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  • Mittwoch, 10. April 2019,

    St. Wendel: Chansonkonzert zu Ehren Georges Moustakis am Gymnasium Wendalinum

    (Foto: A. Besch)

    St. Wendel. Am 29. März fand am Gymnasium Wendalinum ein Konzert der belgischen Musikergruppe um Bernard de Gavre mit Chansons von Georges Moustaki, statt. Das Konzert, das die Schule für ihre 8er- und 9er-Klassen organisiert hatte, wurde durch die großzügige Unterstützung des Landesamtes für Pädagogik und Medien, vertreten durch Herrn Wolfgang Winkler, ermöglicht. Schulleiter Alexander Besch begrüßte die Künstler, Herrn Dirk Kiefer vom Schulverwaltungsamt und dankte Wolfgang Winkler, der den Kontakt zu den Künstlern hergestellt hatte, und dem Fachvorsitzenden Französisch am Wendalinum Dr. David Bitterling für die Organisation.


    Sänger und Frontmann der Gruppe, die den Schülern Georges Moustaki nahebrachte, ist der belgische Künstler Bernard de Gavre, der mit mehreren Alben und regelmäßigen Fernsehauftritten eine feste Größe der frankophonen Musikszene ist. Mit ihm musizierten Ariane de Bièvre aus Frankreich, der Belgier Patrick de Schuyter und der US-Amerikaner Barry Mc Neese. Alle vier verbinden internationale Konzert- und Tournee-Erfahrung, eine klassische Ausbildung an Konservatorium und Musikhochschule sowie zahlreiche Auszeichnungen.

    Georges Moustaki, Weltbürger und Chanson-Legende, war einer der Hauptvertreter französischer Musik im 20. Jahrhundert, dessen Melodien und Texte rund um den Globus bekannt wurden. Er komponierte Titel, die zu Evergreens wurden – wie z.B. „Le Métèque“, „En Méditerrannée“ und „Ma

    Liberté“. Diese drei Klassiker wie auch weitere Chansons, die für Moustakis Leben und die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts repräsentativ waren, wurden den Schülern mit einfühlsamen Erklärungen in französischer Sprache verständlich und nachfühlbar gemacht.

    Geboren wurde Georges Moustaki 1934 im seinerzeit sehr kosmopoliten Alexandria in Ägypten als Kind jüdischer Eltern griechischer Herkunft. Er besuchte als Schüler das Französische Gymnasium von Alexandria, was ihn in Kontakt mit der französischen Sprache und Kultur brachte – eine Erfahrung, die einer Offenbarung glich und wegweisend für sein Leben wurde. Nach dem Abitur ging er 1951 nach Paris – ohne festen Plan zwar, doch entschlossen, für, durch und mit der Musik zu leben. Die Begegnung mit der 18 Jahre älteren Edith Piaf, die sein Talent erkannte und für die er den Welthit „Milord“ komponierte, wurde für ihn zur großen Chance. Der internationale Durchbruch als Künstler gelang ihm mit „Le Métèque“ 1969. Zeit seines Lebens (1934 – 2013) war er auch politisch international im Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit engagiert.

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