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  • Dienstag, 12. September 2017,

    Umwelt Campus: Schülerinnen für MINT-Themen begeistern

    Schülerinnen werden häufig unbewusst bereits in früher Jugend hinsichtlich ihres Interesses an naturwissenschaftlichen und mathematischen Themen negativ beeinflusst. Aussagen ihres direkten Umfelds wie: „Die Mathe-Aufgabe musst du nicht verstehen, brauchst du eh nicht wieder im Leben!“ oder „Ich konnte das auch nie“ verschlechtern nachweislich das Interesse von Schülerinnen an den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und verringern damit auch die Chance einer entsprechenden Studien- und Berufswahl. Dies ist unter anderem ein Resultat des OECD-Bildungsberichts 2015 zur Chancengleichheit der Geschlechter.

    Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt MINTcoach an, was so viel wie „Individuelle Intervention bei Schülerinnen zur Erkennung und Förderung von MINT-Begabungen“ bedeutet: Über insgesamt drei Jahre hinweg werden für Schulen aus den Landkreisen Birkenfeld und St. Wendel MINT-Interventionen entwickelt, durchgeführt und wissenschaftlich ausgewertet. Diese Interventionen, die per Smartphone, Internet, Workshops und Exkursionen stattfinden, bestehen aus Spielen, spannenden MINT-Informationen, Aufgaben und auch praktischer Arbeit im Labor. „Wir wollen herausfinden, welche dieser Maßnahmen besonders effektiv sind und auch, wie sich neue Medien gewinnbringend zur MINT-Förderung einsetzen lassen“, so Prof. Dr. Gisela Sparmann, die gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Naumann und Prof. Dr. Rita Spatz das Projekt am Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB), einem Standort der Hochschule Trier, leitet. Im Gegensatz zu anderen Projekten, die nur auf Aufgaben oder Spiele setzen, wird im MINTcoach auf der Basis psychologisch anerkannter verhaltensändernder Maßnahmen eine gezielte Förderung der einzelnen Schülerinnen angestrebt. Als Projektpartnerin konnte dazu Prof. Dr. Monika Eigenstetter vom Institut für Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Gesundheitsförderung und Effizienz der Hochschule Niederrhein in Krefeld gewonnen werden. Sie ist insbesondere für das gendergerechte Konzept und für psychologische Fragen verantwortlich. Der MINTcoach zielt darauf ab, erziehungs- und umweltbedingten Vorurteilen und Klischees entgegen zu wirken und die Selbstwahrnehmung von Schülerinnen, bezogen auf ihre eigenen Fähigkeiten und Einstellungen hinsichtlich MINT-Fächern, positiv zu entwickeln und zu stärken.

    „Ziel des Projekts ist somit letztlich, durch spielerische Interventionen die MINT-Intelligenz und das MINT-Interesse wie einen Muskel zu trainieren und somit mehr Schülerinnen für MINT-Studienfächer und -Ausbildungsgänge zu begeistern“, so die Forschergruppe des federführenden Instituts für Softwaresysteme am UCB abschließend, die gleichzeitig betont, dass natürlich auch Schüler in die Experimente einbezogen werden.

    Das Projekt wird im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“ gefördert. Weitere Informationen sind unter http://mintcoach.umwelt-campus.de sowie mintcoach@umwelt-campus.de erhältlich.

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