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  • Mittwoch, 17. Juni 2020,

    Corona-Warn-App ist da – So funktioniert sie

    Seit gestern kann man sich die Corona-Warn-App des Bundes auf sein Android-Smartphone oder iPhone laden. Sie soll dabei helfen, Infektionsketten besser nachzuvollziehen und Menschen, die in Kontakt mit Infizierten waren, zu warnen. Dabei ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen die App installiert haben, damit sie tatsächlich effektiv zur Eindämmung des Covid-19-Virus eingesetzt werden kann. Deshalb ruft auch Landrat Udo Recktenwald dazu auf, die Warn-App zu installieren.



    Am Dienstagmorgen, 16.06.2020, ging die Corona-Warn-App offiziell an den Start und steht seitdem allen kostenlos zum Download zur Verfügung. Gestern Vormittag wurde sie durch Kanzleramtsminister Helge Braun, Gesundheitsminister Jens Spahn, Justizministerin Christine Lambrecht, Innenminister Horst Seehofer, Prof. Dr. Wieler vom Robert Koch-Institut, sowie die Vorstände der an der Entwicklung beteiligten Unternehmen SAP, Dr. Jürgen Müller und Telekom, Tim Höttges präsentiert. Der Kanzleramtsminister betonte dabei, dass diese nicht die erste Corona-App weltweit sei, jedoch sei er ziemlich überzeugt, dass sie die Beste sei. „Sie herunterzuladen und zu nutzen, das ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung“, so Braun weiter.

    Die Warn-App herunterzuladen findet auf freiwilliger Basis statt. Deshalb hofft die Bundesregierung auf möglichst mehrere Millionen Menschen, die sie installieren und somit aktiv ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen.

    Wie lade ich mir die Corona-Warn-App auf mein Smartphone?

    Man findet die Warn-App in den jeweiligen App Stores der Android-Smartphones oder iPhones. Hier sollte man darauf achten, dass man wirklich die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts runterlädt. Es gibt nämlich bereits mehrere andere Anbieter, die sogenannte Warn-Apps anbieten, für die man allerdings bezahlen muss. Die Corona-Warn-App des Bundes ist kostenlos. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kommt auch über die Webseite des Robert Koch-Instituts zum Download-Link der App.

    Sobald man sie heruntergeladen hat, erhält man Schritt für Schritt Informationen zur App und zum Datenschutz. Danach hat man die Wahl, ob man die Risiko-Ermittlung aktiviert oder nicht. Damit die App auf die Kontaktaufzeichnungsfunktion des Smartphones zugreifen kann, ist hier eine Bestätigung notwendig. Diese kann jederzeit über einen Schieberegler innerhalb der App wieder deaktiviert werden.

    Auch dass die App Mitteilungen senden darf, sollte man bestätigen. So wird man auch zuverlässig von ihr gewarnt, wenn ein Infektionsrisiko besteht.

    Wie funktioniert die App?

    Hat man die App auf seinem Smartphone installiert, tauscht sie mit Smartphones in der Nähe, die ebenfalls die App installiert haben, verschlüsselte Zufallscodes aus, ohne dabei auf die persönlichen Daten zuzugreifen.

    Wird man positiv getestet, so kann man dies der App mitteilen. Diese Mitteilung wird dann verschlüsselt über einen Server weiterverarbeitet. Die Personen, deren verschlüsselte Zufallscodes die App zuvor gesammelt hat, erhalten dann eine Warnung und Informationen darüber, wie sie weiter vorgehen sollen. Personenbezogene Daten werden dabei nicht weitergegeben. Die Personen erfahren nicht, wer die infizierte Person war.

    Nachdem die App 24 Stunden auf dem Handy installiert war, ermittelt sie erstmals das eigene Infektions-Risiko.

    Sind meine Daten sicher?

    Bei der Entwicklung der Corona-Warn-App wurde sichergestellt, dass den hohen deutschen Datenschutz-Anforderungen entsprochen wird. So sollen die eigenen personenbezogenen Daten jederzeit sicher sein. Bei der Anmeldung werden keine persönlichen Daten benötigt. Auch die dezentrale Datenspeicherung auf den Geräten selbst sowie die Pseudonymisierung sollen ein Höchstmaß an Datenschutz garantieren.

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