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  • Dienstag, 23. Juni 2020,

    Baummikado bereichert den Schulhof der Gemeinschaftsschule Marpingen

    Foto: Markus Mörsdorf/Schule

    Wenn Robinien im Mai in Blüte stehen, verzaubert ihr Duft ganze Straßenzüge und verwandelt sie in Oasen des feines Duftes. Doch diese nordamerikanische Baumart hat noch weitere Vorzüge: Ihr Holz ist sehr hart, witterungsbeständig und eignet sich damit hervorragend für Spielgeräte.

    Als solche sind die durcheinander gepurzelten, geschälten Robinienstämme auf dem Schulhof der Gemeinschaftsschule Marpingen erstmal nicht zu erkennen. Und auch der zweite Blick zeigt, dass es hier nicht nur ums Spielen, ums Klettern oder Chillen geht: Die natürliche Wuchsform der entrindeten und gehobelten Stämme, miteinander in organischen Formen verschraubt, ergeben ein Gesamtkunstwerk, das von allen Schülerinnen und Schülern der Schule genutzt werden kann: Die einen versuchen sich im Balancieren, andere lehnen sich bequem an die sanften Rundungen der Stämme und für manche sind sie ein inspirierender Hingucker. So zufällig, wie es die Bezeichnung Baummikado nahelegt, ist aber die Zusammenstellung der Stämme keineswegs: Es gehört ein künstlerisches Auge dazu, um aus den massiven Holzstämmen ein organisches Ganzes zusammenzustellen. Und ohne handwerklichen Sachverstand geht es auch nicht, schließlich muss die Konstruktion auch sicher sein und vom TÜV abgenommen werden.



    Dazu kommt, dass das Marpinger Baummikado eine Gemeinschaftsaktion von Schülern, Eltern, Unterstützern des Fördervereins der Schule und, nicht zuletzt, der Lehrerinnen und Lehrer darstellt. Vera Heintz, Koordinatorin in der Schulleitung, organisierte mit dem Schulförderverein eine Crowdfunding-Aktion, bei der so viel Geld zusammenkam, dass Stämme und Arbeitskraft für das Fällen und Schälen der Robinen bezahlt werden konnten. Das Zusammensetzen, Verschrauben und Austesten lag dann ganz in die Hand engagierter Lehrer. Aufgrund der gegenwärtigen Pandemie-Beschränkungen musste man leider vielen Schülerinnen und Schülern, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt hatten, absagen. So wird sich die Fertigstellung des Projektes noch ein wenig hinauszögern.

    Doch die drei Hauptakteure Vera Heintz, Georg Wilhelm und Gerd Rausch sind zuversichtlich, dass noch vor den Sommerferien alle älteren und jüngeren Schülerinnen und Schüler in den Genuss kommen werden, das Marpinger Schulmikado auf ihre jeweils ganz eigene Art auszutesten.

    Die ehemals recht leere Eingangsbereich der Schulhofseite ist auf jeden Fall schön aufgewertet, ein bereits gepflanzter Baum wird in einigen Jahren zusätzlich Schatten spenden. Es ist zwar keine Robinie, die dann die Schule zur Blütezeit in ihren Duft hüllen könnte, aber auch die junge Linde wird es zusammen mit dem Robinien-Baummikado schaffen, zur Oase der Entspannung und Abwechslung im Schulalltag zu werden.  

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