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  • Mittwoch, 13. März 2019,

    St. Wendel: Schüler debattieren über E-Mobilität und Biodiversität

    hintere Reihe vl: David Strobel, Luca Fischer, Raphael Strauß,Justin Gesellen, Justus Gerber / vordere Reihe vl: Nicole Ziberius, Ben Schumacher, Emely Schröder

    Schüler heutzutage interessieren sich doch gar nicht für politische Themen. Dass das nicht stimmt, bewiesen Schüler unterschiedlicher Altersstufen beim Regionalentscheid von Jugend debattiert. Durch das Debattieren wird bei den Schülern die Fähigkeit trainiert, kritische Fragen zu stellen, ihre Meinung zu sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinanderzusetzen. 

    Bei dem Wettbewerb „Jugend debattiert“ bekommen die Schüler zirka 2 Wochen vor der Debatte die Themen genannt, auf die sich dann vorbereiten können. Die Schüler sammeln dann Argumente, um sowohl die Pro als auch die Kontra-Seite vertreten zu können. Die Schüler können sich dann mit Hilfe ihrer Lehrer auf den Wettbewerb vorbereiten.

    „Wir hatten die Möglichkeit, während der Unterrichtsstunden aus dem Unterricht heraus zu gehen und uns gemeinsam mit den anderen Debattanten und unseren Lehrer auf den Wettbewerb vorzubereiten“, erzählt Emely Schröder vom Illtal-Gymnasium. 

    Insgesamt waren beim Regionalentscheid vier Schulen vertreten. Die Gemeinschaftsschule Marpingen, das Geschwister-Scholl Gymnasium Lebach, das Illtal-Gymnasium Illingen und das Gymnasium Wendalium, das zugleich Gastgeber des Wettbewerbs war. 

    Justin Gesellchen (Illtal-Gymnasium) & Justus Gerber (Gemeinschaftsschule Marpingen)

    Debattiert wurde in der ersten Runde der Sekundarstufe I über die Themen „Soll das Reparieren von defekten Elektrogeräten Unterrichtsfach werden?“ und „Soll der öffentliche Busverkehr in unserer Stadt/Region zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elekrobetrieb umgestellt werden?“. In der Vorrunde qualifizierten sich dann Justus Gerber (Gemeinschaftsschule Marpingen), Nicole Ziberius (Gymnasium Wendalinum), Ben Schumacher (Geschwister-Scholl Gymnasium) und Emely Schröder (Illtal Gymnasium) für das Finale. Das Finalthema „Sollen grundsätzlich auch Nicht-Pädagogen in der Schule unterrichten?“, kam ganz aus dem Alltag der Schüler und so zeigten die Finalisten ein sehr hohes Diskussionsniveau. Mit Argumenten, wie dass ein mancher Elektriker besser Physik verständlich machen kann, zeigte die Pro Seite eine klare Meinung zu dem Thema. Aber auch die Kontraseite debattierte heftig mit und brachte Beispiele aus ihrem Alltag, wie dass der Pastor in der Grundschule schlechten Religionsunterricht hielt, weil er zu sehr in seiner Denkweise war. Für den Landeswettbewerb der Sekundarstufe I konnten sich Justus Gerber (1.Platz) und Emely Schröder (2.Platz) qualifizieren.

    In der Vorrunde der Sekundarstufe II wurden die Themen „Sollen mehr fremdsprachige Filme ohne deutsche Synchronisation gezeigt werden?“ und „Sollen Bürger per Losverfahren zur Mitarbeit im Gemeinderat verpflichtet werden?“. Im Finale der Sekundarstufe II war die Mischung der Schulen nicht mehr gewährleistet, weil sich in der Vorrunde Luca Fischer vom Gymnasium Wendalinum, Raphael Strauß, Justin Gesellchen und David Strobel vom Illtal Gymnasium qualifizierten. Die ungleiche Verteilung der Schulen störte die Debattanten jedoch nicht, eine emotionale, aber sachliche Debatte über das Thema „Sollen Kommunen für Gärten, Grünflächen und Gewerbegebiete eine biodiversitätsfreundliche Gestaltung vorschreiben?“ Während so mancher Zuschauer schon über das Wort biodiversitätsfreundlich stolperte, debattierten die Finalisten mit hohem Ausdrucksvermögen und präziser Sprachwahl auf einem sehr hohen Niveau, welches auch die Jury lobte. Die Sieger des Sekundarbereich II sind Justin Gesellen (1.Platz) und Raphael Strauß (2.Platz.) 

    Die Gewinner des Regionalentscheids werden am 25-27. März in einem Debattierseminar auf den Landesentscheid am 15.04.2019 vorbereitet.

    Wir wünschen den Gewinnern viel Spaß dabei und frohes Debattieren! 

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