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  • Mittwoch, 1. Juli 2020,

    Feuerwehren im Landkreis gut aufgestellt – Ehrenamt entlastet Kommunen um 17 Mio. Euro

    St. Wendel. Am Montag wurde die Fortschreibung der Bedarfs- und Entwicklungsplanung im Bereich Brandschutz und technische Hilfeleistung des Landkreises in der Kreistagssitzung durch Dr. Roland Demke vorgestellt. Dr. Demke, leitender Branddirektor Würzburg, erklärte in seiner Präsentation, worauf es bei der Bedarfs- und Entwicklungsplanung ankommt und wie die Feuerwehren im Landkreis insgesamt aufgestellt sind.



    Gefährdungsanalyse, Risikoanalyse, Sollzustand und Schutzziele, Fahrzeugkonzept, Kommunikations- und Alarmierungsausstattung, mit diesen und weiteren Punkten befasst sich die Bedarfs- und Entwicklungsplanung im Bereich Brandschutz und technische Hilfeleistung des Landkreises. Dr. Demke erläuterte in der Vorstellung die Ist-Zustände, Entwicklungs- und Optimierungspotenziale in den einzelnen Eckpunkten sowie die Entwicklung seit der Erstellung der Planung im Jahr 2010.

    Hinsichtlich der Empfehlungen der Fahrzeugausstattung sei die kommunale Ausstattung ausreichend, hielt Dr. Demke fest. Auch personell ist der Landkreis gut aufgestellt. So benötigt er an den acht Standorten mindestens 1.682 Aktive bei der Feuerwehr. Insgesamt sind 1.927 Ehrenamtliche aktiv dabei. Müsste der Brandschutz im Landkreis hauptamtlich organisiert werden, so fielen jährlich zwischen 16 und 17 Mio. Euro an Personalkosten an, die durch die Kommunen aufgebracht werden müssten.

    Dr. Demke fasste die Entwicklung seit 2010 als sehr positiv zusammen. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren habe ein „enormer Impuls“ stattgefunden. Hier lobte er den Brandinspekteur Dirk Schäfer, der die Planung sehr vorangetrieben habe. Auch habe man nun in der Corona-Krise gesehen, „wie alles mit allem zusammenhängt“. Insgesamt seien wir als Landkreis also auf einem guten Weg.

    „Wenn Sie sich mit diesem Plan auch in Zukunft auseinandersetzen, haben Sie ein gutes Instrument, Entscheidungen fällen zu können und analytisch zu diskutieren“, so die Empfehlung von Dr. Demke.

    Auch Landrat Udo Recktenwald sprach sich für die Fortschreibung der Planung aus. Des Weiteren betonte er die Bedeutung des Ehrenamts bei der Feuerwehr, das für die Gemeinden eine große Entlastung darstellt. Er dankte allen Ehrenamtlichen und Feuerwehrangehörigen für ihre „großartige Arbeit“.

    Dr. Magnus Jung, dankte im Namen der SPD-Fraktion ebenfalls den vielen Ehrenamtlichen bei der Feuerwehr. Zur Planung sagte er, dass sie gute Lösungen enthalte und dass die Partei diese gerne mittrage.

    Auch Stefan Spaniol (CDU) stand der Fortschreibung positiv gegenüber und dankte allen Beteiligten. Er betonte noch mal, wie intensiv zwischen all den Teilnehmern zusammengearbeitet und sich abgestimmt werde. „Ich glaube, das ist eine Besonderheit bei uns im Landkreis St. Wendel, die Art und Weise, wie interkommunal zusammengearbeitet wird.“

    Lars Schlaup (Grüne) stimmte seinen Vorrednern in allen Punkten zu und ergänzte, wie wichtig die Freiwillige Feuerwehr auch im Bereich der Jugendarbeit ist.

    Einig waren sich auch alle Fraktionen in dem Punkt, dass das Ehrenamt künftig durch Hauptamt entlastet und unterstützt werden soll.

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