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  • Dienstag, 26. November 2019,

    Türkismühle: „Wir kennen all das, was passiert ist nur noch aus den Geschichtsbüchern“- Bildungs-Netzwerk St. Wendeler Land wurde um das Themenfeld „Erinnerungskultur“ erweitert

    Türkismühle. Schüler heutzutage kennen die Geschehnisse aus der nationalsozialistischen Zeit nur, wenn ihnen jemand davon erzählte. Dass die Erinnungskultur aber ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist, wird auch damit verdeutlich, dass sie nun Teil des Bildungs-Netzwerk St. Wendeler Land ist. Die Lernortangebote wurden am Freitag an der Gemeinschaftsschule Türkismühle vorgestellt. 

    Seit 2012 schon verknüpft das Bildungs-Netzwerk St. Wendeler Land außerschulische Lernorte und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die „Kommunalen Bildungslandschaften“, in denen außerschulische Lernorte zu den Themenbereichen „Natur und Landschaft“ sowie „Kulturelles Erbe“ mit den Bildungseinrichtungen in einer Gemeinde vernetzt werden. Neben gemeindespezifischen Lernorten gibt es auch kreisweite Lernorte zu den verschiedenen Themenfeldern des Netzwerkes, die allen Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Durch diese unterschiedlichen Themen soll es den Schülern ermöglicht werden, ihre Heimat näher kennenzulernen. Für die jungen Menschen ist es wichtig zu wissen, wo sie herkommen und wer sie sind. Für Landrat Udo Recktenwald heißt diese Heimatverbundenheit auch weltoffen zu sein und mit offenen Augen durch die eigene Heimat gehen zu können. 

    Nun wurde als 8. Themenfeld auch die „Erinnerungskultur“ mit aufgenommen. Denn für die Schüler heute sind die Erzählungen aus der Zeit des Nazionalsozialismus weit weg. Aber „das was damals geschehen ist, war nicht nur in Berlin, sondern auch ganz konkret bei uns vor Ort“, wie es Jörn Didas vom Adolf Bender Zentrum ausdrückt. Um dies zu verdeutlichen bietet das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel, der Verein Wider das Vergessen und gegen Rassismus, die Heimatfreunde Urweiler, die Stolperstein-AG der Gemeinschaftsschule Türkismühle und der Historiker Michael Landau unterschiedliche Möglichkeiten für Schulen, Lernorte im Bereich „Erinnerungskultur“ in Anspruch zu nehmen. Insgesamt liegen nun 21 unterschiedliche Angebote vor, die die Schulen nutzen können. Bei manchen davon kommen die Anbieter zu den Schulen und andere bringen die Schüler zu Orten jüdischen Lebens, an denen sie erfahren können, wie es früher in ihrer Heimat war. Mit dabei sind Wander- oder Radtouren, die zum Beispiel von der Stolperstein-AG angeboten werden, aber auch Zeitzeugengespräche, die das Adolf Bender Zentrum organisiert. 

    Nun bleibt es an den Schulen diese Angebote zu nutzen um ihren Schülern die Möglichkeit zu geben, das was ganz nahe um sie herum schreckliches passiert ist zu erfahren und damit auch dafür Sorge zu tragen, dass so etwas nicht wieder passieren wird. 

    Die Angeboten finden Sie hier im Überblick.


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