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  • Mittwoch, 23. Dezember 2020,

    Wichtiges Engagement auch in Zeiten von Corona: Dr.-Walter-Bruch-Schule ist „Fairtrade-School“

    Foto: Laura John, zeigt das Gründungsteam der AG Nachhaltigkeit und Fairtrade der Dr.-Walter-Bruch-Schule, aufgenommen im Oktober 2019

    Die Dr.-Walter-Bruch-Schule freut sich sehr über die Auszeichnung als Fairtade-School. Eine feierliche Übergabe ist wegen Corona-Bedingungen erst für den Anfang 2021 geplant. Dem gemeinsamen Einsatz des Fairtrade-Schulteams ist es zu verdanken, dass der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des schulischen Alltags integriert wurde.



    Schulleiter Hubert Maschlanka richtet sich mit einem großen Lob zum Erreichen der Zertifizierung an die Schüler und Lehrer des BBZs: „Wir reihen uns in den Kreis derjenigen ein, die fair gehandelte Produkte nutzen und unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer setzen, in Kooperation mit dem Landkreis St. Wendel, ein Zeichen im Alltagskonsum, im Unterricht und in Projekten. So wird zum Beispiel Wert auf fair gehandelten Kaffee und Kakao im Bistro gelegt. In mehreren Fächern werden Produkte und deren Wege im Hinblick auf eine gerechtere Welthandelsordnung untersucht. Eine Modenschau, als Schnittmenge von Produkten des Weltmarktes, ist in Vorbereitung, um auch die Freude beim fairen Handel und Handeln zu verdeutlichen. Lehrkräfte und Schüler/-innen können stolz sein!“
    Dass die Idee funktioniert, zeigt das große bundesweite Interesse von Schulen jeder Schulform und Größe. Derzeit gibt es in Deutschland 714 Fairtrade-Schools.

    Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair freut sich über das junge Engagement für den fairen Handel. „Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die Entscheider von morgen. Wenn wir es schaffen, dass nachkommende Generationen ein Verantwortungsbewusstsein für faire Produkte und nachhaltigen Konsum entwickeln, kommen wir dem fairen Welthandel ein großes Stück näher“, so Overath weiter.



    Seit 2012 engagieren sich Schüler und Lehrer mit der Fairtrade-Schools-Kampagne bundesweit für einen gerechteren Handel. Als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ trägt die Kampagne dazu bei, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), umzusetzen: Die Schulen verankern den fairen Handel im Schulalltag und schaffen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus zeigt die Kampagne konkrete Handlungsoptionen auf. Für den Titel Fairtrade-School müssen sie fünf Kriterien erfüllen: Zunächst muss sich ein Fairtrade-Schulteam gründen und im sogenannten „Kompass“ die Ziele als zukünftige Fairtrade-School festgehalten werden. Neben dem Einsatz von fairen Produkten an der Schule wird der faire Handel im Unterricht behandelt und mindestens eine Veranstaltung zum fairen Handel wird im Schuljahr organisiert. (www.fairtrade-schools.de)

    Nach der Gründung des Fairtrade-Teams und der Festlegung schulinterner Ziele hat die Dr.-Walter-Bruch-Schule im letzten Jahr eine Weihnachtsaktion durchgeführt und zu Valentinstag an einer Fairtrade-Rosenaktion teilgenommen. Ebenso wurden die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit fest in den Unterricht verschiedenster Fächer und Schulformen integriert. Mit der Etablierung von Fairtrade-Kaffee beim Verkauf durch die Bäckerei Gillen wurde auch das letzte, wichtige Ziel auf dem Weg zur Fairtrade-School erreicht. „Die Auszeichnung sollte uns Ansporn sein, auch in diesem Schuljahr weiter an dem Fairtrade Gedanken zu arbeiten. Durch die Aufnahme der Themen im Unterricht konnten wir eine wertvolle Orientierung bieten und Werte vermitteln“, so Claudia Forster-Bard, Lehrerin und eine der Initiatorinnen der Bewerbung.  

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