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  • Sonntag, 15. November 2015,

    Wie geht es weiter mit den Flüchtlingen im Max-Braun-Zentrum?

    Vorstandsmitglieder des Max-Braun-Zentrums mit Ortsvorsteher Hans Peter Wack

    (v.l.n.r.) Vorstandsmitglieder Joachim Volz, Thomas Etringer (Koch) und Elena Seibel mit Ortsvorsteher Hans Peter Wack

    Seit 7 Wochen läuft das Projekt „Flüchtlinge im Max-Braun-Zentrum“ bei Steinberg-Deckenhardt. Ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Saarlouis.

    50 Jugendliche, meist Syrer unter 18 Jahren haben die Unterkunft im Jugendzeltlager bezogen.

    Am Dienstagabend fand im Gasthaus Stephan eine Informationsveranstaltung mit dem Vorstand des Max-Braun-Zentrums und dem Ortsvorsteher Hans-Peter-Wack statt.

    Man kann sich nicht vorstellen, was die jungen Menschen alles auf ihrer Flucht erlebt haben. Von Zuhause vor Assad, der Isis und den Rebellen geflüchtet, gestrandet in Ungarn oder der Türkei, geschlagen, missbraucht, als Sklave gehalten oder im Knast mit Schwerverbrechern gesessen, bis sie endlich in Deutschland ihren Zufluchtsort erreicht hatten.

    Hier im Max-Braun-Zentrum werden sie von einem 15-köpfigen Team mit Elena Seibel, der Projektleiterin, Thomas Etringer als Koch und Joachim Volz als Sozialarbeiter rund um die Uhr betreut.

    Damit die jungen Flüchtlinge Struktur in den Alltag bekommen, nehmen sie ihre zum Teil selbst zubereiteten Mahlzeiten alle zusammen an einem Tisch ein. Jeder Jugendliche erhält zudem zwei Stunden Deutschunterricht pro Tag. Damit die Integration auch gelingt, haben viele Dorfbewohner von Steinberg sich bereit erklärt, den Jungs die zahlreichen Vereine vorzustellen.

    Großes Interesse von seitens der Kids, besteht im Bereich Fußball. Da ist der Bedarf an passender Kleidung und Schuhen noch groß

    Ganz klar aber ist noch nicht wie es Anfang des Jahres mit den Flüchtlingen dort weiter geht. Ab Januar 2016 übernimmt der Stadtverband die Aufgaben des Kreisjugendamtes. Die Verhandlungen laufen bereits. Thomas Etringer vom Vorstand glaubt aber:  ,, Wir sind zuversichtlich, dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden“. Denn das Max-Braun-Zentrum verfolgt auch seine eigenen Ziele.  ,,Man könne sich vorstellen“, so Etringer ,,ein Teil der Jugendlichen weiter zu betreuen und der Rest der Unterkunft soll im Frühjahr wieder für die Jugendgruppen zur Verfügung stehen“.

    Die Mitarbeiter haben ehrgeizige Ziele: Den Jugendlichen durch psychische Betreuung zu helfen, die traumatisierende Erlebnisse zu verarbeiten und sie ins Dorfleben zu integrieren mit Hilfe der Bevölkerung, um ein Stück Normalität in ihren Alltag zu bringen.

    Mit so einer großen Anteilnahme hatte selbst der Ortsvorsteher Hans-Peter Wack nicht gerechnet. Der Saal im Gasthaus Stephan war voll besetzt und die Dorfbewohner hatten gute Ideen die Jugendlichen in das dörfliche Leben mit einzubeziehen.

    Bildquellen: Isabelle

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