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  • Freitag, 11. Dezember 2015,

    „Mach deiner Generation alle Ehre“ – Projekt der Wendelinus Stiftung war ein voller Erfolg

    Gestern Nachmittag wurden in den Räumlichkeiten der Kreissparkasse St. Wendel Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die sich im Rahmen eines Projekts der Wendelinus Stiftung ehrenamtlich engagierten. Unter dem Motto „Mach Deiner Generation alle Ehre! Engagier‘ Dich ehrenamtlich für den Austausch von Generationen“ lud die Stiftung auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen des Landkreises dazu ein, sich in ihren Herbstferien ehrenamtlich in Seniorenzentren einzubringen.

    Die Aktion wurde bereits zum vierten Mal durchgeführt, wobei sich dieses Mal deutlich mehr Jugendliche interessiert zeigten als in den Vorjahren. „Wir freuen uns, dass dieses Projekt scheinbar eine Eigendynamik entwickelt hat und wir dafür jährlich immer mehr junge Menschen begeistern können“, so die Projektverantwortlichen Nadine Recktenwald und Andrea Eckert, die den jungen Teilnehmern im Vorfeld der Ehrung ihren Dank aussprachen.

    Das Projekt erstreckte sich räumlich über den kompletten Landkreis. Die Bewohner von Seniorenzentren in St. Wendel, Freisen, Marpingen, Hasborn und Bosen durften sich über die Zeit mit den jugendlichen Besuchern freuen. Während der zweiwöchigen Herbstferien war es jedem Teilnehmer freigestellt, wann er Zeit im Seniorenheim verbringt. Die vorgesehene Mindeststundenzahl von 10 Stunden wurde in zahlreichen Fällen deutlich überschritten, was eindrucksvoll unterstreicht, dass sich die Schülerinnen und Schüler gerne mit den Senioren beschäftigten. Zu den gemeinsamen Aktivitäten von Jung und Alt gehörten etwa Spaziergänge oder Gesellschaftsspiele. Oftmals reichte schlichtweg Zeit und die Bereitschaft, sich mit den älteren Menschen zu unterhalten, um ein wenig Freude zu schenken. Mitunter durften die Jugendlichen die Pfleger auch beim Ausgeben von Mahlzeiten unterstützen. Im Vordergrund des Engagements stand immer das Für- und Miteinander der Generationen.

    Bei der gestrigen Abschlussveranstaltung erzählten die Jugendlichen von ihrer Zeit in den Seniorenzentren und schilderten ihre Erfahrungen im Umgang mit alten Menschen. Alle Teilnehmer waren sich einig darüber, dass die Bewohner sich sehr über den Austausch mit der jüngeren Generation gefreut haben, was auch von Seiten der Pfleger bestätigt wurde. Für viele der Teilnehmer war es erstaunlich, wie fit sich manche Senioren bei Bewegungsaktivitäten präsentierten und wie detailliert sie von ihrer eigenen Kindheit und Jugend berichten konnten.

    Besonders erzählfreudig zeigte sich Jérôme Laubenthal, laut Andrea Eckert „ein Teilnehmer der ersten Stunde“. Jérôme ist körperlich beeinträchtigt und sitzt im Rollstuhl, weshalb es für ihn eine besondere Situation war, älteren Menschen, die aufgrund eigener Einschränkungen eine Bewegungstherapie benötigten, bei entsprechenden Übungen zu helfen. „Ich hatte natürlich Verständnis dafür, wenn etwas mal nicht auf Anhieb funktioniert hat. In diesen Momenten kam es vor allem auf gegenseitiges Vertrauen an. Meine Einschränkungen sind kein Hindernis, wenn es darum geht, anderen zu helfen“, erzählte der Abiturient.

    Christopher Dieckmann, der ebenso zum vierten Mal an diesem Projekt teilnahm, erklärte seine Motivation: „Es ist eine tolle Erfahrung, wie man mit nur geringem Zeitaufwand so viel Glück schenken und auch selbst erfahren kann. Ich wollte ein Stück weit Vorbild für Andere sei.“ Auch der Beruf des Pflegers wird von den Jugendlichen nun anders wahrgenommen. „Diese Menschen leisten eine tolle, aber auch sehr anstrengende Arbeit, die in meinen Augen total unterbezahlt ist. Pfleger zu sein ist eher Berufung als Beruf“, so Christopher.

    Die beiden Verantwortlichen zeigten sich begeistert und sind bestrebt, die Aktion in den kommenden Jahren gegebenenfalls auch etwas breiter aufzustellen. „Natürlich hängt das auch von den Kapazitäten der Seniorenzentren ab“, erläutert Andrea Eckert, „aber grundsätzlich wollen wir natürlich allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich im Rahmen unseres Projekts zu engagieren. Von dem Austausch der Generationen profitieren sowohl die Senioren als auch die Jugendlichen.“

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