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  • Montag, 11. Februar 2019,

    Marpingen: Von fernen Welten jenseits der Sterne – Tabea Altpeter gewinnt Vorlesewettbewerb der Gemeinschaftsschule Marpingen

    „Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.“

    Fragt man die acht jungen Teilnehmer am Lesewettbewerb der Gemeinschaftsschule Marpingen, dann bestätigen diese in ihren eigenen Worten genau diese Erfahrung, die der Romantiker Jean Paul so anschaulich beschreibt. Es sind die fernen Welten, die Erfahrungen, das Überalltägliche, was ihnen in ihren Lieblingsbüchern begegnet. 

    Mit zahlreichen Büchern bepackt wanderten Sie auch in diese ferne Welten, ließen Mitschüler und Lehrer an ihrer Lesebegeisterung teilhaben. Die Besten der fünf 6er-Klasse der Marpinger Gemeinschaftsschule stellten sich vor Weihnachten dem Schulwettbewerb. Es galt, den oder die Schulsiegerin im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zu küren. Vor einer Jury aus Lehrern und Mitschülern meisterten alle acht die erste und größte Hürde, das Vorlesen vor einem kritischen Publikum. Wer hat die klarste Stimme? Wer kann flüssig und sinnbetont vorlesen? Wem hört man am liebsten zu? Wer schafft es, seine eigene Lesebegeisterung auf das Publikum zu übertragen? All dies sind die entscheidenden Faktoren, welche die Jury aus Lehrerinnen und älteren Mitschülern zu berücksichtigen hatten. Und seit 60 Jahren ist dieses Anforderungsniveau unverändert. Denn so lange gibt es bereits den bundesweiten Vorlesewettbewerb. Nicht ganz so lange, aber bereits seit mehr als 20 Jahren, setzen sich Deutschlehrerinnen und -lehrer in Marpingen dafür ein, dass das Lesen gefördert wird. „Damit jeder neue Jahrgang die Chance erhält, die fernen Welten über den Sternen kennenzulernen“, erklärt Ute Karl, die für den Wettbewerb verantwortliche Lehrkraft an der Gemeinschaftsschule. Diese fernen Welten fanden die jungen Teilnehmer dann in ihren Lieblingsbüchern, aus denen sie ihre Lieblingsstellen vortrugen: So ging es um „verrückte Klassenzimmer“ und um einen „verrückten Erfinder“. Immer noch gern gewählt Harry Potters Abenteuer. Aber auch Tittel wie „Gezeichnet“ oder „Auf der Suche nach morgen“ waren vertreten. Was einer der jungen Teilnehmer mit seiner Buchauswahl persönlich verband, ließ sich ihm auch auf Nachfrage nicht entlocken: „Von Idioten umzingelt“ lautete der Titel seiner Lieblingslektüre.

    Wie in jedem Jahr folgte auf das geübte Vorlesen dann der schwierigere Teil: Ute Karl wählte als Überraschungstext R.J. Palacios „Wunder“ aus, worin es um den Kampf eines von Geburt an entstellten Jungen um Anerkennung und Teilhabe geht. Nun galt es, auch einen neuen Text gekonnt, flüssig und sinnbetont vorzutragen. Alle achte stellten sich dieser weiteren Herausforderung und verdienen daher auch Anerkennung und Lob.

    Ganz besonders überzeugten David Pfeiffer als Zweitplatzierter und Tabea Altpeter als Siegerin des Wettbewerbs. Tabea wird nun die Gemeinschaftsschule Marpingen beim Regionalentscheid vertreten, und dort sicher auch wieder von fernen Welten und Sternen zu erzählen haben. 

    Die acht Teilnehmer am Vorlesewettbewerb der Gemeinschaftsschule Marpingen waren: Sebastian Barrois und Fynn Neidhardt aus der Klasse 6a, Vanessa Ebersold und Lena Müller (beide 6b), Alija Potapow (6c) und Daniel Pfeiffer (6d) sowie Tabea Altpeter und Linus Bard aus der 6e.

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