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  • Donnerstag, 12. November 2015,

    „Konservativ und antifaschistisch“ – Klaus Farin referiert über Frei.Wild

    Am Mittwoch stellte der Berliner Schriftsteller Klaus Farin sein neues Buch „Frei.Wild – Südtirols konservative Antifaschisten“ im Marpinger Jugendcafé vor.

    Klaus Farins 400-seitiges Machwerk

    Farin begleitete die Südtiroler Band Frei.Wild über mehrere Jahre, führte Interviews mit deren Fans und verfasste darüber ein 400-seitiges Machwerk.

    Keine andere deutschsprachige Musikgruppe polarisiert so wie Frei.Wild, aber auch kaum eine andere ist derzeit so erfolgreich.

    „Die Frage, wie diese Band und ihre Fans wirklich ticken, fand ich interessant“, so Farin über die Motivation, sich über Jahre diesem Thema zu widmen.

    Schon seit längerem wird der Band vorgeworfen, politisch rechte Motive zu verfolgen. Die Brixener Deutschrock-Kapelle um Frontmann Philipp Burger selbst distanziert sich mittlerweile gegen diese Vorwürfe.

    In Farins Buch kommt er zum Schluss, dass Frei.Wild zwar sehr konservativ ist, jedoch den Antifaschismus und Antirassismus nicht ausschließt. „Die Südtiroler hegen eine Feindschaft gegen den italienischen Faschismus, sind aber sehr konservativ, wenn es um Traditionen und um Heimatliebe geht“, erklärte Farin den Titel seines aktuellen Buches.

    „Noch vor zwei Jahren verstand sich diese Band als unpolitisch. Erst nachdem sie in Interviews immer mehr mit politischen Themen konfrontiert wurden, beschäftigten sich die Mitglieder mit Politik und bezogen Stellung. Das gefiel den Fans offensichtlich nicht. Auch als der Titel meines Buchs veröffentlicht wurde, haben etliche ihre Bestellung zurückgezogen, da er ihnen zu politisch geklungen hat“, erzählte Farin den rund 35 Besuchern.

    Nachdem die Band sich im August in einem Facebook-Post gegen Anhänger der AfD und Pegida richteten, begann eine hitzige Diskussion unter Frei.Wild-Anhängern. Die Fangemeinde spaltete sich.

    Auch Tine Schwan, Bundesvorsitzende des Frei.Wild Supporters Club (FWSC), war in Marpingen anwesend und bestätigte: „Nach dem Posting sind viele Mitglieder aus dem Verein ausgetreten“.

    Genau wie die Band selbst sorgt auch das Buch für reichlich Diskussionsstoff. So schreibt Nico Werner auf Zeit Online: „Herausgekommen ist ein anbiederndes und unkritisches Fanbuch“

    In den Amazon-Rezensionen finden sich jedoch durchweg positive Meinungen. „Sehr interessantes Buch, welches die Band komplett analysiert und mit einfachen Berichten und Vergleichen bestätigt was wir schon immer wussten: Frei.Wild werden zu unrecht von Medien in eine rechte Ecke gedrängt“, meint Amazon-Kunde Patrick S.

    Wer sich selbst ein Bild machen möchte, der kann das Werk für 36,00 € erwerben.

    Frei.Wild: Südtirols konservative Antifaschisten

     

     

     

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