Die Zukunft des ehemaligen Ford-Geländes in Saarlouis am Röderberg ist gesichert. Am 20. Dezember unterzeichneten die landeseigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH (gwSaar) und der Automobilhersteller Ford den Vertrag zum Erwerb des Areals. Die Kosten des Kaufs, rund 95 Millionen Euro, stammen aus dem Transformationsfonds für den Strukturwandel im Saarland. Parallel dazu wurde ein Vertrag mit dem Pharmadienstleister Vetter geschlossen, der schrittweise rund 40 Hektar der Fläche übernimmt.
Ein Schritt in die Zukunft
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger zeigte sich erleichtert über die Einigung: „Die Absage von Ford war ein schwerer Schlag für das Saarland. Dank der Verhandlungen des Wirtschaftsministers haben wir nun eine Perspektive, die Zukunft am Röderberg zu gestalten.“
Vetter plant, die bisher unbebauten Flächen des ehemaligen Ford-Geländes für einen neuen Standort der pharmazeutischen Produktion zu nutzen. Dies bietet die Chance, den Wirtschaftsstandort Saarland durch die Ansiedlung einer zukunftsorientierten Branche zu stärken.
Neue Perspektiven für das Saarland
Wirtschaftsminister Jürgen Barke betonte die Bedeutung des Projekts: „Mit dieser Ansiedlung wird das Portfolio unserer Wirtschaft erweitert und das Fundament für eine robustere und diversifizierte Saarwirtschaft gelegt.“ Vetter sieht in der Fläche eine ideale Grundlage für die Expansion. Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats, nannte das Areal ein „industrielles Filetstück“, das perfekte Voraussetzungen für den Ausbau der Produktionskapazitäten bietet.
Unterstützung durch das Land
Das Saarland hat zugesichert, das Ansiedlungsprojekt im Rahmen seiner Möglichkeiten zu fördern. Geplant sind Maßnahmen zur Unterstützung von Investitionen, Weiterbildung, Energieeffizienz, Umweltschutz sowie Innovationsprojekte. Mit über 6.600 Mitarbeitenden weltweit und einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde Euro zählt Vetter zu den führenden Unternehmen der Branche.
Die Umgestaltung des ehemaligen Ford-Geländes markiert einen Meilenstein im Strukturwandel der Region und gibt Hoffnung auf eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft.