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  • Mittwoch, 14. August 2019,

    Primstal: Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens

    Dienstag, kurz nach 19 Uhr: Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Straße „Zum Handenberg“ in Primstal standen bereits zwei Dachgeschosse des weiträumigen landwirtschaftlichen Anwesens in Vollbrand.

    Dunkle Rauchsäulen waren weithin sichtbar. Es war abzusehen, dass sich das Feuer rasch auf die angrenzenden Gebäude ausbreiten würde.

    Bei dem Objekt handelt es sich um einen weit verzweigten Gebäudekomplex, bestehend aus einem leerstehenden Wohnhaus, das von mehreren Stallungen, Strohlagern und Gebäuden zur Unterbringung von Landmaschinen umgeben ist. Die meisten Gebäude stehen mit ihren Seitenwänden aneinander. 

    Ein Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Objekt war gleichfalls gefährdet.

    Unter schwerem Atemschutz gingen die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung vor. Unterstützt wurde die Feuerwehr der Gemeinde Nonnweiler durch die Drehleiterfahrzeuge aus Bosen-Eckelhausen und Wadern, mit denen das Feuer gezielt von oben bekämpft wurde.

    In einem der Stallgebäude befand sich eine Kuh mit ihrem Kalb. Diese konnten von den Einsatzkräften zwar unversehrt ins Freie gebracht werden, aber die Kuh scheute, sprang einen Feuerwehrmann an und verletzte ihn.

    Einige Landmaschinen konnten gleichfalls unversehrt aus den Gebäuden gebracht werden; andere wurden ein Raub der Flammen.

    Eines der beiden Drehleiterfahrzeuge wurde primär zur Abschirmung des benachbarten Wohngebäudes eingesetzt – mit Erfolg.

    Die Besatzung des angeforderten Gerätewagens „Atemschutz“ aus Tholey-Hasborn besorgte den Nachschub an entsprechender Ausrüstung.

    Ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich, nachdem der an einem geplatzten Schlauch angeschlossene Verteiler ihn getroffen hatte.

    Die Erstversorgung der beiden Verletzten erfolgte durch Helferinnen und Helfer des DRK St. Wendel bzw. Primstal.   

    Bis in die späte Nacht dauerten die Löscharbeiten an. Nach erster Einschätzung dürften das Wohngebäude sowie eine Stallung und ein Strohlager erhalten bleiben, nicht jedoch die übrigen Teile des Gebäudekomplexes. Zur weiteren Unterstützung – insbesondere mit Blick auf den Zustand der Gebäude und die daraus resultierende Vorgehensweise – wurde das Technische Hilfswerk angefordert. ilf

    Neben 180 Einsatzkräften der Feuerwehr sowie 20 Helferinnen und Helfern des DRK waren Beamte der Polizeiinspektion Nordsaarland aus Wadern und des Landespolizeipräsidiums vor Ort.

    Fotos: Manfred Koch

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