Schließen «

Unsere Themen

Menü

  • Mittwoch, 23. Oktober 2019,

    St. Wendel: In der Trattoria da Anna wird ab Freitag Essen per App gerettet

    Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden in Deutschland rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weggeworfen. Alleine 6,1 Millionen Tonnen werden hierbei im Privathaushalt entsorgt. Weitere 1,7 Millionen Tonnen in der Außer-Haus-Verpflegung. Unvorstellbar riesige Zahlen, gegen die die App „too good to go“ angehen möchte. 


    Denn viele gastronomische Betriebe haben regelmäßig überschüssiges Essen. Gleichzeitig wollen immer mehr Menschen der Lebensmittelverschwendung entgegensteuern. Überproduktionen lassen sich jedoch oft für die Unternehmen nicht vermeiden, sei es in der Auslage einer Bäckerei, beim Mittagsbuffet oder im Supermarkt. Dieses unverkaufte Essen kann dann über die App gefunden und für kleine Preise aufgekauft werden. In einer sogenannten Wundertüte erhält der Kunde dann ganz unterschiedliche Produkte. So können die Kunden nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch günstig Neues ausprobieren. 
    Für kleines Geld können in der App eingestellte Lebensmittel gekauft und im Geschäft abgeholt werden. Übrig bleiben hierbei häufig Buffet-Angebote, Mittagsgerichte, die täglich wechseln oder auch Brötchen und Backwaren. Alles Lebensmittel, die anders vernichtet würden, obwohl sie noch einwandfrei sind. 


    In Städten ist die App mittlerweile sehr bekannt und vor allem bei jungen, aufgeschlossenen Menschen sehr beliebt. Ab Freitag ist auch die erste Gastronomie im Landkreis St. Wendel bei „too good to go“ zu finden. Justin und Anna Jakob von der „Trattoria da Anna“ fanden das Konzept der App gut und anstatt das nicht verkaufte Essen wegzuwerfen, werden sie es nun zum ermäßigten Preis an interessierte und aufgeschlossene Esser weitergeben. Hierzu muss der Kunde sich nur die App downloaden, einen Kaufbeleg und eine eigene Verpackung zur Trattoria mitbringen und kann sich dann über die aktuellen Mittagstisch-Gerichte freuen. Mal Pasta, mal Lasagne, eben genau das, was übrig ist und weggeworfen werden müsste. Zwar haben die Besitzer daran keinen Gewinn, aber es wird auch nichts, was eigentlich noch gut ist, entsorgt.


    Eine lobenswerte Einstellung, der sich gerne auch noch weitere Gastronomen im Landkreis anschließen können, damit die Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung flächendeckend auf die Agenda gebracht werden kann.

    Diesen Beitrag teilen:
  • Anzeige