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  • Montag, 31. Dezember 2018,

    St. Wendeler Land: Was sind eure guten Vorsätze für 2019? Die Ergebnisse unserer Befragung

    Nun liegen die Festtage hinter uns, und morgen steht schon der Silvesterabend vor der Tür. Das Jahresende nehmen viele von uns zum Anlass, um ein Resümee zu ziehen und darüber nachzudenken, was in diesem Jahr gut gelaufen ist und was sie im kommenden Jahr verändern möchten. Die guten alten Vorsätze und die damit verbundene Vorstellung davon, dass im neuen Jahr alles anders und besser laufen soll, diese Gedanken haben einige von uns.
    Wir haben uns am St. Wendeler Weihnachtsmarkt auf den Weg gemacht und euch stichprobenartig dazu befragt: Nun verraten wir euch zunächst die TOP 7 der guten Vorsätze der St. Wendeler- Land- Bewohner und geben euch anschließend ein paar Tipps für die Umsetzung eurer Vorhaben.

    TOP 1: „Ich möchte abnehmen und mich gesünder ernähren“
    „Wir haben es schon so oft versucht und sind immer wieder eingeknickt. Im nächsten Jahr möchten wir es endlich schaffen 10 Kilogramm abzunehmen“, so Sibylle und Günther A. aus Türkismühle. Insbesondere in der kühlen Jahreszeit sammeln sich bei dem ein oder anderen ein paar Extrapfunde an, die wir möglichst schnell wieder loswerden möchten. Der Erfolgsschlüssel um dauerhaft abzunehmen, liegt in einer Kombination aus einer Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung. Diäten führen nur zeitweise zu einem Erfolg, danach gibt es in den meisten Fällen den berühmten Jo-Jo- Effekt. Um die alten Essensgewohnheiten niederzulegen und sie durch neue zu ersetzen, kann es hilfreich sein sich für jede Woche einen Ernährungsplan zu erstellen. Weiht eure Partner oder eure Familie ein, sie werden euch sicher bei eurem Vorhaben unterstützen. Sucht euch gemeinsam Rezepte aus und kocht zusammen, das verbindet und hilft dabei motivier zu bleiben. Mit einer ausgewogenen Ernährung tut ihr eurer Seele, eurem Körper und eurer Figur etwas Gutes. Ihr steigert euer Wohlbefinden und fühlt euch spätestens nach den Anfangsschwierigkeiten deutlich besser. Einen gänzlichen Verzicht, zum Beispiel von Süßigkeiten, halten die meisten von uns auf Dauer nicht durch. Sinnvoller ist es bestimmte Genussmittel bewusst zu genießen und mit Maß und Ziel zu konsumieren.

    TOP 2: „Ich möchte (mehr) Sport treiben und aktiver werden.“
    „ Ich bin einfach zu faul. Ich muss es mir mal angewöhnen aktiver zu werden, das ist einfach gesund und wichtig“, so Manuel J. aus St. Wendel.
    Eine regelmäßige sportliche Betätigung ist wohltuend, gesund und setzt Endorphine frei. Außerdem fördert Sport die Konzentration, stärkt das Immunsystem und hilft dabei die Schlafqualität zu optimieren. Macht euch klar, warum ihr aktiver werden möchtet! Möchtet ihr einfach gesünder leben oder abnehmen? Baut die regelmäßige Bewegung fest in euren Alltag ein und packt eure Sportsachen schon morgens ein. In der Regel ist es gut sich direkt nach der Arbeit sportlich zu betätigen, denn wenn man erst mal mit der Couch geliebäugelt hat, fällt es normalerweise deutlich schwerer wieder aktiv zu werden. Auch hier könntet ihr euch Verbündete suchen, die euch bei eurem sportlichen Vorsatz tatkräftig unterstützen.


    TOP 3: „ Ich möchte mit dem Rauchen aufhören.“
    „ Eigentlich ist es ziemlich unklug fürs Krankwerden auch noch zu bezahlen. Das möchte ich nächstes Jahr ändern“, meint Aline T. aus Oberthal.
    Die Schäden, die für Raucher entstehen können sind gravierend. Zu nennen sind hier zum Beispiel (Lungen-) Krebs, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bluthochdruck, chronische Lungenerkrankungen und Impotenz. Aufgrund solcher Erkrankungen kann die Lebenserwartung eines Rauchers um bis zu 10 Jahre sinken. Hunderte Deutsche sterben täglich an den Folgen des Rauchens. Speziell für Raucherinnen steigt zusätzlich die Gefahr, an Gebärmutter- oder Brustkrebs zu erkranken. Die häufigsten gesundheitlichen Folgen, die durch das Rauchen entstehen, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie etwa Herzinfarkte und Schlaganfälle. Dadurch, dass Raucher pro Zigarette Tausende Chemikalien einatmen, sind die Folgeschäden für die Lunge am schlimmsten. Wenn ihr das Rauchen aufgeben möchtet, dann setzt euch kleine Ziele und reduziert die Zigarettenanzahl Stück für Stück. Wenn ihr von heute auf morgen aufhören möchtet, ist das natürlich sehr lobenswert, aber sicherlich ein harter Prozess. Erstellt euch eine Liste, was ihr an Stelle des Rauchens tun könntet. Nach circa 3 Tagen ist der schlimmste Entzug in der Regel überstanden. Innerhalb dieser Entwöhnungsphase, in der es ganz normal ist, dass ihr launisch, genervt und gereizt seid, solltet ihr euch mit anderen schönen Dingen belohnen.

    TOP 4: „ Ich möchte mir mehr Zeit für mich nehmen.“
    Einen stressigen Job, Familie und Freunde unter einen Hut zu bekommen ist alles andere als leicht. Da dann auch noch Zeit für sich zu finden ist superschwer, das nehme ich mir für nächstes Jahr aber fest vor“, sagt Elisa K. aus Freisen.
    Einige von uns neigen dazu, sich zu sehr um andere Menschen zu kümmern und sich selbst bei der Sache ganz zu vergessen. Zwischen Arbeit, Familie, Freunden und sonstigen Verpflichtungen kann man sich selbst schnell verlieren. Wir müssen lernen auch mal „Nein“ oder „Stopp“ zu sagen und uns um uns und unsere individuellen Bedürfnisse und Wünsche zu kümmern. Wir müssen uns Zeit für Hobbys und andere Dinge, die uns gut tun, nehmen. Nur so können wir ausgeglichen sein. Haltet euch jede Woche einen festen Tag oder einige Stunden an einem bestimmten Tag für euch selbst frei, das erzeugt Routine. Macht dies auch nach außen hin publik, so kann euer Umfeld auch besser Rücksicht darauf nehmen.

    TOP 5: „ Ich möchte weniger Alkohol trinken.“
    „ Ich bin nicht alkoholabhängig, aber ich denke trotzdem, dass es gesünder wäre weniger zu trinken. Drei-bis viermal Mal in der Woche Alkoholkonsum muss nicht unbedingt sein. Das möchte ich nächstes Jahr reduzieren“, meint Bernd H. aus Marpingen.
    Wer von uns trinkt abends nicht gerne mal ein, zwei oder auch drei Gläschen Wein? Alkohol, das wohl weitverbreitetste Genussmittel, wird in unserer Gesellschaft häufig unterschätzt, denn der Weg vom Genuss zum Missbrauch bis hin zur Abhängigkeit ist ein schleichender, fließender Prozess. Die Alkoholabhängigkeit ist eine sehr starke Sucht, die dementsprechend schwer zu überwinden ist. Wer zu viel Alkohol trinkt, riskiert schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen: Impotenz, Herzmuskel-Erkrankungen, Bluthochdruck, Gehirnschädigungen, die Abnahme der Gedächtnisleistung und des Konzentrationsvermögens, sowie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut. Auch Leberschäden, bis hin zur Leberzirrhose und Leberkrebs sind nicht selten. Der Alkoholkonsum kann zu Persönlichkeitsveränderungen, Depressionen und bis hin zu Selbstmordgedanken führen.
    Wenn ihr eure Trinkgewohnheiten, ändern möchtet, solltet ihr den Alkohol aus dem Haus verbannen und Wässer, Säfte oder Softdrinks bei den Mahlzeiten zu euch nehmen. Wenn ihr davon Abstand nehmt regelmäßig Alkohol zu konsumieren, profitiert euer Immunsystem und euer Gesamtbefinden davon. Denkt immer darüber nach wie schädlich das flüssige Gift auf Dauer für euch ist.
    Hilfe bei Alkoholabhängigkeit findet ihr unter anderem bei:
    Suchtberatungsstelle Knackpunkt St. Wendel
    Alter Woog 1
    66606 St. Wendel
    06851-8908122
    knackpunkt@stiftung-hospital.de


    Psychosoziale Beratungsstelle/Suchtberatung
    DOM Galerie Luisenstraße 2-14
    66606 St. Wendel
    06851-93560
    Info@caritas-wnd.de

    TOP 6: „Ich möchte mich mehr um meine Familie und meine Freunde kümmern.“
    Arbeit ist wichtig, aber nicht alles. Die Menschen, die man liebt sollten an erster Stelle stehen. Das möchte ich nächstes Jahr stärker beherzigen“, erklärt Volker N. aus Tholey.
    Die einen nehmen sich zu wenig Zeit für sich selbst, die anderen kümmern sich zu wenig um ihre Liebsten. Vereinbart feste Termine mit euren Freunden und eurer Familie, an denen ihr bestimmte, schöne Aktivitäten gemeinsam unternehmt. Legt schon direkt fest, was ihr tun möchtet und tragt es euch in euren Kalender ein. Solche Unternehmungen sind gleichermaßen von Bedeutung wie jobmäßige Verpflichtungen. Das fördert die persönliche Bindung und den Zusammenhalt. Feste Termine und die Vorfreude erschweren es euch diese abzusagen. Weiht eure Kollegen und Chefs in festverplante Zeiten ein, das schafft mehr Akzeptanz.

     

    TOP 7. „Ich möchte regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.“
    Ich schiebe die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen immer vor mir her. Das ist eigentlich leichtsinnig, das will ich im neuen Jahr direkt angehen“, so Nathalie B. aus Bliesen.
    Um möglichst früh Krankheiten erkennen zu können, müssen wir uns regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Insbesondere in Fällen familiärer Vorbelastung, sollten wir streng darauf achten. Am besten kümmern wir uns um solche Termine direkt zum Jahresbeginn und planen diese fest ein. Wenn euch Ängste und Sorgen plagen, dann nimmt eine Person eures Vertrauens mit. Denkt an euch selbst und eure Liebsten, solche Vorkehrungen sind im Interesse aller.

    Nachdem wir gerade beschrieben haben, was eure konkreten Vorsätze sind, beschäftigen wir uns nun mit der Umsetzung dieser. Die wahre Problematik liegt meistens darin, dass es uns immer wieder schwer fällt unsere guten Absichten und angestrebten Veränderungen auch in die Tat umzusetzen. Einige von uns lähmt der innere Schweinehund und so schleichen sich ganz schnell wieder die üblichen alteingesessenen Verhaltensmuster ein. Alleine daran scheitern schon viele unserer guten Vorsätze zum Jahresbeginn. Deshalb brauchen wir Stärke, Zielstrebigkeit und Motivation.

    Aber was kann uns nun konkret dabei helfen unsere Ziele zu erreichen?

    1. Das „Warum“?
    Führt euch immer vor Augen, warum ihr ein bestimmtes Ziel erreichen möchtet. Wenn ihr zum Beispiel sportlich aktiver werden möchtet, hat das häufig den Grund, dass ihr abnehmen möchtet und oder gesünder leben wollt. Langfristig gesehen sorgt das für Vitalität, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit. Denkt also vorausschauend und haltet euch immer wieder vor Augen warum ihr etwas verändern möchtet, um an eurem Ziel kontinuierlich dran bleiben zu können. Es ist schwer langfristig und vorausschauend zu denken, denn wir möchten, dass es uns schnell gut geht. Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier, seid ihr also erst Mal in eurem für euch passenden Rhythmus, wird es Stück für Stück leichter.


    1. Direkt beginnen
      Am besten beginnen wir damit unsere guten Vorsätze umzusetzen, sobald das neue Jahr begonnen hat. Je länger wir etwas vor uns herschieben, desto eher verliert es an Bedeutung und desto eher gauckelt uns unser Unterbewusstsein vor, dass es kein Problem wäre doch erst „nächsten Montag“ mit allem zu beginnen. Genau deshalb sollten wir am 1.1.2019 damit beginnen unsere Pläne in Angriff zu nehmen.

    2. Step by Step
      Nehmt euch nicht zu viel vor
      und setzt euch kleine Ziele. Wenn ihr mehrere Dinge ändern möchtet, dann beginnt erst einmal mit einem Vorsatz, bevor ihr euch schon dem nächsten widmet. Nachdem ihr Routine in der Umsetzung eines Ziels erreicht habt, könnt ihr den nächsten Vorsatz angehen. Zwischenziele helfen euch dabei Teilerfolge zu erleben, motiviert zu bleiben und euch zu steigern.
    3. Klares Ziel formulieren
      Klarheit
      kann dabei helfen dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen. Sobald ihr einen konkreten Vorsatz habt, dann verschriftlicht ihn. Wenn ihr zum Beispiel abnehmen möchtet, dann ist es nicht ausreichend einfach nur „Ich will abnehmen“ aufzuschreiben. Ihr solltet eine für euch stimmige, alltagstaugliche Strategie entwickeln, die euch dabei hilft euer Ziel zu erreichen. Beim Abnehmen wäre es beispielsweise hilfreich, wenn ihr euch die Anzahl der Kilos, die ihr verlieren möchtet und die Tage, an denen ihr Sport treiben möchtet, aufschreiben würdet. Das Schreiben eines Tagebuches kann euch dabei unterstützen eure Erfolge, Fehler und euer Befinden zu dokumentieren und klar zu erfassen.

    4. Eine Belohnung gönnen
      Wenn ihr Etappenziele erreicht habt, dann habt ihr es euch verdient euch zu belohnen. Lebt ihr beispielsweise seit einem Monat rauchfrei, könntet ihr euch mit einem Restaurantbesuch belohnen. Ratsam ist es in der Regel sich mit Dingen zu belohnen, die nicht in direktem Zusammenhang mit eurem Vorsatz stehen. Wollt ihr abnehmen, wäre es zum Beispiel nicht empfehlenswert euch mit Essen zu belohnen.

    5. Teamwork
      Tut euch mit Familienmitgliedern oder Freunden zusammen, die das gleiche Ziel verfolgen. Ebenso unterstützend könnte die Mitgliedschaft in Vereinen oder sonstigen Gruppierungen sein. So könnt ihr euch gegenseitig pushen, motivieren und euch in schweren Zeiten immer wieder aufhelfen.
    6. Immer wieder aufstehen
      „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen.“[Marcus Tullius Cicero]. Rückschläge und Misserfolge kommen immer wieder mal vor.
      Wichtig ist es, sich nicht unterkriegen oder davon aus der Bahn werfen zu lassen. Akzeptieren und nach vorne blicken, das lässt uns reifen. Wenn Misserfolge häufiger vorkommen, dann macht euch Gedanken darüber, vielleicht müsst ihr eure Herangehensweise überdenken.

    Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins Jahr 2019 und viel Erfolg bei der Umsetzung eurer guten Vorsätze.

    „Positives Denken und der Glaube an sich selbst, sind der Weg zum Erfolg“. [Josef Dlask]

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