Der CDU-Ortsverband St. Wendel blickte beim traditionellen Heringsessen auf ein erfolgreiches Wahljahr zurück. Sowohl die Kommunalwahlen im Juni als auch die Bundestagswahl im Februar verliefen für die Christdemokraten zufriedenstellend. Dennoch mahnten die Redner zur Wachsamkeit angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen.
Der Ortsverbandsvorsitzende Andreas Leyerle äußerte sich besorgt über die Wahlergebnisse der AfD. Diese stelle fundamentale Errungenschaften der Bundesrepublik wie Westbindung und europäische Integration in Frage. „Beständigkeit, von Werten bestimmte vernünftige Politik und das Wiedererlangen des Vertrauens der Wählerinnen und Wähler sind in unseren unruhigen Zeiten auf allen Ebenen die richtigen Mittel“, betonte Leyerle.
Der neue Bundestagsabgeordnete Roland Theis, der im Wahlkreis das beste CDU-Ergebnis im Saarland erzielte, unterstrich die Notwendigkeit einer schnellen Regierungsbildung unter Friedrich Merz. Angesichts der internationalen Lage und insbesondere mit Blick auf die USA und den Ukraine-Krieg müsse Europa seine Verteidigungsfähigkeit stärken. „Wir Europäer müssen selbst für unsere Verteidigung sorgen“, erklärte Theis und sprach sich für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht aus.
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Wendelinusplakette an den Förderverein Kleine Hände. Die seit 1988 bestehende Organisation wurde für ihr überkonfessionelles und überparteiliches Engagement gewürdigt. Der Verein unterstützt alleinerziehende Mütter, hilfsbedürftige Familien sowie ältere und geflüchtete Menschen. Die Veranstaltungsteilnehmer sammelten zusätzlich 300 Euro für den Förderverein.
Für ihre langjährige Parteitreue wurden mehrere CDU-Mitglieder geehrt: Gerd Paliot und Helmut Straß für 65 Jahre, Wolfgang Ohlmann, Max Dupre, Hans-Werner Luther, Wolfgang Zeyer und Ewald Gillen für 50 Jahre sowie Peter Schunath, Peter Peters, Karl-Heinz Kockler und Joachim Bräuer für 40 Jahre Mitgliedschaft.