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  • Dienstag, 15. Mai 2018,

    St. Wendel: Integrationskanal in den St. Wendeler Arbeitsmarkt

    Scheckübergabe: v.l.n.r. Bakri Sari, Hannah Franz, Johannes Veit, Landrat Udo Recktenwald

    St. Wendel. Ein wichtiger Beitrag zur Integration: „Working WND“. Dieses Projekt wurde im Januar 2017 im Rahmen des Bundesmodellvorhabens Land(auf)Schwung gegründet. Mit Hilfe von Kurzfilmen will es helfen, Flüchtlinge und Migranten in den Arbeitsmarkt im St. Wendeler Land zu integrieren.

    St. Wendel ist einer von 13 Landkreisen bundesweit, der die Chance hat, über das Bundesmodellprojekt Land(auf)Schwung Fördermittel zu erhalten. Bis Anfang 2020 werden rund 2.250.000 EUR zur Verfügung gestellt, um Projekte für die Stärkung der regionalen Daseinsvorsorge und auch der regionalen Wertschöpfung initiieren und umsetzen zu können. Auch das Projekt „Working WND“ wird durch diese Fördermittel unterstützt. Hierzu überreichte Landrat Udo Recktenwald dem Team von „Working WND“ einen Scheck in Höhe von 29.870 EUR.

    Johannes Veit, Projektleiter von „Working WND“ erklärte bei der Projektvorstellung am vergangenen Mittwoch, wie das Projekt entstanden ist und was seine Ziele sind. Dabei geht es vor allem darum, Flüchtlingen und Migranten eine Plattform zur Verfügung zu stellen, die einen Einblick in verschiedene Berufe gibt und das Bewerbungsverfahren sowie Amts- und Behördengänge näher erläutert. Aber auch Vorurteile soll der Youtube-Kanal aus dem Weg schaffen.

    Im Rahmen des Projektes werden zwei Arten von Filmen produziert. Zum einen gibt es Erklärfilme, die die deutschen Anforderungen an den Arbeitnehmer beschreiben. Hier werden Fragen zu Themen wie Arbeitsvertrag, Sprachkursen, Gehalt etc. beantwortet. Zum anderen werden Betriebsfilme produziert, die den Berufsalltag verschiedener Berufsbilder zeigen.

    In der Zeit vom 01.01.2017 bis zum 30.06.2018 sollen insgesamt 40 Kurzfilme produziert werden. 30 Erklär- und Betriebsfilme wurden bereits veröffentlicht. In den noch folgenden zehn Produktionen werden die Schwerpunkte hauptsächlich auf das Verhalten am Arbeitsplatz gelegt. So wird beispielsweise darauf eingegangen, wie man sich ordentlich krankmeldet, wie wichtig Pünktlichkeit ist und wie die Nutzung des Smartphones am Arbeitsplatz geregelt ist.

    Entstanden ist das Projekt, wie viele andere Integrationsprojekte, wegen der großen Flüchtlingswelle, die Deutschland, das Saarland und auch das St. Wendeler Land erreichte. Johannes Veit berichtete, wie er Bakri Sari auf der Bosener Kirmes kennenlernte. Er sprach ihn wegen seines Bartes an, den er so toll fand und kam sofort mit ihm ins Gespräch. „Das ging ganz schnell und damit war für mich der erste Grundstein zur Integration gelegt – nämlich die Begegnung“, so Veit.

    Zusammen mit Sari und Anna Franz, die für Redaktion und Schnitt zuständig ist, begann Veit an den ersten Videos zu arbeiten. Da ein überwiegend arabisch-sprachiges Publikum erreicht werden sollte, arbeitete Sari als Protagonist und Übersetzer für die Videos.

    Mit Ihrer gemeinsamen Arbeit geben sie Flüchtlingen und Migranten die Chance, sich gut zu informieren, die Hemmschwelle zu verringern und vor dem Antreten einer Arbeitsstelle Missverständnissen vorzubeugen.

    Nach dem 30.06.2018 wird das Projekt vermutlich nicht mehr verlängert. Aber Veit kündigte an, dass er und sein Team es danach ehrenamtlich weiterführen werden, um weiterhin einen Beitrag zur Integration zu leisten.

    Die Videos kann man sich unter folgenden Links ansehen:

    https://www.youtube.com/channel/UCGF3nzHKKfVmfrrAt3QEsPA

    https://www.facebook.com/workingwnd/

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