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  • Sonntag, 3. Februar 2019,

    St. Wendel: Förderprojekt für Flüchtlinge geht in die nächste Runde

    Foto (v.l.n.r.): Sebastian Müller, Hanno Weigel, Constanze Baus,, Landrat Udo Recktenwald, Harald Becker, Thomas Schmidt.

    St. Wendel (pdk). Der Landkreis St. Wendel und die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement
    Rheinland-Pfalz–Saarland setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in der Koordinierung der
    Bildungsangebote für Neuzugewanderte fort. Bereits seit über zwei Jahren unterstützt die
    Transferagentur den Landkreis in der Umsetzung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
    geförderten Programms. Landrat Udo Recktenwald und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der
    Transferagentur, unterzeichneten anlässlich des Beginns der zweiten Förderphase eine neue
    Vereinbarung.
    „Das Förderprojekt ist ein wichtiger Baustein in unseren Integrationsbemühungen“, freut sich Landrat
    Recktenwald über die zweijährige Verlängerung. Angesiedelt ist die Koordinierungsstelle bei der
    Kommunalen Arbeitsförderung – Jobcenter des Landkreises St. Wendel. Die beiden
    Bildungskoordinatoren Constanze Baus und Patrick Hemm, die sich eine Vollzeitstelle teilen, werden
    mithilfe des Förderprogramms finanziert. „Haben Frau Baus und Herr Hemm bisher vor allem auf den
    Zugang von Flüchtlingen zu Sprachförderangeboten, allgemein- und berufsbildenden Maßnahmen sowie
    Angeboten bei der Integration in den Arbeitsmarkt gesetzt, wollen sie in den Jahren 2019 bis 2020 die
    beteiligten Bildungsakteure im haupt- wie im ehrenamtlichen Bereich noch stärker vernetzen und weiter
    für Transparenz bei den Angeboten sorgen“, erläutert Recktenwald die Zielrichtung.
    Bildung und vor allem der Erwerb der deutschen Sprache seien für Neuzugewanderte der Schlüssel zur
    Integration in die Gesellschaft, so der Landrat. Im Landkreis St. Wendel gebe es zahlreiche
    Bildungsakteure – öffentliche, private oder kirchliche Bildungsträger –, die Angebote unterbreiten.
    Aufgabe der Bildungskoordinatoren sei es, vorhandene Bildungsangebote und -anbieter in den
    Gemeinden zu ermitteln und stärker in der Öffentlichkeit bekannt machen, Doppelstrukturen
    abzuschaffen, vorhandene Strukturen zu nutzen sowie Lücken zu minimieren. „So bieten wir
    Neuzugewanderten beim Einstieg in Kita, Schule, berufliche Aus- und Weiterbildung sowie in den
    Arbeitsmarkt eine bestmögliche Unterstützung“, unterstreicht Thomas Schmidt, zuständiger Dezernent
    der Kommunalen Arbeitsförderung. Damit sich künftig sowohl Bildungsakteure, Neuzugewanderte und
    interessierte Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Bildungsangebote für Flüchtlinge informieren
    können, ist geplant, ab Frühjahr in regelmäßigen Abständen einen Newsletter auf der Internetseite des
    Landkreises (www.landkreis-st-wendel.de) zu veröffentlichen.
    Unterstützt werden die Bildungskoordinatoren von der Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland.
    Neben dem Angebot, an kostenfreien Fortbildungs- und Austauschveranstaltungen teilzunehmen, berät
    die Transferagentur RLP-SL die Kommunen bei den individuellen Herausforderungen vor Ort. „Die
    Integration von Neuzugewanderten erfordert eine gute Abstimmung der beteiligten Bildungsakteure. Nur
    so lässt sich sicherstellen, dass die Bildungsangebote auch zur Nachfrage passen“, erläutert Hanno
    Weigel. „Der Landkreis geht damit einen weiteren wichtigen Schritt, um Neuzugewanderte auf ihrem Weg
    in Ausbildung und Beruf bestmöglich zu unterstützen“, so Weigel weiter.
    Zur Transferagentur: Die Transferagentur berät Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz und
    dem Saarland beim Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements. Das kostenfreie
    Dienstleistungsangebot umfasst Qualifizierungs- und Austauschformate, die dazu dienen, gemeinsam mit
    den Kommunen individuelle Bedarfe zu identifizieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

    Die Strukturen und entwickelten Strategien zielen darauf ab, Bildungsakteure vor Ort zusammen zu bringen, um in der jeweiligen Bildungslandschaft die Rahmenbedingungen für Bildung und Bildungsteilhabe zu verbessern. Die Transferagentur wird im Rahmen des bundesweiten „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

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