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  • Samstag, 2. März 2019,

    Unterhaltungstrend: Die Ära des Online-Streaming löst das Fernseh-Zeitalter ab

    Ohne Zweifel hat sich in den vergangenen Jahren viel in der Unterhaltungsindustrie bewegt. Mit dem Auftauchen und Erstarken von Streaming-Anbietern wie Maxdome, Amazon Prime und nicht zuletzt dem Giganten Netflix hat sich das Fernsehverhalten vieler Menschen verändert. Im Vordergrund steht dabei, sich nicht mehr an feste Zeiten halten zu müssen und Formate individuell an den eigenen Geschmack angepasst aus einem riesigen Angebot auswählen zu können. Insbesondere die jüngeren Generationen, die als „Digital Natives“ bezeichnet werden können, kehren dem klassischen Fernsehen immer mehr dem Rücken zu und bevorzugen Film- und Serienstreamingdienste. Dabei lässt sich unter Streaming wesentlich mehr subsumieren, als der prototypische Nutzer annimmt – Hier kommt eine Übersicht.

    Filme und Serien

    Die Klassiker des Streamings sind sicherlich Filme und Serien, die teilweise von Streaming-Anbietern aufgekauft und oder sogar selbst für ihre Plattform produziert werden. Für einen monatlichen Festpreis steht den Nutzern unbegrenztes Fernsehvergnügen zur Verfügung. Zuletzt schaffte Netflix sogar den Sprung in die Königsklasse der Filmwelt und räumte mit den Eigenproduktionen „Roma“ und „The Assassination of Gianni Versace“ Golden Globes sowie Oscars ab. Die Fusion aus linearer Unterhaltung und flexiblem Streaming hat somit offiziell begonnen.

    Mediatheken

    Auch Online Mediatheken von Fernsehsendern wie ARD oder RTL bieten Streaming-Optionen. Schafft der Zuschauer es nicht pünktlich um 20:15 Uhr zum Tatort oder zur neuesten Ausgabe von DSDS, kann er sich so das Format auch noch Tage später im Internet ansehen. Zusätzlicher Vorteil bei den Mediatheken der privaten Sender ist, dass es beim Nachschauen in den Mediatheken wesentliche weniger und vor allem kürzere Werbepausen gibt.

    Sportveranstaltungen

    Auch Fußballspiele oder sonstige sportliche Events können im Internet gestreamt werden. Je nach Videoqualität und Übertragungsrechten gibt es die Streams kostenlos oder aber für ein einmaliges bzw. monatliches Entgelt. Bei Esport-Wetten können über verschiedene Anbieter in Echtzeit Einsätze platziert werden, deren Ausgang im Live-Streaming beobachtet werden kann. So kann das Sport-Streaming mit Sport-Wetten verbunden werden und bekommt eine zusätzliche spannende und interaktive Komponente.

    Videospiele

    Wer Videogames zwar toll findet, selbst jedoch nicht spielen möchte, kann auch passiv am Spaß teilhaben. Über verschiedene Plattformen wie Twitch werden echte Videospiele aus der Perspektive bestimmter Player übertragen, die live von Zuschauern mitverfolgt und kommentiert werden können. So ist der Fan ganz nah mit dabei, ohne selbst in das Geschehen eingreifen zu müssen.

    Social Media

    Auch in den sozialen Netzwerken wird häufig mit Live-Streams hantiert. Sei es auf Facebook in Urlaubsvideos, bei Trainings-Tutorials auf Instagram oder bei sogenannten Pranking-Videos auf Youtube – es gibt vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Abonnenten an Lebensereignissen teilhaben zu lassen. Das Besondere hieran ist zudem, dass auch Amateure und Nicht-Prominente ihre Streamings mit der Netzwelt teilen können, ohne über eine Filterinstanz gehen zu müssen.

    Bei diesen abwechslungsreichen Unterhaltungsmöglichkeiten ist es kein Wunder, dass Streaming so beliebt ist. Jeder dritte Deutsche nutzt mittlerweile nämlich Streaminganbieter wie Netflix & Co. Würde die Berechnung die Nutzung von Videospiel-, Sport- oder Social Media-Streams miteinbeziehen, läge diese Zahl wohl noch um ein Vielfaches höher. Es bleibt abzuwarten, ob das Online-Streaming tatsächlich das Fernsehen langfristig verdrängen wird. Die bisherige Entwicklung scheint allerdings tatsächlich darauf hinzudeuten.

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