Lebkuchen und Spekulatius als „Herbstgebäck“ im Regal

Weihnachtsgebäck im September: Früher Verkaufsstart sorgt für Diskussionen

Lebkuchen im Regal bei Globus St.Wendel im September 2021

Wer in diesen Tagen durch die Supermärkte im Landkreis St. Wendel schlendert, hat es vielleicht schon bemerkt: Lebkuchen, Spekulatius und Co. liegen bereits in den Regalen. Während die Temperaturen noch wenig weihnachtlich sind, sorgt der vorzeitige Verkaufsstart des Gebäckes bei den Kunden für gemischte Reaktionen – von Erstaunen über Verärgerung bis hin zu Gleichgültigkeit.

Offiziell wird das Gebäck aktuell als „Herbstgebäck“ vermarktet, und auf den Verpackungen fehlen noch weihnachtliche Motive. So versuchen die Hersteller, den frühen Verkaufsbeginn zu rechtfertigen. Doch die Tradition, Lebkuchen und andere Leckereien ausschließlich im Winter zu genießen, hat tiefe Wurzeln: Sie soll auf den 30-jährigen Krieg (1618–1648) zurückgehen, als aufgrund von Gewürzmangel Gebäck nur zu besonderen Anlässen gebacken wurde.

Während die meisten Deutschen diese Tradition fortführen, wird in Ländern wie Polen Lebkuchen das ganze Jahr über genossen, wie Herman Bühlbecker, Inhaber der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz, berichtete. Doch hierzulande löst der frühe Verkaufsstart jedes Jahr aufs Neue Diskussionen aus – auch im St. Wendeler Land.

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