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  • Donnerstag, 21. Februar 2019,

    Diese Erfolgsstories machen Mut

    Erfolg stellt sich selten über Nacht ein. Meistens ist er das Ergebnis von Talent, einer guten Ausbildung und harter Arbeit. Das alles ist eine gute Basis, doch am Ende sind vor allem Zähigkeit und Durchhaltevermögen gefragt. Dann endet ein langer steiniger Weg bei dem gewünschten Ziel. Die folgenden Erfolgsgeschichten beweisen, dass sich Dranbleiben lohnt.

    Eine Lehrerin stellt die Literaturwelt auf den Kopf

    Die britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling ist heute die erfolgreichste Autorin der Geschichte. Bereits 1989 arbeitete sie an ihren ersten beiden Romanen. Mit dem Ergebnis war sie nicht zufrieden, daher vernichtete sie ihre Werke. Als sie ein Jahr später die Idee zu den „Harry Potter“-Romanen hatte, war der überwältigende Erfolg späterer Jahre noch weit entfernt. Es sollte fünf Jahre dauern, bis das erste Buch der Romanserie endlich fertiggestellt war. Doch die Verlage wollten von dem Debüt der damaligen Lehrerin nichts wissen. Dieses sei zu lang, zu komplex und wenig kommerziell.

    Sie kassierte mehrere Absagen, bis „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zwei Jahre später endlich in einer Mini-Auflage von nur 500 Büchern veröffentlicht wurde. Doch selbst zu diesem Zeitpunkt war der Verlag skeptisch und druckte nicht den vollen Namen von Rowling auf das neue Buch. So entstand der Autorenname J. K. Rowling, der offenließ, ob es sich dabei um einen weiblichen oder männlichen Autor handelte. Erst mit Verkauf der US-Rechte für das Buch wurde Rowling bekannt, ein beispielloser Erfolgslauf nahm seinen Anfang. Nach 500 Millionen verkauften Büchern, die in 65 Sprachen übersetzt wurden und weiteren acht Hollywood-Verfilmungen, die sich zu Mega-Blockbustern entwickelten, ist Joanne K. Rowling heute eine der finanziell erfolgreichsten Autoren der Geschichte.

    Dass Rowling die Anonymität etwas vermisst, beweist ihr zweiter Auftritt unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Diesen Namen verwendet sie seit dem Ende der „Harry Potter“-Serie, um die Krimi-Buchserie rund um den Ermittler „Cormoran Strike“ zu veröffentlichen. Rowling wollte ursprünglich anonym bleiben und kassierte für ihr Krimi-Debüt wohlwollende Kritiken als „männlicher Nachwuchsautor“. Doch wie zu erwarten war sickerte die Identität hinter dem Pseudonym durch und Rowling stürmt seither erneut die Bestsellerlisten.

    Vom gescheiterten Fußballer zum Poker-Profi

    Gerade Sportler sind oft plötzlich in ihrer Karriere mit ungewollten Veränderungen konfrontiert. Das kann eine Krankheit oder eine schwere Verletzung sein, die eine Fortführung der sportlichen Laufbahn unmöglich macht. Ein schönes Beispiel dafür hat sich erst vor wenigen Tagen ereignet. Der 30-jährige Spanier Ramón Colillas gewann die PSPC von PokerStars auf den Bahamas und wurde damit zum Ingenieur seines Traums. Der Gewinn von fünf Millionen US-Dollar Preisgeld machte ihn zu einem Poker-Profispieler, der sich nun seiner Leidenschaft widmen kann.

    Dabei stand Colillas vor einigen Jahren noch vor den Trümmern seiner Hoffnungen. Seine hoffnungsvolle Karriere als Fußballer war nach mehreren Verletzungen gescheitert. Er begann als Fitnesstrainer zu arbeiten, ohne restlich davon überzeugt zu sein. Eine berufliche Karriere als Ingenieur stand ebenfalls im Raum. Er begann regelmäßig Poker zu spielen, doch sein Traum vom Pokerprofi erlebte einige Rückschläge, sodass er nahe daran war aufzugeben. Erst als er seinen heutigen Mentor, den er liebevoll als „Pokervater“ bezeichnet, begegnete ging es steil bergauf. Mit dem Sieg auf den Bahamas erreichte Ramón Colillas eines seiner großen Ziele im Leben. Nun will er darauf aufbauen und seine Chance für weitere Erfolge nutzen.

    Kein Plattenvertrag für die Beatles

    Ein amerikanischer Musikkritiker schrieb in den 80er Jahren folgende Anmerkungen zur berühmtesten Popband der Welt: „Die Geschichte der populären Musik beginnt und endet mit den Beatles. Alles was zuvor oder danach auf den Markt kam, kann man getrost vergessen. Die Genies John Lennon und Paul McCartney bleiben unerreicht“.

    Das sahen die Artists-&-Repertoire-Manager der Plattenfirma Decca im Jahre 1962 offenbar ein wenig anders. Am 1. Januar des Jahres spielten die noch unbekannten Beatles für einen Plattenvertrag vor und wurden abgelehnt. Die Begründung mutet aus heutiger Sicht seltsam an: Gitarrenbands seien nicht mehr gefragt. Die Verantwortung für die wohl schlimmste Fehlentscheidung der Musikgeschichte trug der damalige Chef der A&R-Abteilung Dick Rowe. Die Beatles unterschrieben einige Monate später einen Vertrag bei der Plattenfirma EMI und stiegen zur größten Band des Planeten auf. Dick Rowe hingegen nutzte eine Gelegenheit, um seinen Fehler wiedergutzumachen. Er nahm auf Empfehlung des Beatles-Gitarristen George Harrison etwas später eine andere Gitarrenband unter Vertrag. Ihr Name: The Rolling Stones.

    Wer sich heute ein Ziel gesetzt hat und vorläufig daran gescheitert ist, kann sich große Namen zum Vorbild nehmen. Auch diesen ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen, sie mussten wie jeder andere hart darum kämpfen. Eine gute Ausbildung, Mut und Durchhaltevermögen sind die Basis für den Erfolg.

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