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  • Donnerstag, 17. Oktober 2019,

    St.Wendel: Helmut Englhard und German Eckert erhalten Bundesverdienstkreuz am Bande

    St.Wendel. Am Dienstag 15.10 erhielten Helmut Englhard und German Eckert das Bundesverdienstkreuz, überreicht von Christian Seel, für ihr langjähriges Engagement im Ehrenamt.

    Helmut Englhards ehrenamtliches Engagement begann 1963 mit seinem Beitritt zum Technischen Hilfswerk Ortsverband St. Wendel, wo er nach einem halben Jahr in der Jugendgruppe bereits als aktiver Helfer tätig wurde.

    30 Jahre lang trug er die Verantwortung für die damalige sogenannte Elektro-Gruppe bzw. Gerätegruppe. Auf Grund seiner Menschenkenntnis und seiner guten Führungsqualitäten übte er darüber hinaus 20 Jahre lang, von 1989 bis 2009, das Amt des Zugführers aus. In dieser Funktion übernahm er im Einsatzfall die Leitung über alle Einsatzkräfte des Ortsverbandes. Von den 56 Jahren seiner Mitgliedschaft hat er also 50 Jahre in Führungspositionen gearbeitet. In diesem Zusammenhang engagierte er sich nicht nur in einer Vielzahl von Einsätzen für Stadt und Land, sondern deutschlandweit.

    Zu den Einsätzen, bei denen sich Helmut Englhard tatkräftig einbrachte, zählte unter anderem das Bekämpfen eines Hochwassers in St. Wendel, bei dem die Überflutung der Innenstadt sowie der City-Garage erfolgreich abgewendet werden konnte. Außerdem bewies er seine große Einsatzbereitschaft bei Hochwasserlagen in Saarbrücken in den 80er und 90er Jahren, beim Jahrhunderthochwasser 2002 in Ost- und Norddeutschland, bei der Rettung von Schafen vor dem Hochwasser sowie bei Sturmeinsätzen und Gebäudesicherungen.

    Der besondere Ruf des THW-Ortsverbandes St. Wendel ist nicht zuletzt auch eine Folge der Arbeit von Helmut Engelhard, der durch die Umsetzung vieler Ideen einige Erfolge für sich und seine Mitstreiter erzielen konnte. So hat er sich etwa 2008 beim THW-Bundeswettkampf in Trier einen Namen gemacht, indem er für die Umleitung des Wassers aus der Mosel sorgte, um Wettkampfbahnen mit Wasser zu versorgen.

    Helmut Englhard ist nach wie vor sehr aktiv im Technischen Hilfswerk. So ist er zurzeit Fachhelfer in der Zugtrupp-Einheit und wird im nächsten Jahr als Gruppenführer der neuen Fachgruppe Elektroversorgung erneut eine verantwortungsvolle Position bekleiden. Des Weiteren setzte er sich in der Vergangenheit für Stadt und Landkreis ein, indem er viele Sport- und Open-Air-Veranstaltungen betreut.

    German Eckert wurde bereits 1973 im Alter von nur 15 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Marpingen,  der er seit mittlerweile 25 Jahren als Wehrführer vorsteht. In dieser Funktion berät er den Bürgermeister in Fragen des Brandschutzes, leitet komplexe Einsätze und überprüft und überwacht die Einsatzbereitschaft der örtlichen Löschbezirke. Darüber hinaus vertritt er die Rechte der Feuerwehr auf Kreisebene. Sein intensiver Einsatz wurde durch die mittlerweile fünfte Wahl in Folge zum höchsten ehrenamtlichen Feuerwehrmann der Gemeinde honoriert.

    Es zählt unter anderem zu seinen Verdiensten, dass die Freiwillige Feuerwehr Marpingen über eine große Zahl an Nachwuchskräften verfügt. Des Weiteren hat sich German Eckert als zeitweiliger Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes St. Wendel sowie als Mitglied des Fachausschusses Rettungsdienst für den Landesfeuerwehrverband auf Landes- und Bundesebene intensiv für die Belange der Feuerwehr stark gemacht.  Er war ebenfalls maßgeblich beteiligt am Aufbau und an der Ausrüstung einer Freiwilligen Feuerwehr in der Marpinger Partnerstadt Simontornya in Ungarn.

    German Eckert ist auch in der Kommunalpolitik tätig. So sitzt er für die SPD seit 1989 im Orts- und seit 2006 im Gemeinderat. Nach Ausübung seines Amtes als Ortsvorsteher in den Jahren 2009 bis 2014 ist er nun erneut in dieser Funktion für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde im Dienst.

    Außerdem bringt er sich seit 2011 tatkräftig bei der Arbeiterwohlfahrt ein, der er seit 2012 als Kreisausschussmitglied und seit 2017 als Ortsverbandsvorsitzender und Kreisvorstandsmitglied sowie Delegierter der Landeskonferenz angehört.

    Nicht zuletzt sind auch German Eckerts Tätigkeiten als ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht, als Schöffe sowie als Vorsitzender des katholischen Bergmannsvereins Teil seines enormen ehrenamtlichen Engagements. 

    „Die Verleihung des Verdienstordens durch den Bundespräsidenten bringt zum Ausdruck, wie sehr unsere Gesellschaft diese Leistungen der Bürgerinnen und Bürger schätzt. Denn ohne solche Leistungen kann ein Staat nicht funktionieren“, sagte Staatssekretär Christian Seel in seiner Laudatio. „Sie beide haben Zeit Ihres Lebens viele ehrenamtliche Aufgaben übernommen und viel für unser Land und das Gemeinwesen getan und damit die Welt verändert und auch ein Stück besser gemacht.“

    Allgemeines zur Auszeichnung:

    Der Bundesverdienstorden wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet, zwei Jahre nachdem das Grundgesetz verkündet worden war, die ersten Wahlen zum Bundestag nach Kriegsende stattgefunden hatten und die erste Bundesregierung mit Konrad Adenauer an der Spitze gebildet worden war.

    Mit der Stiftung des Ordens schickte die junge Bundesrepublik sich an, politische und wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise um das Gemeinwohl zu ehren, also das Wirken ihrer Bürgerinnen und Bürger, die den Staat ausmachen, ins Rampenlicht zu rücken.

    Seit nunmehr mehr fast 70 Jahren haben namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem direkten Umfeld politisch oder sozial wirkten, diese höchste Anerkennung erhalten, die unser Land verleihen kann.

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