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  • Donnerstag, 6. Februar 2020,

    Volleyball: Teilnahme an Vorlizenzierung – TV Bliesen sondiert Aufstiegsoption

    Foto: Stefan Haben

    Bliesen. Nach der starken Siegesserie in der 3. Liga Süd öffnen sich neue Türen: Volleyball-Drittligist TV Bliesen sondiert im Rahmen des Vorlizenzierungsverfahren der Volleyball-Bundesliga (VBL) nun auch offiziell seine Optionen für einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd. Der Club aus dem St. Wendeler Land hat zum 31. Januar formal seine Teilnahme am Verfahren erklärt. „Diese Vorlizenzierung ist – unabhängig von der sportlichen Qualifikation – Voraussetzung für die Beantragung einer Lizenz für die 2. Bundesliga“, so Bliesens Teammanager Matthias Pons. Denn bisher ist auch offen, ob der TVB den nötigen finanziellen Mehraufwand stemmen könnte. „Im Hintergrund laufen die Gespräche auf Hochtouren und es gibt positive Signale. Aber für einen Dorfverein ist es eine große Herausforderung, einen mittleren fünfstelligen Betrag zusätzlich zu erwirtschaften“, so Pons. Die Teilnahme am Verfahren verpflichte den saarländischen Club allerdings nicht zum Aufstieg: „Den eigentlichen Lizenzantrag müssten wir im April stellen. Bis dahin muss und wird dann eine Entscheidung gefallen sein“, erläutert er.

    Doppelte Prüfung für Bliesen

    Gemeinsam mit sieben anderen deutschen Männer-Vereinen optiert Bliesen für einen Platz in der 2. Bundesliga, die im Volleyball zweigleisig in Nord- und Südstaffel eingeteilt ist. Allerdings können nicht alle Interessenten der Saison 2020/21 auch tatsächlich in die zweithöchste Spielklasse aufsteigen. „Die jeweiligen Meister der Dritten Ligen steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Falls in den Staffeln mehr Plätze frei sein sollten oder der Meister einer Dritten Liga auf den Aufstieg verzichtet, könnte auch der Zweit- und/oder Drittplatzierte aufsteigen“, erläutert Linda Damerau, zuständige Managerin der 2. Bundesligen. Im Rahmen der Vorlizenzierung unterziehen sich die Vereine einer umfassenden Prüfung um damit ein passendes Konzept für die 2. Bundesliga aufsetzen und bewältigen zu können. Von Seiten der Volleyball Bundesliga wird dabei erwartet, dass „der sportliche Erfolg und die Wirtschaftlichkeit in Einklang stehen“. Über Langeweile kann sich das TVB-Team um den sportlichen Leiter Gerd Rauch deshalb aktuell nicht beschweren. Denn gemeinsam mit seinen Sponsoren und Partnern möchte Bliesen in den nächsten Wochen versuchen, diese Hürde zu bewältigen.

    Noch zwei wichtige Heimspiele

    Sicher ist, dass die sportliche Entscheidung für Bliesen in den verbleibenden vier Spielen fallen wird. Da die Verfolger aus Fellbach und Blankenloch weniger Partien absolviert haben als der TVB, sei das Tabellenbild laut Pons „ein wenig trügerisch“. Zumal die Saarländer am 15. Februar ein nicht wenig pikantes Gastspiel beim aktuellen Zweiten aus Blankenloch bestreiten müssen. „Die haben schon angekündigt, dass sie uns in ihrer Halle nicht wirklich jubeln sehen möchten“, schmunzelt Pons. Und auch nach dem letzten Heimsieg gegen Feldkirchen konstatierte Spielertrainer Philipp Sigmund, dass „bei den Jungs aufgrund der Tabellensituation auch der Kopf zu arbeiten beginnt“. Das Rennen wird dabei möglicherweise in den letzten beiden Heimspielen entschieden, die am 29. Februar gegen Rüsselsheim und am 21. März gegen Rottenburg stattfinden. Im Endspurt um die Meisterschaftsentscheidung zählen Sigmund und seine Mitspieler auf die Unterstützung ihrer Anhängerschaft. Denn eines ist für den 26-jährigen Coach bereits entschieden: „Die Unterstützung unserer Fans ist überragend!“.

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