Schließen «

Unsere Themen

Menü

  • Anzeige

  • Dienstag, 4. August 2020,

    „Immer vor der Lage sein“ – Abstrich-Zelt für Urlaubsrückkehrer in St. Wendel errichtet

    v.l.n.r.: Dirk Schäfer, Benedikt Schäfer, Landrat Udo Recktenwald

    Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt, dass sie sich bei der örtlichen Polizeibehörde melden, all ihre Kontaktpersonen benennen und sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Alternativ zur Quarantäne können sie sich auf Covid-19 testen lassen. Dieser Test ist bis maximal 72 Stunden nach dem Auslandsaufenthalt zu machen. Wird er in diesem Zeitraum wahrgenommen, ist er kostenlos. Fällt er negativ aus, wird die Quarantäne aufgehoben. Auch Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten können sich freiwillig und kostenlos testen lassen. Der Test erfolgt entweder beim Hausarzt oder im Testzentrum auf dem alten Messegelände in Saarbrücken. Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch auch passieren, dass eine Testung beim Hausarzt nicht möglich ist und/oder man es nicht nach Saarbrücken schafft. Für diese Fälle hat der Landkreis sich nun mit einem eigenen Abstrich-Zelt gerüstet. So ist er auf eine mögliche Welle von Urlaubsrückkehrern, die abgestrichen werden müssen, vorbereitet.



    Die Risikogebiete sind vom Robert-Koch-Institut klar definiert. Zwar ist die Quarantäne bzw. der Test für die Reiserückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend, jedoch kann nicht kontrolliert werden, wo jeder Einzelne herkommt. Deshalb appelliert Landrat Udo Recktenwald an alle Rückkehrer, sich freiwillig zu melden und einem Test zu unterziehen. Sein Appell geht auch an die Arbeitgeber von Rückkehrern, die ihre Arbeitnehmer auf ihre Verantwortung hinweisen sollen.

    Zudem verfolgen das Land sowie der Landkreis eine weitere Teststrategie. So können sich Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Kindergartenkinder kostenlos testen lassen. Auch in Alten- und Pflegeheimen werden Tests durchgeführt. Das Personal sowie die Bewohner und jeder Neuzugang sollen auf das Virus getestet werden. Das Gesundheitsamt kümmert sich im Falle einer Infektion um die Kontaktverfolgung.

    Wie Recktenwald berichtet, tagte der Krisenstab erstmalig seit dem 18. Juni wieder. „Da es seit Beginn der Pandemie unsere Strategie war, immer vor der Lage zu sein, haben wir entschieden, auch eine Anlaufstelle zu sein.“ So wurde ein eigenes Abstrich-Zelt am Gesundheitsamt errichtet. Das Zelt kann im Bedarfsfall innerhalb eines Tages in Betrieb genommen werden. Ca. sechs Personen pro Stunde können hier getestet werden, wie Dirk Schäfer, Leiter des Einsatzstabs, erklärt. Auch mobile Testungen sind möglich. Eine deutliche Steigerung der durchgeführten Tests sei auch zu verzeichnen, so Schäfer.

    Die überwiegende Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger verhalte sich weiterhin sehr vernünftig, lobt der Landrat. An die Ausnahmen appelliert er, die Lage nach wie vor ernst zu nehmen.

    Diesen Beitrag teilen:
  • Anzeige

  • Anzeige