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  • Montag, 14. September 2020,

    Ein in die Jahre gekommener Juwel wurde neu geschliffen – Kurhalle in Nonnweiler wieder eröffnet

    Selbstverständlich war es eine Feierstunde, die Kurhalle Nonnweiler wieder der Öffentlichkeit freizugeben. Doch Bürgermeister Franz Josef Barth war sichtlich traurig darüber, sie auf Grund der Corona-Vorschriften dann doch nicht wirklich für die Öffentlichkeit freigeben zu können. Der wunderschöne Festsaal sei für ihn dafür bestimmt, Feste darin zu feiern, und so versprach er „eine große Party für Nonnweiler“, sobald es wieder zulässig sei. Doch neben dem weinenden Auge hatte er selbstverständlich auch ein Lachendes an diesem Freitag. Denn das Projekt Kurhalle ist nun abgeschlossen. Die Erleichterung darüber ist allen anzumerken. Doch warum eigentlich? Mit 12 Monaten reiner Bauzeit, die auch noch voll in die Corona-Pandemie fiel, geht man erst einmal nicht von einem komplizierten Projekt aus. Oder etwa doch? 



    Im März 2017 war es geplant, die Toiletten zu modernisieren, eine behindertengerechten Toilette zu errichten, im Foyer eine Lichtpyramide zu ergänzen und einen Raum so umzugestalten, dass er an die benachbarte Zahnarztpraxis angeschlossen werden kann. Soweit zum Plan. Als im September 2018 die Decke im Foyer geöffnet wurde, um sich eine geeignete Stelle für die Lichtpyramide auszusuchen, fielen jedoch enorme Mängel am Dach auf, sodass komplett neu geplant werden musste und der Baubeginn auf September 2019 verschoben wurde. Der Zahn der Zeit hatte an der Halle genagt und musste behoben werden, wie es Architektin Bettina Berwanger ausdrückte. Deshalb musste neben den geplanten Änderungen, das Dach erneuert werden, es kamen einige Überraschungen in den Wänden zum Vorschein, Brandschutzbestimmungen waren teilweise nicht vollständig eingehalten und die Außengestaltung des 1974 errichteten Gebäude war auch in die Jahre gekommen. So betrugen die Gesamtkosten für das Projekt letztendlich 836 000 Euro, wobei 713 000 Euro dazu an Fördermitteln akquiriert werden konnten.

    Eine große Investition, doch für die Architektin ist die Kurhalle ein Juwel,   der etwas in die Jahre gekommen war und der nun wieder seinen ganzen Glanz neu entfalten sollte. Und das haben sie geschafft. Auch wenn die Halle von innen noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, so waren die Reaktionen auf die Außengestaltung der Kurhalle bereits eindeutig: „Die ist richtig gut gelungen!“ 

    Die Außenfassade bietet jetzt einen modernen Look, der Schriftzug der Kurhalle zeigt schon von Weitem eine gewissen Festlichkeit und die Anlage mit der Pergola-Verbindung zur Zahnarztpraxis lädt zum gemütlichen Stehempfang im Außenbereich ein. Also ein perfekter Ort für fröhliche und festliche Veranstaltungen. Denn auch wenn man den Raum betritt weiß man, warum es nicht einfach eine Mehrzweckhalle oder ein Dorfgemeinschaftshaus ist. Neben dem grandiosen Ausblick, stechen zunächst die beiden Kronleuchter hervor, die dem Raum einen sehr festlichen Charakter geben. Daneben lädt der Fußboden direkt zum tanzen ein und die Bühne bietet die Möglichkeit Livemusik oder Theatervorführungen zu veranstalten.

    Also wahrlich ein Juwel, dem die Gemeinde durch die Renovierung jetzt wieder den nötigen Feinschliff gegeben hat. Auf dieses Juwel ist Bürgermeister Franz Josef Barth auch sehr stolz, denn er hat „im ganzen Saarland noch keine andere Halle gesehen, die mit dem Ambiente der Kurhalle mithalten kann. 

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