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  • Dienstag, 13. August 2019,

    St. Wendel: Ozeane und Meere – Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten: Ein Greenpeace-Vortrag am Wendalinum

    Kurz vor den Sommerferien informierte Dr. Franz Eckert, Lebensmittelchemiker und Greenpeace-Vertreter im St. Wendeler Land, die Siebtklässler des Wendalinum über die wachsende Zerstörung der Weltmeere durch Müll und über Möglichkeiten, dieser zunehmenden Zerstörung entgegenzuwirken.

    Neben den Gefahren durch „Auswaschungen“ und Verklappungen von Schwerölresten, von verschiedenen Säuren und sogar Atommüll stellte Dr. Eckert den Schülern die extrem negativen Auswirkungen der so beliebten Reisen auf Kreuzfahrtschiffen vor und ging dann vor allem auf die Vermüllung der Meere durch Plastik ein.

    Die Schüler erfuhren, dass Plastik als achtlos ins Meer geworfene Tüten Seevögeln die Futteraufnahme erschwert oder die Mägen verstopft, dass Geisternetze aus Plastik bei Delphinen und anderen Meeressäugern zum Erstickungstod führen oder Meeresschildkröten elend verenden lassen und dass Plastik in den Meeren meist als Mikroplastik vorhanden ist. Dieses Mikroplastik kann nie wieder aus den Meeren entfernt werden und wird von sämtlichen Meeresorganismen aufgenommen. Und: Es stammt letztlich von uns allen: Wenn wir mit dem Auto über die Straßen fahren, mit unseren Schuhen durch die Stadt spazieren, unsere Kleidung waschen, uns abschminken oder auch Zahncreme, ein Duschgel oder eine Seife verwenden – immer dann wird Mikroplastik ausgewaschen und in unsere Abwässer geschwemmt, die keine Kläranlage „mikroplastik-frei“ machen kann.

    Die Schüler müssten diese Missstände aber nicht tatenlos hinnehmen, so Dr. Eckert; vielmehr können sie selbst gegen die wachsende Gefährdung unserer Meere vorgehen, etwa durch den Kauf plastikfreier Produkte, die über eine Liste des BUND unter www.bund.net gefunden werden können. Sie könnten auch die 3-R-Regel anwenden (reuse – repair – recycle) und die verschiedensten Produkte wiederverwenden, reparieren oder wiederverwerten, statt sie wegzuwerfen. So könnten auch sie das Müllaufkommen generell und speziell in den Meeren reduzieren.

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