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  • Donnerstag, 12. Juli 2018,

    Beobachtung der totalen Mondfinsternis und Fachvortrag in der Sternwarte Peterberg

    Die Mitglieder des Vereines der Amateurastronomen des Saarlandes e. V. laden am 27. Juli 2018 ab 20:00 Uhr zum Fachvortrag „Unser Mond, ein Glücksfall für die Erde“ an die Sternwarte Peterberg ein. Im Anschluss kann – bei gutem Wetter – gemeinsam die totale Mondfinsternis beobachtet werden.

    Eine Mondfinsternis, egal ob total oder partiell, entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond scheinbar in einer Linie stehen. Der Mond tritt dabei in den Schattenraum ein, der sich auf der sonnenabgewandten Seite der Erde in den Weltraum erstreckt. Man unterscheidet dabei einen Bereich des Halbschattens und des Kernschattens. Für eine totale Mondfinsternis muss der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde eintreten. Bei einer partiellen Mondfinsternis ist dies dagegen nur teilweise der Fall.

    Mondfinsternisse sind interessanterweise seltener als Sonnenfinsternisse, können aber über größeren Gebieten der Erde beobachtet werden, nämlich überall dort, wo der verfinsterte Mond über dem Horizont steht. Sonnenfinsternisse sind nur von einem schmalen Streifen aus zu beobachten. Daher entsteht der Eindruck, dass Sonnenfinsternisse seltener stattfinden. In Mitteleuropa sichtbare totale Mondfinsternisse gibt es in den nächsten Jahren am 21. Januar 2019, 16. Mai 2022 und zweimal in 2025 (14. März und 7. September). Dazwischen gibt es weitere partielle und sogenannte Halbschattenfinsternisse, wobei bei letzteren die Verfinsterung nur schwer erkennbar ist.

    Die diesjährige totale Mondfinsternis findet am Abend des 27. Juli 2018 statt. Günstig an einem Freitagabend gelegen. Allerdings ist die Verfinsterung schon im Gange, wenn sich der Vollmond in Deutschland über den Horizont erhebt. Gleichzeitig ist die Sonne gerade erst beim Untergehen, was dazu führt, dass der Himmel noch stark aufgehellt sein wird und den Eindruck der Verfinsterung schmälert. Bei einer Mondfinsternis spricht man von Kontakten, an denen der Mond die verschiedenen Zonen des Erdschattens (Halbschatten, Kernschatten) betritt oder verlässt.

     

    Hier die Zeiten für die Mitte Deutschlands (50 Grad Nord, 10 Grad Ost, Zeiten in Sommerzeit MESZ):

    Eintritt in den Halbschatten (1. Kontakt): 19.13 Uhr
    Eintritt in den Kernschatten (2. Kontakt): 20.24 Uhr
    Mondaufgang: 21.01 Uhr
    Sonnenuntergang: 21.09 Uhr
    Beginn der totalen Phase (3. Kontakt): 21.30 Uhr
    Maximale Verfinsterung: 22.22 Uhr
    Ende der totalen Phase (4. Kontakt): 23.13 Uhr
    Austritt aus dem Kernschatten (5. Kontakt): 00.19 Uhr
    Austritt aus dem Halbschatten (6. Kontakt): 01.30 Uhr

    Der Zufall will es, dass am gleichen Tag der Planet Mars in Opposition zur Sonne steht, das heißt, auch er steht von der Sonne aus betrachtet „hinter“ der Erde. Da er sich dabei auf weniger als 60 Millionen Kilometer der Erde nähert, findet die Opposition in relativer Erdnähe statt, wodurch Mars heller als Jupiter am Abendhimmel erscheint. Selbstverständlich wird am 27. Juli im Rahmen der öffentlichen Beobachtung auf dem Peterberg auch die Mars-Opposition gebührend gewürdigt.

    Eintrittskarten sind ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich. Für diese Veranstaltung ist keine Voranmeldung/Reservierung möglich.
    Der Eintritt zu Vortrag inkl. Führung/Beobachtung in der Nordkuppel kostet 8 € bzw. ermäßigt 4 €.
    Der Eintritt nur zur Führung/Beobachtung in der Nordkuppel kostet 4 € bzw. ermäßigt 2 €.
    Die Teilnahme an der Beobachtung auf dem Vorplatz der Sternwarte ist kostenlos.

    Die Beobachtungen können nur bei weitgehend wolkenfreiem Himmel stattfinden.

    Foto: Uwe Dillschneider

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