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  • Freitag, 8. Februar 2019,

    Australische Casinos halten Spenden-Versprechen nicht ein

    Glücksspiel wird auf der ganzen Welt breit diskutiert. Das hat bereits in der Vergangenheit zu vielen Komplikationen geführt. Dafür gibt es mehr als nur einen Grund. Bereits von Anfang an wurden ethische und moralische Fragen lang und breit diskutiert. Denn vor einigen Jahrhunderten waren für Menschen zwei Dinge unvorstellbar:

    • Dass man sein Geld für Vergnügen ausgibt, welches keinen Hintergrund hat und zudem zu massiven Geldproblemen führen kann.
    • Dass man sich auf den Zufall verlässt und damit religiösen Theorien widerspricht.

    Wenn man von morgens bis abends auf seinem Feld arbeitete und oft kaum genug Geld für ein adäquates Leben hatte, dann war das Glücksspiel meist genauso schlimm wie der Alkohol. Während es damals noch hauptsächlich aus Kartenspielen bestand, gab es keine Sicherheiten, Gesetze und Regelungen. Betrug wurde an Ecken erlebt und durchgeführt.

    Glücksspiel heute

    Die gesetzliche Lage ist in vielen Ländern immer noch ungeklärt. Grauzonen, Anbieter aus anderen Ländern und viele andere Regelungen sorgen dafür, dass Spieler weiterhin einen Zugang haben. Online-Casinos sind meist eine deutlich lukrativere Alternative zur Spielhalle. Beispielsweise auf dem Portal http://casinobonusohneeinzahlung.biz/bet365/ findet man sehr gute Angebote für das Glücksspiel.

    In Australien gibt es bei den Betreibern von Glücksspiel nämlich auch eine Art Grauzonen-Regelungen, wie diese weiterhin legal bleiben. Sie lautet wie folgt: Der Anbieter verpflichtet sich dazu, einen Teil seiner Einnahmen an öffentliche Einrichtungen zu spenden. Das können beispielsweise Schulen, Universitäten oder Krankenhäuser sein. Auf diese Weise hätte das Glücksspiel einen Zweck verfolgt: Das freiwillig vom Staatsbürger ausgegebene Geld könnte genutzt werden, um die Infrastruktur auszubauen und den Staat in seiner Aufgabe zu unterstützen.

    Betrug auf ganzer Linie

    Nun sind einige schlaue Köpfe jedoch auf die Idee gekommen, diese Regelung auf ihre Richtigkeit zu untersuchen. Dafür hat die Monash University vier Regionen in Australien unter die Lupe genommen und genau analysiert.

    Einer der wichtigen Punkte enthielt folgende Aspekte: Zunächst wurden die Daten gesammelt, welche Ausgaben im Glücksspiel durch den Bürger getätigt wurden, also wie viel die Anbieter verdient haben. Diese Zahl wurde dann verglichen mit der Summe, die tatsächlich als Spende entrichtet wurde. Das Ergebnis war erschreckend:

    • In dem Staat New South Wales wurde etwa eine Summe von 5 Milliarden Dollar innerhalb eines Jahres eingezahlt. Diese Summe wurde von der Gesamtheit aller Spieler des Staates investiert. Wie viel davon als Spende rausgegangen ist? Keine 1,5 Prozent!
    • Sehr ähnlich ging es im Bundesstaat Victoria zu. Hier wurden etwa 2,6 Milliarden Dollar eingenommen. Lediglich 62 Millionen flossen jedoch in gemeinnützige Einrichtungen oder Stiftungen.

    Wie der Vorfall entdeckt wurde

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – das erlebte Australien auch bei diesem Vorteil. Denn die Ausgaben der Casinos für derartige Organisationen wurden nicht überprüft, bis die Monash University ins Spiel kam. Dr Charles Livingstone führte diese Studie im Jahr 2011 durch.

    Interessant war auch die gesetzliche Ausgangslage für diese Regelung. Denn dieses Abkommen war natürlich dem Zwecke verschrieben, Spielautomaten das Überleben zu ermöglichen. Der Regierung war vollkommen bewusst, dass Glücksspiel schwerwiegende Probleme hervorrufen kann und deswegen das Verbot eine schützende und präventive Maßnahme gegen eine große Menge von Suchtfällen ist. Diese Regelung war lediglich eine Idee der Casinos, um ihr eigenes Überleben zu sichern.

    Die gesetzliche Lage war nämlich folgendermaßen: Es gab keine eindeutige Zahl oder keinen festgelegten Anteil, welcher für diesen Zweck genutzt werden sollte. Nicht einmal eine Mindestmenge wurde beschrieben. Stattdessen lautete die Einigung, dass ein “wesentlicher Teil” der Einnahmen gespendet werden sollte. Kontrollen fanden ebenfalls nicht statt.

    Wer steckt da unter einer Decke?

    Dabei wollte auch niemand diese Kontrollen durchführen. Denn besonders die lokalen Sportvereine und Spendenorganisationen haben sehr von diesen Unterstützungen profitiert. Ans Licht gekommen ist der Fall erst, als eine unabhängige Partei (die Universität) begann, die Regelung in Frage zu stellen.

    Nach wie vor sind Spielautomaten natürlich ein Hobby mit hohem Risiko: Viel Geld wird investiert und Anregungen geschaffen, um noch mehr auszugeben. Zudem sind Spielautomaten oft so konzipiert, dass die Auszahlungsquote lediglich 70 oder 80% beträgt. Das Online-Casino wäre eine deutlich lukrativere Variante. Da Spieler sich jedoch oft nicht mit diesen Zahlen beschäftigen und glauben, dass nur ein richtiges Casino für richtige Gewinne sorgen könnte, bleibt das Risiko Verarmung und Schuldenfalle weiterhin bestehen.

     

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