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  • Donnerstag, 13. April 2017,

    Ein Stück des amerikanischen Traums erobert Baltersweiler – South West Wolves bestreiten am Samstag ihr erstes Saisonspiel

    Football, die wohl typischste Assoziierung mit den U.S.A, hat sich längst über die Landesgrenzen hinaus auch in anderen Ländern etabliert und ist nun auch im St. Wendeler Land angekommen. Quasi aus dem Nichts schafften es die South West Wolves, innerhalb von 18 Monaten eine stabile, hochmotivierte und vor allem angriffsbereite Footballmannschaft aufzustellen. Nun wollen sie sich auch in der Liga einen Namen machen und starten ihr erstes Saisonspiel am nächsten Samstag, den 15. April (Kickoff um 15 Uhr) im Bosenbachstadion in St. Wendel.

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    Die Leidenschaft zum Football und der Wunsch, eine Mannschaft in der unmittelbaren Umgebung zu haben, waren die ausschlaggebenden Gründe für Björn Sprunck aus Namborn um die South West Wolves ins Leben zu rufen. Auf einen Internetaufruf über Facebook meldeten sich zahlreiche Leute, die Interesse an der Sportart hatten. Zum ersten Training kamen 16 Interessenten, beim Zweiten waren es schon 40 und von da an ging es steil bergauf.

    Trainer zu gewinnen gestaltete sich am Anfang noch etwas schwieriger, aber sobald es die ersten Kontakte zu langjährigen Spielern gab, fand man auch die passenden Trainer. Headcoach der Mannschaft ist Bill Roberts, gebürtiger Amerikaner mit massenhaft Erfahrung. Mittlerweile hat die Abteilung des SV Baltersweiler über 100 Mitglieder, darunter 78 Spieler, aber auch Helfer, die sich um Organisatorisches kümmern. Auch ein Team von Physiotherapeuten, die freiwillig jedem Training beiwohnen, da die Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen ist. Zum Glück ereignete sich bei der Mannschaft noch kein gravierender Unfall, was vor allem an den intensiven Vorbeugungsmaßnahmen liegt. Intensives Warmmachen neben dem zweimal wöchentlichen Training sowie regelmäßiges trainieren zu Hause, umfassende Schutzkleidung und viel Tape und Unterstützung von dem Physioteam sind deshalb für jeden Spieler Standard.

    Einer der Gründe weshalb der Sport auf so reges Interesse stößt, ist dass beim Football die körperlichen Voraussetzungen des Spielers keinem engen Schema entsprechen müssen. Grundsätzlich ist es ein Sport den jeder Mensch spielen kann. Neue Mitglieder sind bei den S.W. Wolves auch immer gerne willkommen, die einzigen Voraussetzungen sind nur, Teamfähigkeit und Lust auf den Sport.

    Die S.W. Wolves trainieren zweimal wöchentlich in Baltersweiler und neben dem üblichen Aufwärmen, welches auf alle beanspruchten Muskeln abgestimmt ist, werden meistens in kleinen Gruppen Abläufe wiederholt, indem ähnliche oder gerade konträre Positionen gemeinsam trainieren. Aber auch Taktiktraining und theoretische Spielzüge sind ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

    Die Sportart ist mit ihrer umfassenden Ausstattung und der Tatsache, dass die Ausrüstung aufgrund des niedrigeren Verbreitungsgrad in Deutschland schwer zu beschaffen ist, wohl eine der teuersten Mannschaftssportarten. Marco Theobald, Defensive End bei den Wolves und Vorstandsmitglied für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, schätzte den Wert der Ausrüstung eines jeden Spielers auf rund 700€. Umso wichtiger ist, dass das Team sich auf ihre Sponsoren und Unterstützer verlassen kann. Hauptsponsor ist Bernd Litz Bedachungen, der die Mannschaft tatkräftig unterstützte, selbst als es noch unsicher war, ob sich das Team langfristig bewähren könne. Eine große Hilfe für den Verein ist auch der regionale Ausrüster gear-factory, der als „Mann für Alles“ die Wolves unterstützt und auch für das Design verantwortlich ist.

    Wenn man die Mannschaft spielen sieht kann man fast nicht glauben, dass diese erst seit recht kurzer Zeit besteht, da die Spieler unheimlich vertraut wirken und die Mannschaft auch als vollkommene Einheit fungiert. Diesen Eindruck bestätigte auch Marco Theobald, für den die Mannschaft „wie eine Familie“ ist. Jeder Spieler, jede Position ist bedeutend und trägt das Team gleich stark auf den Schultern. Für die Wolves steht der Rudelgedanke im Vordergrund, Platz für Egoisten gibt es nicht.

    Schon von der ersten Trainingseinheit an war das Ziel ein Ligaspiel zu bestreiten und dieses erste Staffelziel werden die Wolves am Samstag erreichen. Vor allem, weil ein Großteil des Teams aus sogenannten Rookies, also Anfängern besteht, erfüllt es das ganze Team mit Stolz in so kurzer Zeit mithilfe von hartem Training und noch mehr Kampfgeist diese Hürde zu überwinden. Natürlich geht das Team mit dem Anspruch in das Spiel, die Mosel Valley Tigers am Samstag zu besiegen, dabei werden sie „dem Gegner nichts schenken und um jedes Yard kämpfen“, so Marco Theobald. Für die Saison will die Mannschaft ein respektabler Gegner sein, der geschlagen werden müsse, wenn der Gegner die Playoffs erreichen möchte. Auf längere Sicht hin möchte sich die Mannschaft als Team etablieren, den langfristigen Bestand sichern, fest die zweitstärkste Mannschaft im saarländischen Football werden und in höheren Ligen spielen. Ein weiteres langfristiges Ziel der Wolves ist es auch, um es mit den Worten von Headcoach Bill Roberts zu sagen „Have fun“.

    Zuschauer des Spiels können sich am Samstag nicht nur auf ein spannendes Spiel freuen, sondern auch auf eine aufregende Halbzeitshow in der die Purple Diamonds auftreten werden. Außerdem wird es ein Gewinnspiel geben bei dem Merchandise der Mannschaft gewonnen werden kann.

     

    Foto: Kira Wilhelm

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