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  • Dienstag, 23. Juni 2020,

    Sparen oder Anlegen: Welche Altersvorsorge lohnt sich mehr?

    Sollte man sich heute für ein sicheres Sparprodukt entscheiden oder ein gewisses Risiko eingehen? Vorweg: Sparprodukte, so etwa das Sparbuch, Tages- wie Festgeldkonto, sind absolut unattraktiv geworden und eignen sich nur noch, um die Liquiditätsreserve zu parken. Doch warum sind Produkte, die vor wenigen Jahren noch absolut empfehlenswert waren, heute nicht mehr interessant, dafür aber Veranlagungen, denen stets ein hohes Risiko nachgesagt wurde?

    Warum Sparbuch und Co. nicht mehr empfohlen werden

    Wer vor mehr als 15 Jahren einen Termin bei seinem Bankberater hatte, der wird in der Regel den Tipp bekommen haben, ein Sparbuch zu eröffnen, um sodann das Geld, das Monat für Monat übriggeblieben ist, sicher verwahren zu können. Mitunter wurde bei einem langfristigen Anlagehorizont ein Bausparvertrag empfohlen.

    Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 folgte sodann die sogenannte Niedrig- bzw. Nullzinspolitik der Zentralbanken. Das heißt, die Zinssätze wurden Richtung 0 Prozent gedrückt – die EZB, die Europäische Zentralbank, verfolgt eine seit Jahren anhaltende Nullzinspolitik, die zwar den Bauherren freut, da die Kredite so günstig wie noch nie sind, aber Sparer verzweifeln lässt. Denn heute liegt der Zinssatz bei einem Sparbuch im Bereich der 0,0125 Prozent. Berücksichtigt man an dieser Stelle die Inflation, so entsteht ein realer Geldwertverlust.

    Wer nun glaubt, ein Tages- oder Festgeldkonto würde attraktiver sein, der täuscht sich – auch hier liegen die Zinssätze weit unter 1,0 Prozent. Das ist auch der Grund, warum Sparbücher, Tages- wie Festgeldkonten nur noch als Möglichkeit gesehen werden sollten, um die Liquiditätsreserve aufzubewahren. Plant man hingegen, langfristig ein Vermögen aufzubauen, so ist es wichtig, seinen Blick in Richtung Aktienmarkt zu richten.

    Nach jedem Crash folgt ein Höhenflug

    Denn auch wenn Aktien und Co. jahrelang als gefährlich und nicht empfehlenswert gebrandmarkt wurden, so sind sie heute die tatsächlich einzige Alternative gegenüber Sparbuch und Co., die vor allem auch dem sicherheitsorientierten Anleger empfohlen werden kann. Denn spekuliert man über Bitcoin Code mit Kryptowährungen, so mag man bei richtiger Marktentwicklung entsprechend hohe Gewinne einfahren, muss sich aber bewusst sein, dass es auch zu schmerzhaften Verlusten kommen kann, wenn man den Markt falsch eingeschätzt hat. Natürlich gibt es auch am Aktienmarkt Preisschwankungen, diese können jedoch nicht mit den Bewegungen des Kryptomarkts verglichen werden.

    Investiert man in Aktien, so ist es ratsam, einen langfristigen Anlagehorizont zu verfolgen. Das heißt, man sollte für mehrere Jahre, mitunter für ein oder zwei Jahrzehnte, investieren, um sodann eine entsprechend attraktive Rendite zu bekommen. Das Geheimnis? Der Cost Average Effekt.

    Beispiel: Wer im Monat 100 Euro investiert, der bekommt immer andere Anteile – einmal gibt es für 100 Euro mehr Anteile, dann wieder weniger. Da also immer zu einem anderen Preis investiert wird, ergibt sich am Ende der Cost Average Effekt – das ist sodann die Durchschnittsrendite. Und je länger investiert wird, desto attraktiver ist diese Durchschnittsrendite. Denn selbst wenn es an den Märkten runtergehen sollte, wie das etwa im Zuge der Coronakrise der Fall war, so geht es in der Regel immer wieder nach oben – man kauft während einer Krise besonders günstig und darf sich dann über einen entsprechenden Gewinn freuen, wenn es an den Märkten wieder nach oben geht.

    Tipp: ETF

    Besonders interessant mag hier der börsengehandelte Indexfonds sein – kurz: ETF. Mit einem Sparplan kann man so eine monatliche Summe investieren – entscheidet man sich für den DAX ETF, so wird die Entwicklung des deutschen Aktienindex nachgebildet. Geht es dem deutschen Aktienmarkt gut, so darf sich der Anleger freuen – geht es dem deutschen Aktienmarkt nicht so gut, so bekommt man für sein Geld höhere Anteile und darf auf bessere Zeiten hoffen.

    Möchte man hingegen lieber in Einzeltitel investieren, also in keinen Fonds, sondern sich selbst Aktiengesellschaften aussuchen, so ist es ratsam, sich mit der Diversifikation zu befassen. Das heißt, man sollte nicht sein gesamtes Geld in eine Aktiengesellschaft stecken, sondern darauf achten, dass man in mehrere Unternehmen investiert, die sich in unterschiedlichen Branchen wie Ländern aufhalten.

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