Der Tod von Joachim „Cassius“ Clemens hat in der saarländischen Event- und Clubszene tiefe Trauer ausgelöst. Freunde, Weggefährten und langjährige Gäste seiner Diskotheken Kufa, Flash und Sound nehmen Abschied von einem Mann, der mit seiner Leidenschaft und seinem Gespür für Musik unzählige Nächte geprägt hat.
„Ein Großer hat die Bühne des Lebens verlassen“
Der saarländische Politiker Alex Zeyer würdigte Clemens mit emotionalen Worten:
„Ein Großer hat heute die Bühne des Lebens verlassen. Joachim Clemens, besser bekannt als Cassius, ist nicht mehr unter uns. Ich erinnere mich an unsere ersten Begegnungen, an die legendären Black Energy Partys, an unsere Abi-Partys und an unzählige Gespräche, Treffen und Nachrichten.“
Zeyer betonte, dass Clemens nicht nur Veranstalter war, sondern ein Visionär, Gastgeber, Freund und Partner, der mit seiner unermüdlichen Leidenschaft Orte schuf, an denen Menschen zusammenkamen, feierten und unvergessliche Momente erlebten:
„Flash, Kufa, Sound, Bosarium – das sind nur einige der Läden, in denen er über Jahrzehnte hinweg Millionen Gäste empfangen hat. Seine Partys waren ein Versprechen für faire Preise, große Stars und vor allem unendlich viele Endorphine.“
Facebook-Nutzer: „Er hat eine Ära geprägt“
Auch viele Clubgänger drücken auf Facebook ihre Trauer aus. Einer von ihnen schrieb:
„Cassius war eine prägende Figur meiner Jugend, ein Mann, der unzählige Nächte unvergesslich gemacht hat. Die Clubs Flash und Kufa waren nicht nur Orte zum Feiern, sondern Heimat für eine Gemeinschaft, in der wir die besten Zeiten unseres Lebens erleben durften.“
Besonders bewegend sind die persönlichen Geschichten, die mit seinen Clubs verbunden sind:
„Vor 25 Jahren habe ich dort meine Frau kennengelernt – die Frau, mit der ich heute zwei wundervolle Kinder habe. Ohne ihn und die Nächte, die er mitgestaltet hat, wäre mein Leben vielleicht ganz anders verlaufen.“
„Cassius war nicht nur ein Visionär und eine Legende der saarländischen Event- und Gastronomie-Szene, sondern vor allem ein großartiger Mensch und Unternehmer. Seine Leidenschaft, sein Engagement und seine unermüdliche Energie haben so viele Menschen inspiriert und zusammengebracht – mich eingeschlossen.“
„Ich bin dankbar für all die gemeinsamen Erlebnisse, für sein Vertrauen und für die vielen unvergesslichen Veranstaltungen und Highlights, die er uns allen ermöglicht hat.“
„Lieber Cassius, danke für die großartige Zeit und die beste Jugend, die wir durch dich erleben durften. Du hast mit deinen Clubs die Partyszene im Saarland geprägt. Wir hatten unvergessliche Partys, endlose Nächte und so viel Spaß im Flash. Als junges Küken durfte ich in den Ferien im Route 69 in Empuriabrava arbeiten – eine mega Zeit, in der ich Freunde kennengelernt habe, zu denen ich mich bis heute verbunden fühle. Und unglaublich, dass ich auf deinem Truck bei der Loveparade dabei sein durfte – was für eine wilde Zeit und wahnsinns Erinnerungen. Manchmal fühlt es sich an, als wären es verschiedene Leben gewesen. Du hast uns so viele besondere Momente geschenkt. Danke für alles. Ruhe in Frieden, lieber Cassius. 🤍“
„Vorhin haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass Du Deiner Krankheit erlegen bist. Es schmerzt zutiefst, Dich gehen lassen zu müssen.Du warst ein lebensfroher Mensch, voller Energie und Leidenschaft – und seit den 90ern durften wir so viele unvergessliche Momente miteinander teilen. Dein legendärer Train zur Loveparade, der Truck auf der Parade, die endlosen Nächte in der Kufa und im Flash, der erste Thai Break und so vieles mehr…Nun bist Du im Himmel – und ich bin mir sicher, dass Du dort die nächste Party vorbereitest. Wenn meine Zeit kommt, feiern wir gemeinsam weiter.“
Ein Vermächtnis, das bleibt
Clemens hat mit seinen Clubs nicht nur eine Party-Ära geprägt, sondern auch Generationen von Menschen zusammengebracht. Sein Name bleibt untrennbar mit dem Nachtleben des St. Wendeler Landes verbunden. Die Erinnerungen an ihn werden in den Geschichten seiner Gäste, in den Freundschaften und in den Familien, die sich durch ihn gefunden haben, weiterleben.
Ruhe in Frieden, Cassius Clemens.