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  • Sonntag, 23. Februar 2020,

    Abtei Tholey – So sieht das neue große West-Fenster aus

    Die Renovierung der Abteikirche Tholey schreitet weiter voran. Ende des vergangenen Jahres wurde das von der Künstlerin Mahbuba Maqsoodi gestaltete große Westfenster eingebaut. Es zeigt, wie der Erzengel Michael den Teufel aus dem Himmel verweist.

    Insgesamt 34 neue Fenster gestaltet die Münchner Künstlerin Mahbuba Maqsoosdi für die Abteikirche Tholey. 15 dieser neuen Fenster wurden bereits Ende des vergangenen Jahres eingebaut: 14 Oberfadenfenster und das große Westfenster.

    „Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen“

    Das große Westfenster der Abteikirche befindet sich hinter der Orgelempore und wird nach dem Wiedereinbau der Orgel wieder von dieser verdeckt sein. Analog zum „Tholeyer Teufelchen“, das in einem Kapitell des rechten Seitenschiffes versteckt ist und nicht zum Altar sehen darf, wird im West-Fenster der Satans-Sturz dargestellt. Die Idee dahinter: Der Teufel ist zwar da, kann aber nicht das Heil am Altar sehen. Und der Priester zelebriert auch nicht in Richtung Teufel, sondern in Richtung Orgel. Nur wenn man mit dem Kopf im Genick unter der Orgelempore steht, sieht man, wie der Teufel heruntergestürzt kommt.

    Der Satans-Sturz wird im Lukas-Evangelium beschrieben: „Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (Lk 10, 18). Nach der alten israelitischen Vorstellung war der Satan beim Jüngsten Gericht der Ankläger, der den Menschen ihre Verwerflichkeit aufzeigte und dafür sorgte, dass sie alle verurteilt und verdammt wurden. Durch den Satans-Sturz wird der Teufel aus dem Himmel verbannt. Nach christlicher Vorstellung treten die Menschen somit nur noch vor den barmherzigen Richter Jesus Christus.

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