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  • Donnerstag, 16. April 2020,

    Eitzweiler: Auch dieses Jahr gab es wieder einen Osterbrunnen

    Der Osterbrunnen in Eitzweiler (Foto: Gerald Linn)

    Eitzweiler. Der Freisener Ortsteil Eitzweiler hatte in diesem Jahr wieder einen Osterbrunnen. Wie Ortsvorsteher Gerald Linn mitteilt, halten die Eheleute Heidemarie und Gerd Gelzleichter immer wieder das alte Brauchtum hoch. Die Eheleute haben den Brunnen auf dem vor 10 Jahren vom Eitzweiler Ortsrat umgestalteten Brunnenplatz in der Eichenstraße am Palmsonntag geschmückt.



    Der 1992 in Betrieb gegangene Rundbrunnen wurde im Jahr 2010 ersetzt. Die Wasserstelle, eine sanierte Notversorgung der ergiebigen Allerbachquelle für die beiden Ortsteile Asweiler und Eitzweiler, wurde damals auf Initiative des ehemaligen Ortsvorsteher Ernst Linn errichtet. Die Federführung lag bei der WVW. Im Rahmen des Programmes „Notversorgung im Katastrophenfall“ wurde die Maßnahme vom Bund mit 100 Prozent bezuschusst.

    Der Brauch des Osterbrunnenschmückens beginnt zunächst mit dem Säubern der Anlage, dem sog. „Fegen“. Übten dieses Amt im Herkunftsland des österlichen Brauchtums in der Fränkischen Schweiz früher nur die jungen Burschen aus, so tun dies heute entweder die schmückenden Frauen oder deren Ehemänner. Danach wird der Brunnen geschmückt, im Volksmund spricht man dabei vom „Brunnenputzen“.

    Als Schmuck dienen ausgeblasene Eier, die einfarbig bemalt oder verziert sind. In manchen Orten ersetzten die verantwortlichen Personen die echten Eier mit Plastikeiern, da die ausgeblasenen Eier entweder durch die Witterung oder auch mutwillig zerstört werden.

    Weiter gehören zum Schmuck einzelne oder zu Büscheln gebundene Papierbänder. Girlanden und Fichtenzweige werden um Brunnentröge gewunden oder zu Gerüsten und Kronen geflochten, an welchen die Eier befestigt werden. In manchen Ortschaften ziert zusätzlich echter Blumenschmuck die Brunnen. Die Krone, die die Eheleute Gelzleichter bisher auf dem Rundbrunnen anbrachten, könne leider bei diesem Brunnen nicht mehr verwendet werden, so Heidemarie Gelzleichter.

    Der Hauptgrund für das Schmücken von Brunnen und Quellen ist vor allem in der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element, so der Ortsvorsteher. „Wasser ist Leben – Wasser ist der Lebensquell“. Der Osterbrunnen soll Hoffnung und Zuversicht in der schwierigen Zeit von Corona vermitteln.

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