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  • Dienstag, 4. August 2020,

    Ausbilden wird belohnt – Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ gestartet

    Um zu verhindern, dass sich die Corona-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung entwickelt, starteten am 1. August wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“. Für dieses Bundesprogramm, mit dem die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen fördert, stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. 410 Millionen Euro davon können für die Maßnahmen der Ersten Förderrichtlinie eingesetzt werden. Die Erste Förderrichtlinie sieht folgende Regelungen vor:



    ·         Betriebe, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, erhalten eine Prämie, wenn sie ihr Ausbildungsniveau halten. Konkret sollen sie für jedes im Zeitraum vom 01. August 2020 bis 15. Februar 2021 beginnende Ausbildungsverhältnis 2.000 Euro erhalten.

    ·         Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot erhöhen, soll eine Prämie von 3.000 Euro für jeden gegenüber dem früheren Niveau zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag gezahlt werden. Auch diese Förderung gilt für Ausbildungsverhältnisse, die im Zeitraum von 01. August 2020 bis zum 15. Februar 2021 beginnen.

    ·         Ausbildungsbetriebe, die ihre Aktivitäten auch in der Krise fortsetzen und für Auszubildende sowie deren Ausbilder keine Kurzarbeit anmelden, werden besonders unterstützt. Vorgesehen ist eine Förderung von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung. Sie greift für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat. Diese Unterstützung ist befristet bis zum 31. Dezember 2020.

    ·         Gefördert werden auch Betriebe, die Auszubildende übernehmen, deren Unternehmen die Ausbildung pandemiebedingt übergangsweise nicht fortsetzen können. Hier läuft die Befristung bis zum 30. Juni 2021.

    ·         Unternehmen, die Auszubildende von Betrieben übernehmen, die Insolvenz anmelden mussten, erhalten eine Prämie von 3.000 Euro pro aufgenommenen Auszubildenden. Auch diese Unterstützung ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

    „Auch wenn die Pandemie an ganz unterschiedlichen Stellen des Arbeitsmarktes einschneidende Spuren hinterlässt, bleibt der Bedarf an Nachwuchskräften zur mittel- und langfristigen Fachkräftesicherung bestehen Es ist deshalb in der gegenwärtigen Situation wichtig, dass die Unternehmen im Saarland weiterhin in Ausbildung investieren“, so Madeleine Seidel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „Die Ausbildungsprämie unterstützt die Betriebe dabei, ihre Ausbildungsanstrengungen auch unter den gegebenen schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.“

    Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen ab sofort unter www.arbeitsagentur.de > Unternehmen > Hilfen für Ihr Unternehmen > Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zum Download zur Verfügung.

    Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Saarland unterstützt gerne bei Fragen zu den unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten. Er ist telefonisch unter der gebührenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 20 zu erreichen.

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