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  • Sonntag, 17. Mai 2020,

    Für mehr Respekt- gegen Hass!- ein Kommentar zu Cybermobbing

    Von harmlosen Hänseleien über regelrechte Hetze bis hin zu hasserfüllten Handlungen – Ausdrucksformen für negative Ressentiments anderen gegenüber gibt es in scheinbar unendlicher Vielfalt. Immer mehr Menschen beschimpfen und beleidigen andere online, denunzieren sie öffentlich, bis hin zu üblen Drohungen und unglaublichen Taten. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Personen des öffentlichen Lebens müssen sich mit unzähligen ehrverletzenden Äußerungen herumschlagen. Über diesen Sprüchen stehen und sich nicht auf das Niveau dieser Menschen hinabzulassen, ist sicher nicht immer einfach. 



    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […]“ (Artikel 5 Abs. 1 GG). Die Meinungsfreiheit ist ein fundamentales  Jedermanns- und Freiheitsgrundrecht, das verfassungsrechtlich verankert ist und in einer demokratischen Gesellschaft eine bedeutende Rolle einnimmt. Dennoch muss man von jedem sozialen Menschen, der von diesem Recht Gebrauch macht, -auch im Internet- erwarten dürfen, dass er in der Lage ist, ein gewisses Maß an Höflichkeit, Anstand und Respekt zu wahren. Viele Personen nutzen Internetplattformen wie Facebook, Instagram und Co., um ihrem persönlichen Frust, ihrer Unzufriedenheit, ihrem Groll bestimmten Personen, politischen Entscheidungen gegenüber oder einem regelrechten Allerweltshass Luft und Ausdruck zu verschaffen. Aber ist das der richtige Weg? 

    Onlineplattformen sind eine einfache und schnelle Lösung, um Meinungen und Ansichten gegenüber einer Vielzahl von Menschen kundzutun und das häufig mit der Intention, dass sich diese Statements möglichst rasch verbreiten. Aber ist es angemessen Beleidigungen oder sogar Hasskommentare zu verfassen, um Menschen schlecht zu machen und möglichst viele weitere Gleichgesinnte zu finden, die die Beiträge teilen und die Hetzerei fortführen? Die Hemmschwelle, was Äußerungen im Internet betrifft, sinkt immer weiter. Einige Menschen agieren immer frecher und primitiver. Ist es nicht eher feige und verachtenswert im Internet dreiste Hetzereien zu verbreiten und im persönlichen Kontakt zu verstummen? Wie viele dieser Menschen würden das, was sie im Internet kommunizieren, Betreffenden auch im echten Leben persönlich ins Gesicht sagen? 

    Viele Menschen agieren impulsiv, und der ein oder andere Kommentar ist wohl auch nicht zu ernst zu nehmen. Dass insbesondere Personen des öffentlichen Lebens kritisiert und ihre Taten diskutiert werden gehört dazu. Aber  wieso ist es der neue Standard, dass man sich beleidigen lassen und Hasskommentare ertragen muss? Zumal dieser dort geschürte Hass und die zunehmende Radikalisierung in sämtlichen Gruppen und Bereichen immer häufiger in schlimmen Taten gipfelt. 

    Wie muss es sich anfühlen öffentlich durch den Dreck gezogen zu werden und mit derartigem Hass konfrontiert zu werden? 

    Was sagt solch eine verbale Verrohung über unsere Gesellschaft aus?

    Wie befremdlich ist es, wenn sogar Personen wie etwa Amtsträger ihre berufliche und gesellschaftliche Stellung ausnutzen, um persönliche Animositäten zu verbreiten?

    Wann ist die Grenze überschritten? Erst wenn jemand zu Schaden gekommen ist oder nicht auch schon, wenn Beleidigungen, Drohungen und Hasskommentare verbreitet werden? 

    Wie oft müssen wir es noch erleben, dass dieser Hass in Angriffen mündet?  

    Und was können wir tun um uns diesem entgegenzustellen?

    Kämpfen wir für mehr Respekt und gegen Hass- für uns alle!

    Beispiele für Anlaufstellen für Betroffene von Cybermobbing:

    Weisser Ring e.V. 

    Landesbüro Saarland

    Telefon:  0681/67319

    Website: www.saarland.weisser-ring.de

    E-Mail: Saarland@weisser-ring.de

    Bündnis gegen Cybermobbing e.V.

    Telefon: 0721/16009-15 

    Website: www.buendnis-gegen-cybermobbing.de

    E-Mail: info@buendnis-gegen-cybermobbing.de

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