Schließen «

Unsere Themen

Menü

  • Montag, 30. September 2019,

    Landkreis St. Wendel: Arbeitslosigkeit leicht gestiegen – Arbeitsmarkt im September 2019

    Die Agentur für Arbeit Saarland zählte im September 1.547 Arbeitslose im Landkreis St. Wendel. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist gegenüber dem Vormonat um 75 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei Agentur für Arbeit und Jobcenter 128 mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,2 Prozent. Sie lag damit 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

    „Durch die einsetzende Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit vor allem im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur in allen Landkreisen verringert. Dieser Rückgang ist in den Wochen nach den Sommerferien üblich, da die Firmen nach der Urlaubszeit wieder vermehrt Personal einstellen“, erläutert Christina Arend, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Saarland. Auch haben junge Menschen, die nach Ausbildungsende nicht übernommen wurden, nun eine neue Beschäftigung gefunden. Andere gehen weiter zur Schule oder warten auf den Beginn ihres Studiums im Oktober“.

    „Die konjunkturelle Schwächephase hinterlässt jedoch am Arbeitsmarkt inzwischen deutliche Spuren. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit stark gestiegen, gleichzeitig ist die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern zurückgegangen“, so Arend weiter.

    Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich

    Landkreis St. Wendel: 3,2 Prozent
    Landkreis Merzig-Wadern: 4,2 Prozent
    Saarpfalz-Kreis: 4,5 Prozent
    Landkreis Saarlouis: 4,7 Prozent
    Landkreis Neunkirchen: 6,8 Prozent
    Regionalverband Saarbrücken: 9,2 Prozent

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

    Bei der Agentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im September bei 828, das waren 26 weniger als im August und 148 mehr als vor einem Jahr (plus 21,8 Prozent). Bei den Jüngeren unter 25 Jahren reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 16 auf 96 im Vergleich zu August. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um vier erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 400. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel erhöht.

    Entwicklung in der Grundsicherung

    Auch das Jobcenter im Landkreis St. Wendel verzeichnete im aktuellen Monat einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit (minus 49 auf 719). Damit lag sie um 20 unter dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit ist derzeit im Bereich der Grundsicherung nicht vorhanden. 227 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 25 erhöht. Rund ein Drittel der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im September 228. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 18,3 Prozent.

    Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

    Die Unterbeschäftigung lag im Landkreis St. Wendel im September mit 2.380 Personen um 70 unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 65 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen um weniger als ein Drittel entlastet.

    Definition Unterbeschäftigung

    In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

    Stellenmarkt

    Im September wurden 214 Stellen neu zur Besetzung gemeldet, 112 oder 35 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn gab es 1.825 Stellenzugänge, 155 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (minus 7,8 Prozent). Aktuell stehen rund 720 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Die meisten Jobangebote gibt es in der Zeitarbeit, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Auch im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Baugewerbe und im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich sind die Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachkräfte gut.

    Die Daten zum Abschluss des Ausbildungsjahres 2018/2019 werden im Oktober veröffentlicht.

    Diesen Beitrag teilen:
  • Anzeige