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  • Mittwoch, 12. Juni 2019,

    Eichenprozessionsspinner im St. Wendeler Land

    Aktuell tritt der Eichenprozessionsspinner vermehrt im gesamten Stadtgebiet auf. Da ein Kontakt mit den Brennhaaren zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann, weist die Stadt auf Folgendes hin und bittet um Beachtung:

    Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichen-Arten vor. Er bevorzugt warm-trockene Regionen, das heißt lichte Eichenwälder, Waldränder, Alleen und Einzelbäume. In Trockenjahren kann es auch zu Massenvermehrungen kommen und dann befällt er auch die jüngeren Bäume. Er ist ein nachaktiver Schmetterling. Sie haben den deutschen Namen von den oft in langen Prozessionen umher wandernden Raupen. Der Falter ist 25 bis 32 Millimeter groß und unscheinbar. Die Weibchen legen ihren Eivorrat – bis zu 300 Stück – innerhalb weniger Tage an ein- bis dreijährige Zweige, gerne an der Südseite der Bäume im obersten Kronenbereich.

    Der Nachtfalter, der sich mittlerweile in Deutschland weiter ausgebreitet hat, stellt selbst keine Gefahr dar. Anders verhält es sich jedoch mit den Raupen. Deren Brennhaare können eine gesundheitliche Gefährdung darstellen, da sie das Eiweißgift Thaumetopein enthalten. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den „Nestern bleiben“ besitzen diese ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren. In diesem Frühjahr waren die Bedingungen bisher besonders gut: Die Wärme kam spät, für die Raupen genau richtig. Es gibt aktuell mehr als im Vorjahr.

    Daher bittet die Stadt die Bevölkerung um Vorsicht, wenn Eichenbestände passiert werden.

    Tipps für den Schutz:

    Generell dürfen Raupen und ihre Nester nicht berührt werden. Schon bei Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen.

    • Kleidung umgehend im Freien (!) wechseln, Schuhe nass reinigen
    • Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
    • Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen
    • Gründliches Duschbad mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser
    • Betroffene Gegenstände wie das Auto waschen, saugen und feucht reinigen
    • Hunde baden
    • Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, beim Atemnot sofort den
    Rettungsdienst alarmieren.

    Foto: Thomas Wagner

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