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  • Freitag, 4. Dezember 2020,

    Umweltminister überreicht Bienenfutterautomat an Landrat

    Foto:Lukas Kowol

    Umweltminister Reinhold Jost hat einen Bienenfutter-Automaten der Initiative “Bienenretter e.V.“ an Landrat Udo Recktenwald überreicht. Der Automat steht in der St. Wendeler Mommstraße 31, vor dem Kreisbauamt. Aus dem Bienenfutter-Automaten können Bürgerinnen und Bürger zukünftig Krokus-Knollen oder Blühmischungen ziehen. In den Garten gepflanzt, bilden diese im kommenden Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. „Gerade im frostigen Frühjahr ist das Futterangebot für Insekten noch sehr knapp. Frühjahrsblüher sind deshalb für Bienen, Hummeln und andere Insekten, die auf Nektar angewiesen sind, Gold wert“, betont Umweltminister Jost. „Damit unsere Insekten nach einem entbehrungsreichen Winter genug Nahrung finden, kann schon jetzt jeder Saarländer und jede Saarländerin im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon etwas tun. Die Bienenfutter-Automaten sind eine schöne Möglichkeit hierzu.“



    „Der Automat ist eine schöne Ergänzung unserer zahlreicheren nachhaltigen Aktivitäten für Insekten und Wildbienen“, sagt Landrat Udo Recktenwald. „Im Frühjahr 2019 startete unser Projekt ‚Der Kreis St. Wendel blüht auf‘: Wir verteilen kostenlos Saatgutmischungen, die insbesondere eine Nahrungsgrundlage für Wildbienen bilden. Mittlerweile machen fast 800 Bürgerinnen und Bürger mit. Vor kurzem haben wir den Bundeswettbewerb ‚Naturstadt‘ gewonnen. Die 25.000 Euro Preisgeld investieren wir in die Schaffung insektenfreundlicher Lebensräumen im Umfeld von Schulen. 25.000 Euro gab es auch für den Gewinn des Wettbewerbs ‚Klimaaktive Kommune‘, und zwar für unseren Probeanbau der Energiepflanze Durchwachsene Silphie‘ – die auch besonders insektenfreundlich ist.“

    Der quietschgelbe Bienenfutterautomate in der Mommstraße entstand aus einem alten Kaugummi-Automaten, der recycelt einen neuen Zweck erfüllen. Statt Kaugummis enthalten sie derzeit Kapseln mit Krokusknollen, die bei frostfreiem Boden bis in den Dezember gepflanzt werden können und sich mit den Jahren selbst vermehren. Wer 50 Cent einwirft, bekommt eine solche Kapsel mit mehrjährigem Saatgut.



    Damit die Kapseln nicht einfach im Müll landen, sondern wieder befüllt werden können, sollte man sie nach der Leerung in den dazugehörigen Briefkasten neben den Bienenautomaten werfen. Der Erlös aus den Automaten soll in die Nachbestellung von Saatgut reinvestiert werden und so der ehrenamtlichen Initiative “Bienenretter e.V.“ zugute kommen, die das Bienenfutter zur Verfügung stellt und in Kooperation mit dem Erfinder, dem Dortmunder Sebastian Everding, die Idee der Futterautomaten in die Tat umgesetzt hat.

    „Besonders Bienen und Wildbienenarten gehören zu den wichtigsten Bestäubern und haben eine enorme ökologische Bedeutung für Natur, Landwirtschaft und somit auch für den Menschen. Da die quietschgelben Automaten gleich ins Auge fallen, sind sie auch eine ausgezeichnete Werbung. Sie erinnern die Bürger daran, dass sie selbst viel tun können, damit es Bienen und anderen Insekten gut geht “, so Minister Jost. „Wir wollen weitere Automaten nicht nur an Landratsämter, sondern auch an ehrenamtliche Vereine und Naturschutzinitiativen übergeben.“ Eine Liste mit den Standorten der Automaten wird fortlaufend auf der Website des Ministeriums ergänzt werden.

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