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  • Montag, 11. März 2019,

    St. Wendeler Land: Sturmtief „Eberhard“ sorgte für Schäden

    Sturmtief „Eberhard“ traf am Sonntag auch den Landkreis St. Wendel. Mit 115 km/h wurden Sturmböen in Tholey gemessen. Über 130 Einsatzstellen mussten durch die rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren abgearbeitet werden.

    Bereits gegen 11:00 Uhr am Morgen liefen die ersten Einsätze auf.

    Der Schwerpunkt des Aufkommens lag in der Zeit zwischen 14:30 Uhr und 17:30 Uhr.

    Betroffen waren alle Kommunen im Landkreis mehr oder minder schwer.

    Das Einsatzspektrum erstreckte sich über umgestürzte Bäume, abgerissene Stromleitungen, abgedeckte Dächer, beschädigte Hausfasaden, umgefallene Bauzäune.

    Zudem fiel in einigen Ortsteilen der Strom aus.

    Eine besondere Gefahr bestand an vielen Einsatzstellen mit abgerissenen Stromleitungen darin, dass auf diesen sich noch immer Strom befand und somit zuerst der Energieversorger tätig werden musste und die Leitungen stromlos schalten. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb er Feuerwehr lediglich den Gefahrenbereich abzusperren.

    In verschiedenen Bereichen konnten die Einsatzkräfte erst tätig werden, nach dem der Sturm etwas abgeflaut war, da die Gefahr bestand, dass weitere Bäume im Umfeld umstürzten.

    Wegen der hohen Anzahl der Einsätze wurden in den einzelnen Kommunen und im Landratsamt die Lagezentren aktiviert.

    Über diese wurden die Einsätze bearbeitet und koordiniert. Gegen 17:30 Uhr hatte sich die Lage beruhigt und diese konnten nach und nach ihre Arbeit einstellen.

    Zahlreiche Straßen waren zumindest teilweise nicht passierbar. Gleiches gilt für die Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Mainz, welche am Sonntagnachmittag bis in die Abendstunden den Verkehr komplett einstellte. Verschiedene Straßensperrungen dauern auch aktuell noch an. Ebenso ist der Bahnverkehr zwischen Türkismühle und St. Wendel noch nicht möglich.

    Positiv anzumerken bleibt, dass es nach derzeitigem Kenntnisstand der Feuerwehr keinerlei Verletzte gab.

    Der letzte Einsatz war für die Feuerwehr gegen 20:30 Uhr beendet.

    Unverständlich ist das Verhalten einzelner Verkehrsteilnehmer. Trotz Absperrung fuhren diese in die Einsatzstellen hinein und gefährdeten so nicht nur die Rettungskräfte, sondern auch sich selbst. Ein solches Verhalten ist in der Vergangenheit bei Einsätzen auch im Landkreis St. Wendel immer öfter zu beobachten gewesen. Da spielt es auch keine Rolle, dass Polizeibeamte vor Ort waren.

    Im Laufe der Woche ist erneut mit stürmischem Wetter zu rechnen.

    Fotos: Schäfer, Feuerwehr

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