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  • Donnerstag, 17. Dezember 2015,

    Öffentlicher Personennahverkehr im Landkreis wird neu aufgestellt

    Ab dem 01. Januar 2016 bedienen zwei neue Unternehmen den Busverkehr im Landkreis St. Wendel. Dies hat zwei Gründe: So schreibt eine seit 2009 gültige EU-Verordnung vor, dass Aufgabenträger für den Busverkehr – und Aufgabenträger ist der Landkreis St. Wendel seit 1996 – ihre Buslinien europaweit ausschreiben müssen. Und hier schließt der zweite Grund an: Diese Ausschreibung war nun notwendig, denn die Liniengenehmigungen laufen Ende 2015 aus.

    Sechs Bewerber reichten bis Fristende ihre Unterlagen ein. Nach Auswertung der eingegangenen Angebote war die Firma Stadtbus Zweibrücken günstigste Bieterin für das Linienbündel 1. Dieses deckt in etwa den Bereich zwischen der Kreisstadt St. Wendel und den Gemeinden Marpingen und Tholey bis Lebach und Neunkirchen ab. Für die Linienbündel 2 und 3 hat das Unternehmen Saar-Mobil das günstigste Angebot abgegeben. Die Linienbündel 2 und 3 bedienen die Gemeinden Freisen, Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal und stellen Verbindungen zur Kreisstadt St. Wendel sowie zu den weiteren benachbarten Landkreisen auf saarländischer und rheinland-pfälzischer Seite her.

    Mit Beschluss des Kreistages am 14. Dezember wurden die ausgeschriebenen Linienverkehre des Landkreises St. Wendel an diese beiden Verkehrsunternehmen vergeben. Die Vergabe der Linien erfolgte für acht Jahre bis zum 31. Dezember 2023.

    „Im Vorfeld der Ausschreibung wurde mit allen Gemeinden und der Stadt St. Wendel über Verbesserungsvorschläge gesprochen, so dass deren Wünsche im neuen Konzept ihren Niederschlag gefunden haben“, erläutert Landrat Udo Recktenwald. „Das ÖPNV-Angebot bleibt daher nicht nur auf dem gewohnt hohem Niveau“, so der Landrat weiter, „sondern wurde auch an vielen Stellen entscheidend verbessert.“

    Etwa beim Schulverkehr. So gibt es mehr umsteigefreie Verbindungen zu den weiterführenden Schulen in St. Wendel. Zudem haben viele Schulverkehre wegen der besseren Übersichtlichkeit neue, eigene Nummern erhalten. Auch wurden mehr Grundschul- und Kindergartenverkehre in den ÖPNV integriert, wodurch sich das Angebot für die Gesamtbevölkerung erhöht hat. Die Linien 603/604 bilden jetzt gegenläufige Ringlinien und schaffen eine bessere Verbindung der Gemeindeteile von Freisen, sie haben in Hoof/Bahnhof Anschlüsse zur Linie 644 und führen zu einer stärkeren Anbindung des Ostertales. Verbesserungen gibt es ebenso auf den R-Linien: Die R2 hat einen reinen Halbstundentakt zwischen St. Wendel und Oberthal in beide Richtungen. Dies führt in St. Wendel etwa zu besseren Anbindungen an den Bahnverkehr. Jeder zweite Bus der R2 verkehrt umsteigefrei weiter als Linie 627 nach Steinberg-Deckenhardt. Die R4 hat einen reinen Halbstundentakt zwischen St. Wendel und Tholey in beide Richtungen. Jeder zweite Bus verkehrt umsteigefrei weiter als Linie 601 nach Hasborn-Dautweiler. An den Wochenenden besteht eine Direktanbindung von Theley und Hasborn-Dautweiler. In Lebach gibt es unmittelbare Anschlüsse an die Saarbahn-Linie 1 in Richtung Saarbrücken. Die R11 hat mehr Anschlüsse in Selbach an die Linie R2 nach und aus St. Wendel. Die R12 hat eine verbesserte Vertaktung der Linie zwischen Neunkirchen und St. Wendel. Es bestehen zudem bessere Anschlüsse an die Linie 350 (Illingen – Hirzweiler – Ottweiler) in Hirzweiler/Kirche.

    Eine weitere Neuerung: Ab 2016 werden die Nachtbuslinien um das Zeitfenster 2 Uhr ausgedehnt und fahren alle Orte im Landkreis an. Dies ist ein Zusatz zu dem bereits bestehenden Angebot um 4 Uhr.

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