Alle drei Standorte der Dr.-Walter-Bruch-Schule dürfen sich nun Fair-Trade-School nennen. Das wurde am Donnerstag, 18.03.2021, in der Sozial-Pflege-Schule im Rahmen der Verleihung des Zertifikats mit dem anwesenden Landrat Udo Recktenwald, Schulleiter Hubert Maschlanka, FIS-Mitglied Wynnie Mbindyo, sowie zahlreichen Schüler*innen und Lehrer*innen per Webkonferenz gefeiert. Auch Isabelle Kiehn, Landeskoordinatorin für BNE des saarländischen Bildungsministeriums schaltete sich online dazu und dankte der Schule für ihr Engagement.
Die Dr.-Walter-Bruch-Schule hat das Fünf-Punkte-Programm erfolgreich abgeschlossen, um sich für das Siegel Fairtrade-School zu bewerben. Hierfür war es notwendig, zunächst eine Initiativ-Gruppe an der Schule zu gründen, die sich dafür einsetzt, die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit in der Schule umzusetzen. Diese Gruppe musste dann einen Kompass erstellen, der anzeigt, welche Richtung eingeschlagen werden soll und was ihr besonders wichtig ist. Im dritten Schritt wurden die Themen Nachhaltigkeit und Fairer Handel in den Unterricht integriert, dann wurden faire Produkte wie Kaffee und Kakao eingeführt. Im fünften und letzten Schritt musste eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung stattfinden. Hierfür backten die Schüler*innen fairtrade Muffins gemeinsam mit Landrat Udo Recktenwald und Schulleiter Hubert Maschlanka, die sie später in der Schule verteilten (wir berichteten).
Für dieses Engagement erhielt die Schule nun das Fairtrade-Zertifikat, das ihr am vergangenen Donnerstag verliehen wurde. Schulleiter Maschlanka eröffnete die Online-Veranstaltung mit Dankesworten an alle Beteiligten. Auch Landrat Udo Recktenwald sowie Isabelle Kiehn, die Landeskoordinatorin für BNE des saarländischen Bildungsministeriums, dankten der Schule für ihr Engagement.
Anschließend wurde das Zertifikat durch FIS-Mitglied Wynnie Mbindyo an die Schule überreicht. Sie betonte, welche Verantwortung dahinerstecke. Sie brachte eine Botschaft von Diego Nunez mit, der beim Amt für Klima- und Umweltschutz in Saarbrücken arbeitet, ursprünglich aus Kolumbien kommt und sich stark für fairen Handel einsetzt. Das Zertifikat sei nicht nur eine Urkunde, es stehe dafür dass sich die Schule direkt oder indirekt für faire Bedingungen in den Ländern einsetzt, in denen die Produkte angebaut werden. „Wenn ihr fairen Kakao trinkt, kämpft ihr gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf der Kakaoplantage an der Elfenbeinküste“, dieses Beispiel nannte sie, weil rund 70% des Kakaos weltweit an der Elfenbeinküste angebaut werde. „Die Kinder dort bekommen dann die Möglichkeit eine Schule zu besuchen“, so Mbindyo weiter.
Nach zwei Jahren muss das Zertifikat erneut beantragt werden. Dann kann die Schule erneut unter Beweis stellen, dass sie sich nach wie vor für Nachhaltigkeit und Fairen Handel einsetzt.