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  • Mittwoch, 30. Oktober 2019,

    St. Wendel: Vorsorgekonzept für Hochwasser und Starkregen für alle 16 Stadtteile der Kreisstadt

    Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz, Sebastian Thul, und Bürgermeister Peter Klär bei der Übergabe der Fördersumme

    St. Wendel. Hochwasser- und Starkregenereignisse wie im Juni 2018 sind nicht zu vermeiden. Dafür wurde von der Stadt St. Wendel nun ein Ingenieurbüro damit beauftragt, ein Vorsorgekonzept zu erarbeiten, im Rahmen dessen Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten für die Kreisstadt und ihre Stadtteile erstellt werden. Die Kreisstadt hat die Bevölkerung aus allen 16 Stadtteilen dazu aufgerufen, sich am Vorsorgekonzept Hochwasser und Starkregen zu beteiligen und eigene Erfahrungen, Eindrücke und Ideen miteinzubringen.

    Von den Starkregenereignissen am 11. Juni 2018 waren zahlreiche Haushalte in und um die Kreisstadt St. Wendel betroffen. „Wir haben damals entschieden, dass wir uns auf die Suche machen nach Möglichkeiten, wie wir wirksam und nachhaltig diese Vorsorge treffen können, um Ihnen auch Mittel an die Hand zu geben, wie Sie sich vor solchen Ereignissen schützen oder auch vorsorgen können“, berichtete Bürgermeister Peter Klär bei der Auftaktveranstaltung zum Vorsorgekonzept für Hochwasser und Starkregen am Mittwoch, 23.10.19.

    Wenn auch im Juni 2018 nicht alle Stadtteile gleichermaßen von den Ereignissen betroffen waren, kann doch jeder Stadtteil von Starkregen betroffen sein. In den Orten an Blies, Oster und Todbach, vor allem im Innenstadtbereich, kann auch Flusshochwasser zu hohen Schäden führen. Im Vorsorgekonzept für Hochwasser und Starkregenereignisse werden für alle Stadtteile Starkregengefahrenkarten erarbeitet und zusätzlich Hochwassergefahrenkarten für die besonders gefährdeten Gewässer im Stadtgebiet erstellt. Dazu werden die Gewässer vermessen, die in der Vergangenheit häufiger von Starkregen- und Hochwasserereignissen betroffen waren, wie der Johannesbach mit den Zuflüssen Winterbach, Hofbach und Worrachgraben, der Steinigtenbach mit Rumbach, der Bubbach und die Wurzelbach. Der Vermessungsarbeiten haben bereits begonnen. Die Grundstückseigentümer werden gebeten, dem Vermessungsbeauftragten freien Zugang zum Gewässer zu erlauben.

    Bei der Erstellung des Vorsorgekonzeptes wird auf die aktive Mitarbeit der Bevölkerung gesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Vorschläge miteinzubringen. Aus diesem Grund sind in jedem Stadtteil Ortsbegehungen geplant. Zwischen März und Juli 2020 werden Bürgerworkshops stattfinden, in denen man unter anderem Erfahrungen und Ideen austauscht. Wer im Besitz von Fotos von historischem Hochwasser ist, kann die Bilder an das beauftragte Ingenieurbüro „ProAqua“ schicken, diese können bei der Ausarbeitung ebenfalls hilfreich sein. 

    Das fachlich renommierte Ingenieurbüro „ProAqua“, das mit der Erstellung des Vorsorgekonzeptes beauftragt wurde, hat bereits mehrere ähnliche Projete durchgeführt. Die Bürgerinnen und Bürger werden stets über die einzelnen Projektphasen auf dem Laufenden gehalten. Anfang 2021 soll das Vorsorgekonzept erstellt sein. Auf der Internetseite der Kreisstadt St. Wendel sowie in der Verwaltung können die Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten dann eingesehen werden.

    Für die Erstellung des Vorsorgekonzeptes wird mit einem Rahmen von 250.000 Euro gerechnet. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bezuschusst das Vorhaben zu 90% und begleitet es fachlich.

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