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  • Freitag, 17. Mai 2019,

    Tholey: „Tag der Städtebauförderung“ auf dem Schaumberg

    Foto: Gemeinde Tholey/ehü

    Foto: Gemeinde Tholey/ehü

    Tholey. Das Himmelszelt auf dem Schaumberg war Schauplatz des fünften bundesweit gefeierten „Tags der Städtebauförderung“ im Saarland. Organisiert von der Gemeinde Tholey stand dabei die Übergabe von Zuwendungsbescheiden durch Staatssekretär Christian Seel an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Mittelpunkt. Wie Christian Seel erklärte, stehen im Saarland 2019 Städtebauförderungsmittel (Bund, Land, Kommunen und EU) in Höhe von über 32 Millionen Euro bereit.

    Eine Zuwendungsbescheid über rund 420.000 Euro konnte auf dem Schaumberg auch Bürgermeister Hermann Josef Schmidt in Empfang nehmen. Fließen soll das Geld in verschiedene städtebauliche Maßnahmen in Theley und Tholey. Konkret sind dies nach Angaben des Bürgermeisters die weitere Aufwertung des „Matzenecken“ und die Sanierung des Freizeithauses „St. Mauritius“ in Tholey oder die Gestaltung einer neuen Dorfmitte in Theley.

    Dabei hob Hermann Josef Schmidt die Bedeutung der Städtebauförderung für die Kommunen hervor: Dank der Förderung habe man beispielsweise in Theley bereits wichtige Verbesserungen erreichen können, weitere sollen folgen. So soll eine neue Ortsmitte zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und als Treffpunkt geschaffen werden. Mosaiksteine in Theley seien auch die so genannten „Trittsteine“, die als einheitlich gestaltete Plätze ein durchgängiges Bild entlang der Durchfahrtsstraße schaffen und den Ort aufwerten.


    Auch in Tholey sei in den zurückliegenden Jahren bereits Bemerkenswertes erreicht worden: Der Rathausplatz wurde neu gestaltet, ein Festplatz und die „Römerallee“ neu angelegt. Durch den Bau mehrerer Wohnanlagen ist hier ein attraktives Zentrum entstanden, das sicherlich zum guten Ruf Tholeys als attraktive Wohn-Gemeinde zum Leben beigetragen habe. „Unsere Kommunen sind den Aufwand wert“, ging Christian Seel auf die Wichtigkeit eine guten Lebensumfeldes für die Menschen ein. Gleichzeitig hob er auch auf den wirtschaftlichen Faktor hervor: „Ein Euro Fördermittel löst sieben Euro öffentliche oder private Folgeinvestitionen aus. Städtebauförderung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Saarland, insbesondere für das Handwerk und die regionalen mittelständischen Unternehmen.“

    Landeskonservator Dr. Georg Breitner ging in seinem Vortrag darauf ein, dass Städtebauförderung und Denkmalschutz keine Widersprüche seien, auch wenn der Erhalt des Erbes und eine moderne Weiterentwicklung oft einen Spagat verlange. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung auf dem Schaumberg von der Bläsergruppe „Schaumgebläse – pures Blech vom Schaumberg“. Zudem stellen Kommunen und andere Stadtentwicklungsakteure ihre Projekte auf Schautafeln im Himmelzelt vor.

    Im Anschluss an den offiziellen Teil im Himmelzelt konnten die Gäste dann in Theley und in Tholey bei „Ortskernrunden“ Städtebauförderung hautnah erleben: Unter dem Motto „Platz für Neues“ wurde in Theley ein Haus in der Primstalstraße abgerissen, um Platz für einen neuen „Trittstein“ zu schaffen. In Tholey wurden u.a. der Sanierungs-Bereich „Matzenecken“ und die Sanierungsarbeiten der Abtei vorgestellt. Bruder Wendelinus referierte dabei über die Geschichte und Perspektiven der Benediktinerabtei Tholey.

    Hintergrund:

    Seit 1971 ist die Städtebauförderung zentraler Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik des Landes und der saarländischen Städte und Gemeinden. Sie unterstützt unsere Gemeinden darin, städtebauliche und funktionale Missstände zu beseitigen. Das Saarland hat seit 1971 insgesamt rund 200 städtebauliche Gesamtmaßnahmen gefördert und hierfür Städtebaufördermittel (Bund/Land/Gemeinde) von über 600 Millionen Euro für Maßnahmen bereitgestellt. 

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