auch das Online-Shopping der Mütter oder der Fakt, dass Väter online Cialis kaufen.

    Was sich zunächst dramatisch anhören mag, ist bei näherer Betrachtung keine Übertreibung. Denn viele Eltern und Kinder können mittlerweile kaum noch die Augen von den Smartphones bzw. die Finger vom Internet lassen. Hierbei kommt nicht nur das gemeinsame Familienleben zu kurz. Vielmehr ändert sich auch die Art und Weise, wie in einer Familie miteinander interagiert wird.

    Das Smartphone als Droge

    Sie kennen es, wenn Sie nur einmal kurz etwas auf Facebook oder Twitter checken wollen, aber dann doch wieder 30 Minuten am Smartphone sitzen, weil ein interessanter Inhalt nach dem anderen folgt. Aber es geht nicht nur Ihnen so, denn schließlich wurde Social Media mittlerweile extra hierfür konzipiert.

    Ziel von Social Media ist es, die Zeit, die ein Mensch vor dem Bildschirm verbringt, zu maximieren. Hiervon hängt nämlich die Erfolgschance der zu verkaufenden Produkte ab. Umso länger ein Mensch vor dem Bildschirm sitzt und mit Werbung bespielt wird, umso höher ist die Chance, dass er sich etwas kaufen möchte.

    Konkret bedeutet das, dass findige Entwickler immer wieder neue Möglichkeiten entwerfen, mit denen sowohl Kinder als auch Erwachsene vor den Bildschirm gezogen werden und dort gehalten werden sollen. Doch das ist nicht das einzige Problem, denn Social Media dient in dieser Hinsicht als besonderer Katalysator.

    Social Media und die Verzerrung der eigenen Realität

    Auf Social Media werden alle Teilnehmer mit Scheinwirklichkeiten bombardiert, welche suggerieren, dass man auch schnell zum lange währenden Glück kommen kann. Entweder indem man sich ein neues Produkt kauft oder indem man sich eine Reise zu einem besonderen Ort gönnt.

    Denn, wie sich sehen lässt, gibt es viele andere Menschen auf Social Media, sogenannte Influencer, welche ebenfalls ein dauerhaft glückliches Leben führen. Was hierbei jedoch meist nicht bewusst wahrgenommen wird, ist der Fakt, dass Influencer eben hierfür bezahlt werden.

    Influencer sind nämlich Menschen, die dafür Geld bekommen, dass sie andere Menschen beeinflussen Produkte zu kaufen. Diese Art von Beeinflussung geschieht meistens durch das mehr oder weniger prominente Bewerben von Produkten, die suggerieren, dass man mit ihnen eine höhere Lebensqualität erhält.

    Das können sowohl eine neue Uhr als auch eine Reise in die Karibik, das Nutzen einer bestimmten Kreditkarte oder doch ein Zahnbleaching-Set sein. Abhängig vom gebotenen Betrag der Unternehmen und den eigenen Interessen des Influencers lassen sich hierbei unterschiedliche Kompromisse schließen.

    Menschen, sowohl Eltern als auch ihre Kinder, die sich dieser Beeinflussung ständig ausgesetzt sehen, kaufen nicht nur wahrscheinlicher die beworbenen Produkte. Vielmehr sehen sie die auf Social Media dargestellte „Realität“ als Vorbild für deren eigene Realität, was eine Diskrepanz aufwirft, welche mit zahlreichen, negativen Begleiterscheinungen daherkommt.

    Dazu zählen nicht etwa nur unrealistische Erwartungen an das eigentliche Leben, sondern teilweise auch Depressionen und Angstzustände, welche sich negativ auf das Familienleben übertragen können. Doch es muss nicht soweit kommen, wenn man sich bewusst zu einem gelegentlichen bis häufigen Abstand von Social Media entscheidet.

    Abschließend lässt sich festhalten, dass Social Media, wie auch andere Dinge, in Maßen möglicherweise noch erträglich sein kann, aber schnell einen negativen Einfluss auf ganze Familien ausübt. In dieser Hinsicht ist besonders darauf zu achten, dass sowohl Eltern als auch ihre Kinder die zwischenmenschliche Kommunikation aktiv anstreben, ohne jegliche mobile Endgeräte dabei zu involvieren. Dies kann beispielsweise in Form von Brettspielabenden oder Familienausflügen sein, bei denen die Familie und die wirkliche Realität, mit all ihren Höhe- und Tiefpunkten, im Vordergrund steht.

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