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  • Freitag, 5. Juni 2020,

    Tourismusregion St. Wendeler Land hat stark gelitten – DEHOGA Saarland unterstützt Gastrobetriebe mit Info-Kampagne

    v.l.n.r.: Michael Bucher (DEHOGA), Landrat Udo Recktenwald, Klaus Simon (Parkschenke, Nonnweiler), Martina Scheer (Leiterin Tourist-Info St. Wendeler Land)

    Da Gaststätten und Hotels seit einiger Zeit wieder unter hygienischen Auflagen geöffnet haben dürfen, hat der DEHOGA Saarland (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) eine Info-Kampagne gestartet, um die Betreiber sowie ihre Gäste auf die geltenden Bestimmungen hinzuweisen und ihnen als Ratgeber zur Seite zu stehen. Gemeinsam mit Landrat Udo Recktenwald wurde diese Kampagne durch den Vizepräsidenten des DEHOGA Saar, Michael Buchner, im Victor’s Seehotel Weingärtner in Bosen vorgestellt.



    Für den Landkreis St. Wendel als Tourismusregion waren die vergangenen Monate ein erheblicher Einschnitt. Und „für die betroffenen Betriebe ein ganz gravierender Einschnitt, die letzten drei Monate mit Schließungen und ohne Gäste auskommen zu müssen“, betonte der Landrat. „Geschlossen hat man schnell etwas, eine langsame Wiedereröffnung unter Bedingungen ist da schwieriger“, so Recktenwald weiter.  

    Die Zahlen, die er nannte, machten deutlich, wie stark sich die Krise in den letzten Monaten auf den Tourismus im St. Wendeler Land ausgewirkt hat: Im Jahr 2019 gab es im Landkreis noch 1 Mio. Übernachtungen, das war eine Steigerung von 1,3% gegenüber dem Vorjahr 2018 und machte ein Drittel der Übernachtungen im Saarland aus. Insgesamt durfte das St. Wendeler Land im vergangenen Jahr rund 275.000 Gäste begrüßen, 1,4% mehr als im Jahr 2018. Die Nettowertschöpfung lag 2019 bei 212,7 Mio. Euro, das waren 8,9% des Volkseinkommens. Der Steuerrückfluss lag bei 6,4 Mio. Euro.

    Auch zu Beginn des Jahres 2020 zeichnete sich eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr ab. Im Januar und Februar gab es ein Plus von 15,6% bei den Deutschen Gästen und ein Minus von 9,8% bei den ausländischen Gästen. Unterm Strich ein Plus gegenüber dem Jahr 2019. „Und dann kam der März“, so Recktenwald, „und dann kam Corona. Das hat uns natürlich hier auch zurückgeworfen.“ So gehe man nun davon aus, dass man in diesem Jahr durch Corona einen Verlust von 97.000 Gästen und 350.000 Übernachtungen haben werde. Das sei ein Minus von 100 Mio. Euro in der Nettowertschöpfung.

    Recktenwald hofft, dass möglichst viele Menschen den Urlaub zuhause, insbesondere in unserer Region zu schätzen wissen und ihn diesen Sommer gerne hier verbringen. Die Region um den Bostalsee und auch das Saarland böten sich dafür sehr gut an. Um die Gastronomie im St. Wendeler Land zu unterstützen und wieder anzukurbeln, hat der Landkreis unter anderem die Aktion „Essen verbindet“ ins Leben gerufen. Eine Aktion, die die Gäste sozusagen dafür „belohnt“, wenn sie regelmäßig in den teilnehmenden Restaurants speisen.

    Die Aktion des DEHOGA Saarland lobt der Landrat. Mit Informationen und Unterstützung in dieser Zeit für seine Betriebe da zu sein, die es für sich genommen schon schwer genug haben, all das umzusetzen, was umgesetzt werden muss, um Gäste empfangen zu dürfen. Der DEHOGA gibt den Betrieben einen Fahrplan an die Hand, sowie Hinweise und Banner, um ihnen die Umsetzung zu erleichtern. Und auch hier im Landkreis St. Wendel wird diese Aktion in den Gastbetrieben durch den DEHOGA umgesetzt. Erste Informationen sowie Ansprechpartner findet man auf der Internetseite des DEHOGA Saarland.

    „Dafür ist ja ein Verband da, dass er seinen Verbandsmitgliedern, aber nicht nur seinen Mitgliedern, sondern darüber hinaus allen Gastronomen im Saarland, Informationen an die Hand gibt. Und das werden wir jetzt auch verstärkt machen“, so Michael Bucher, Vizepräsident des DEHOGA Saarland und selbst Betreiber eines mittelgroßen Hotels. Neue Regelungen wie die, dass nun auch wieder 10 Personen aus verschiedenen Haushalten an einem Tisch zusammenkommen dürfen oder ein Buffet in Form eines Service-Buffets möglich ist, erleichtern die Wiederaufnahme der Betriebe.

    Auch an Konzepten, wie kleinere Betriebe wie „die Kneipe um die Ecke“ oder der Bäder- und Wellnessbereich bald wieder in Betrieb genommen werden könnte, arbeitet der DEHOGA.

    Zurzeit ist der DEHOGA Saarland dabei, eine Beratung aufzubauen. So soll es bald eine vor-Ort-Beratung für die Gastronomen geben. „Es gibt Beratungsbedarf. Das eine oder andere in den Texten ist nicht immer einfach zu verstehen. Vor allem, wenn man die Verfügung liest. Diese ist ja meistens sehr juristisch gehalten. Da kommt man nicht immer mit, wenn man nicht unbedingt Jurist ist“, erklärt Bucher.

    Gerade jetzt sei der Zusammenhalt in der Branche vor allem gegenüber den Herausforderungen besonders wichtig, betont er. Auch einen wichtigen Appell an die Bevölkerung hat er: „Bitte, liebe Gäste, haltet euch an diese Maßnahmen und die Regelungen, auch wenn sie unangenehm sind. Auch wenn sie als ungastlich oder unfreiheitlich empfunden werden. Wir brauchen die Hilfe der Gäste, damit es nicht zu Rückfällen kommt. Lasst uns uns alle an diese Regelungen halten, auch wenn sie unangenehm sind. Irgendwann werden sie auch wieder vorbei sein. Vielleicht kann man auch die eine oder andere positive Sache daraus ziehen.“ Dazu zählt er unter anderem die Digitalisierung, die in dieser Zeit einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.

    „Coronainformationen“ für Gastbetriebe finden Sie hier.
    Hier gibt es Informationen zur Corona-Krisenberatung.

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