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  • Sonntag, 20. Oktober 2019,

    Autoren im Landkreis: Lena Hafner und ihre kleine Raupe

    In unserer Reihe „Autoren aus dem St. Wendeler Land“ stellen wir euch anlässlich der Buchmesse in Frankfurt Menschen vor, die ganz in der Nähe wohnen und eigene Bücher schreiben und vertreiben. Heute haben wir Lena für euch im Interview, die eine ganz liebevoll gezeichnete Geschichte als Kinderbuch herausbrachte. 

    Hallo Lena, stell dich doch mal kurz vor. 

    Also ich bin Lena Hafner, ich bin 29 Jahre alt und komme hier aus Bliesen. Ich bin seit 2 Jahren Erzieherin in einer Kinderkrippe. 2014 habe ich ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wie die kleine Raupe wieder fliegen lernte“

    Du bist ja Erzieherin, wahrscheinlich brachte das dich dazu, das Buch zu schreiben, oder?

    Eigentlich nicht, ich war damals noch keine Erzieherin und auch noch nicht in der Ausbildung dazu. Ich hab vorher Grundschullehramt studiert und bin dabei auch immer in Kontakt mit Bilderbüchern gekommen. Außerdem habe ich schon immer gerne gemalt und immer gerne eigene Geschichten erzählt.

    Und dann hatte ich halt die Geschichte im Kopf und hab sie aufgeschrieben und einfach nur für mich gemalt. Also ich hatte nicht vor, dass ich unbedingt ein Buch schreiben wollte. Aber dadurch, dass ich in dem Bereich war, fand ich das ganz schön das auch zu machen. Und als es fertig war, wollte ich es dann auch schon als Buch haben und hab mir dann ein Exemplar beim DM drucken lassen.

    Ich fand es dann aber auch so schön, dass ich es bei verschiedenen Verlagen versucht habe. Das ist sehr schwierig, aber dann bin ich eben auf ein Unternehmen gestoßen, dass Newcomer unterstützt und dann hat es geklappt. 

    Und um was genau geht es in deinem Buch ?

    Also es geht um die kleine Raupe. Man kennt ja die Geschichte, dass sich Raupen im Kokon verpuppen und dann irgendwann als Schmetterling wieder herauskommen. Die kleine Raupe macht das natürlich auch, aber sie geht viel früher schon in den Kokon, weil sie einen kleinen Makel hat. Sie hat nämlich ganz große Zähne und sie bekommt auch in ihrem Umfeld mit, dass das irgendwie komisch an ihr ist. Und so wird sie halt ganz traurig und sieht sich auch noch in einer Pfütze und erschreckt vor sich selbst und dann verpuppt sie sich halt und will gar nicht mehr raus. Irgendwann kommt dann aber die Kraft wieder und sie will doch raus. So erkennt sie dann halt auch, dass sie es mit ihren großen Zähnen schafft, sich durch den Kokon durchzubeißen.

    Jetzt ist das ganze ja ein Kinderbuch, aber ist es auch für Erwachsene interessant? 

    Also ist ja oft so, dass Bilderbücher auch für Erwachsene sind. Die sehen dann nur auch etwas anderes darin. Die Kinder sehen halt die Bilder und auch, dass die Raupe traurig ist und versuchen das zu verstehen. Aber die Erwachsenen sehen auch den Hintergrund. Dass man sich im Leben durchbeißen muss, deshalb auch die Zähne. Oder auch die Parallelen zur Raupe Nimmersatt. Das sehen eben Erwachsene auch aus einem anderen Blickwinkel, als die Kinder. 

    Würdest du sagen, dass dein Buch, trotz, dass es ein Bilderbuch mit einem Tier als Hauptfigur ist, auch autobiographische Teile beinhaltet? 

    Auf jeden Fall, es gab mit Sicherheit auch mal so Zeiten, wenn man eben traurig ist und sich fragt, warum man etwas überhaupt macht und sich am liebsten für immer verkriechen möchte. So auch bei meinem Studium, das ich abgebrochen habe, weil es mir einfach nicht gelegen hat und dann fragt man sich ja schon auch manchmal, ob man sich jetzt durchbeißen soll oder doch besser aufgibt. Von daher würde ich schon auch sagen, dass es eigentlich auch immer ein bisschen was mit seiner eigenen Geschichte zu tun hat. 

    Aber du machst ja jetzt eigentlich etwas ganz anders?

    Ja gut, ich singe auch schon immer. Und so anders ist das auch gar nicht, ich schreibe ja immer noch. Jetzt halt Lieder auf Englisch, ein paar auch auf Deutsch, aber hauptsächlich auf Englisch, das ist ja auch immer eine Geschichte, die ich da erzähle. Also vorher habe ich halt die Geschichte geschrieben und gemalt und jetzt singe ich sie eben. Das ist halt ein anderer Rahmen, weil man das Buch halt auch für sich selbst schreibt und mit den Liedern irgendwann auch auftritt. 

    Und ist so die Resonanz vielleicht trotzdem irgendwie ähnlich?

    Naja das ist schon anders, die Resonanz beim Auftritt ist halt direkt. Man steht ja vorm Publikum und sieht, ob ihnen das gefällt oder auch nicht. Und wenn man das Buch jemandem schenkt, dann kommt die Resonanz viel später. Außer man ließt es bei Kindern vor. Da bekommt man die Reaktionen direkt mit, was auch sehr schön ist. 

    Und wie geht es jetzt weiter, hast du vor noch weitere Bücher zu schreiben ? 

    Also es gibt noch ein paar Bilderbücher, die noch zuhause sind, die aber noch nicht veröffentlicht sind. Ich weiß noch nicht genau, was daran noch fehlt, aber wenn es sich irgendwann richtig anfühlt, kann ich mir auf jeden Fall vorstellen auch noch weitere Geschichten zu veröffentlichen. Und ansonsten verarbeite ich natürlich auch weitere Geschichten zu Liedern. 

    Und hier erhaltet ihr das Buch:

    Amazon:

    https://www.amazon.de/kleine-Raupe-wieder-fliegen-lernte/dp/3861964325/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=wie+die+kleine+Raupe+wieder+fliegen+lernte&qid=1571416822&sr=8-3

    papierfresserchen.de:

    https://www.papierfresserchen.de/epages/64282966.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64282966/Products/%225009%20R%22

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